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SwissTrolley plus

Der «SwissTrolley plus» kombiniert bewährte Fahrleitungstechnik mit modernster Batterietechnologie.

Der «SwissTrolley plus» - ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Leuchtturmprojekt.
Der «SwissTrolley plus» - ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Leuchtturmprojekt.

Dank gebündeltem Know-how von Industrie, Forschung und Verkehrsunternehmen kann die Zukunft des Busantriebes aktiv mitgestaltet und ein wesentlicher Beitrag an die Energieziele 2050 des Bundes geleistet werden.

Der «SwissTrolley plus» ist ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Leuchtturmprojekt für die Realisierung eines reinen Elektromobilitätsfahrzeugs aus Schweizer Produktion mit nachhaltigen Komponenten und Steuerungen. Seine Hochleistungs-Traktionsbatterie erlaubt Fahrten ohne Fahrleitung. Durch regeneratives Bremsen kann ausserdem bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden. Dadurch erlaubt der «SwissTrolley plus» einen kosteneffizienteren, zuverlässigeren und flexibleren Betrieb von Trolleybuslinien. 

Die dafür notwendige Hochleistungsbatterie wird so konzipiert, dass zusätzlich zum Fahren im Batteriemodus die Stromspitzen der Fahrleitung abgeflacht werden. Somit entlastet der «SwissTrolley plus» das Stromnetz wesentlich. Durch ein GPS-basiertes und selbstlernendes Energiemanagement wird zusätzlich Energie eingespart.

Projektfilm Leuchtturmprojekt «SwissTrolley plus»

Das Projekt «SwissTrolley plus» wurde von der Carrosserie HESS AG in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) lanciert. Die Partner ETH Zürich und Berner Fachhochschule nutzen das Projekt als Forschungsplattform für Untersuchungen in den Bereichen Steuerung und Optimierung sowie Batterietechnologie.

Was ist besonders am «SwissTrolley plus»?

Was ist besonders am «SwissTrolley plus»?

Batterielebensdauer

Trotz modernster Batterietechnologie übersteigt die Lebensdauer von Trolleybussen diejenige von Batterien. Um die Batterie dennoch nicht unnötig oft austauschen zu müssen, forscht das Kompetenzzentrum BFH-CSEM-Zentrum Energiespeicherung der Berner Fachhochschule an entsprechenden Vorhersagemodellen und Methoden, wie die Batterielebensdauer maximiert werden kann.

Selbstlernendes Energiemanagement

Der «SwissTrolley plus» benötigt ausgeklügelte Steuer- und Regelalgorithmen, um den Batterieladestand vorausschauend und energieeffizient planen und steuern zu können. Das Energiemanagement, das diese Aufgabe übernimmt, definiert die Reichweite und Energieeffizienz des Fahrzeugs. Nur ein optimales Energiemanagement kann also das Potenzial des Fahrzeugs voll ausschöpfen. Das Institut für Dynamische Systeme und Regelungstechnik der ETH Zürich entwickelt ein selbstlernendes Energiemanagement, welches Reichweite, Energieeffizienz, Batterielebensdauer, Energiebedarf der Nebenverbraucher unter Berücksichtigung von positionsabhängigen Streckeninformationen gleichzeitig optimiert. Zusätzlich wird eine Auslegungssoftware erstellt, die eine optimale Wahl der elektrischen Komponenten unter Berücksichtigung des geplanten Einsatzes ermöglicht.

Emissionsfreier Betrieb

Der «SwissTrolley plus» hat leistungsfähige Traktionsbatterien als Energiespeicher an Bord. Das Energiekonzept ermöglicht einen vollelektrischen Betrieb auch auf Linien, die nur abschnittsweise über Trolleybus-Fahrleitungen verfügen. Mit Hilfe der Traktionsbatterien kann der «SwissTrolley plus» auch auf Teilstrecken ohne Fahrleitung leise und emissionsfrei fahren.

Geringere Betriebskosten und bessere Flexibilität

Die Traktionsbatterie des «SwissTrolley plus» erlaubt rein elektrische Fahrten auch ausserhalb des Fahrleitungsnetzes. Dadurch können Linien unkompliziert verlängert und Verkehrsdrehkreuze von aufwendiger Fahrleitungstechnik befreit werden. Da so auf einen Grossteil der sogenannten Fahrleitungsweichen und -kreuzungen verzichtet werden kann, reduzieren sich der Wartungsaufwand und somit auch die Betriebskosten deutlich.

Verbesserte Energieeffizienz

Herkömmliche Trolleybusse können zwar Bremsenergie zurückgewinnen und als elektrische Energie ins Fahrleitungsnetz zurückspeisen. Dazu muss jedoch mindestens ein anderes Fahrzeug im selben Fahrleitungssektor zur selben Zeit Energie benötigen. Ist dies nicht der Fall, kann nur derjenige Anteil an Bremsenergie verwertet werden, der aktuell von den Nebenaggregaten benötigt wird. Die überschüssige Energie muss über Bremswiderstände in nutzlose Wärme verwandelt werden. Die Traktionsbatterie des «SwissTrolley plus» erlaubt 100 Prozent regeneratives Bremsen. Dadurch fällt sein Energiebedarf bis zu 15 Prozent geringer aus als derjenige eines herkömmlichen Trolleybusses.

Die Partner

Das Projekt «SwissTrolley plus» wurde von der Carrosserie HESS AG in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) lanciert. Die Partner ETH Zürich und Berner Fachhochschule nutzen das Projekt als Forschungsplattform für Untersuchungen in den Bereichen Steuerung und Optimierung sowie Batterietechnologie.

Das Bundesamt für Energie BFE unterstützt das Vorhaben im Rahmen seiner Förderprogramme für Energieforschung und Leuchtturmprojekte. Damit soll sowohl in Fachkreisen als auch in der Bevölkerung konkret sichtbar gemacht werden, wie sich die Energiezukunft der Schweiz gestalten lässt.

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