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Das SPECT-CT ist eine Kombination aus einer 3D-fähigen nuklearmedizinischen Gammakamera (SPECT = Single-Photon-Emission- Computed-Tomograph) und einem hochleistungsfähigen volldiagnostischen Computertomographen/CT.  

Was kann dieses Gerät im Vergleich zur bisherigen Gammakamera oder dem CT?

Qualitative Verbesserungen

Alle Untersuchungen sind wie bis anhin möglich, jedoch in deutlich besserer diagnostischer Qualität. Beide Bildmodalitäten, SPECT und CT, werden mit ihren jeweils stärksten Eigenschaften zu einem «Supergerät» zusammengefügt.

Präzisere Darstellungen

Der grosse Vorteil der Nuklearmedizin ist, dass sie molekulare Stoffwechselvorgänge bildhaft darstellen kann (z.B. Herzmuskeldurchblutung, Schilddrüsen-, Lungen-, Hirn-, Nierenfunktion oder Knochenumbau etc.), und zwar mit einer Empfindlichkeit, die damit vergleichbar ist, einen Löffel Salz im Zürichsee aufzuspüren. Dieser Vorteil war jedoch seit jeher beeinträchtigt durch eine schlechte Ortsauflösung und mitunter fehlende anatomische Strukturen zur Orientierung. So konnte man Lungenembolien und Knochenmetastasen sehr sicher feststellen, war sich aber nicht immer sicher, wo in der Lunge oder im Knochen sie sich genau befinden. Hier springt die CT mit ihrer exzellenten anatomischen Genauigkeit ein: bis auf einen halben Millimeter präzis. Trotzdem bleiben mit der CT die Stoffwechselvorgänge in den Zellen unsichtbar und man kann nur die anatomischen Folgen aufspüren.

Kombination der Blickwinkel

Mit einer Kombinations- oder Hybridkamera ist es möglich, unterschiedliche Vorteile Perspektiven zu erfassen (bzw. Bild in einem 3D-Datensatz): molekulare Stoffwechselvorgänge mit hoher anatomischer Präzision. Quasi als «Abfallprodukt» liefert die CT zusätzlich noch genaue Information über die Strahlenabsorption und -schwächung des untersuchten Gewebes. Damit können Messfehler der nuklearmedizinischen Untersuchung korrigiert und erst noch die Strahlendosis deutlich reduziert werden. Man erreicht mit weniger Strahlen eine höhere Genauigkeit.

Zeitersparnisse

Untersuchungen sind in kürzester Zeit möglich, die zuvor gar nicht oder nur mit grossem Aufwand erreichbar waren. Bei einigen Patienten mit Verdacht auf Lungenembolien kommen gar noch weitere Vorteile der SPECT-CT zum Zug: Liegt eine Niereninsuffizienz vor, dann kann CT-Kontrastmittel nicht eingesetzt werden und die sonst routinemässig angewandte Lungenembolie-CT ist nicht möglich. Benutzt man in diesen Fällen die Kombination von Lungenperfusionsszintigraphie und CT ohne Röntgen-Kontrastmittel, kann man eine Lungenembolie sicher feststellen oder ausschliessen, ohne den Patienten zusätzlich zu gefährden und dies in nur knapp 20 Minuten.

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