Grosse Teile der Quartiere Gewerbeschule und Langstrasse sowie ein kleiner Teil des Quartiers Escher Wyss werden in den kommenden Jahren etappenweise mit einem Fernwärmenetz erschlossen: In diesen Gebieten wird der Wärmeverbund KVA und Holz ausgebaut, der Wärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Hagenholz und dem Holzheizkraftwerk Aubrugg nutzt. Der Wärmeverbund löst das bestehende Gasverteilnetz ab: Dieses wird je nach Standort zwischen 2031 und 2036 für Heizen, Warmwasser und Kochen stillgelegt.
Der Ausbau des Verbunds und die Stilllegung des Gasverteilnetzes sind dabei aufeinander abgestimmt: Erst wenn die Liegenschaften in einem Strassenzug Gelegenheit zum Anschluss an den Verbund oder die Umsetzung einer alternativen klimafreundlichen Heizlösung wie z.B. einer Wärmepumpe hatten, wird das Gasverteilnetz stillgelegt.
Die Stadt Zürich orientiert an einer Informationsveranstaltung über den Ausbau der Fernwärme und die Ablösung des Gasverteilnetzes in den Quartieren Gewerbeschule und Langstrasse.
Von der Ablösung des Gasverteilnetzes betroffen ist das farblich gekennzeichnete Gebiet zwischen Escher-Wyss-Platz, Hauptbahnhof und Bäckeranlage:
In der per Post an Eigentümerschaften und Verwaltungen verschickten Version des obigen Merkblatts haben wir bei den Ansprechpartnern für eine Anschlussofferte (letzte Seite) leider eine ungültige Telefonnummer angegeben.
Die korrekten Kontaktdaten lauten:
ewz Energielösungen
+41 58 319 47 37
ewz.ch
Energie 360° AG
+41 43 317 25 25
energie360.ch
Wann Sie Ihre Liegenschaft an den Wärmeverbund anschliessen können und wann das Gasverteilnetz an Ihrem Standort stillgelegt wird, erfahren Sie mit Hilfe der Energiekarte EnerGIS. Je nach Standort ist der Anschluss an den Wärmeverbund einzeln oder gemeinsam mit unmittelbar benachbarten Gebäuden vorgesehen. Ihren Ansprechpartner für den Anschluss sehen Sie ebenfalls in EnerGIS. Weiter erfahren Sie dort, welche anderen klimafreundlichen Heizlösungen an Ihrem Standort verfügbar sind. Geben Sie dazu einfach Ihre Adresse ein und Sie erhalten die entsprechenden Informationen.
Bei einem Gemeinschaftsanschluss werden Liegenschaften in einem untergeordneten kleineren Wärmeverbund möglichst hausintern vernetzt. Dieser untergeordnete Wärmeverbund wird technisch mit tieferen Temperaturen und einem tieferen Druck als das Hauptnetz betrieben, was eine tendenziell flexiblere Bauweise der Fernwärmeleitungen in den Liegenschaften ermöglichen kann. Dieser Netztyp benötigt einen Standort für die Heizzentrale, in der die Wärmeübergabe (Systemtrennung von Hauptnetz zu Sekundärnetz), Druckhaltung, Regelarmaturen und Pumpen für den Sekundärkreislauf untergebracht sind.
Gemeinschaftsanschlüsse eignen sich vor allem für Teilgebiete mit sehr kompakter Bauweise, beispielsweise für Areale mit vielen Blockrandbauten. Eine Voraussetzung ist, dass es genügend Platz für eine Heizzentrale gibt. Ein Vorteil von Gemeinschaftsanschlüssen liegt darin, dass nur ein Anschluss zur Heizzentrale gebaut werden muss und die einzelnen Hausanschlüsse in der Regel keine weiteren aufwendigen Tiefbauarbeiten im öffentlichen Grund erfordern. Teilweise beschleunigt diese Vorgehensweise den Ausbau der Fernwärme.
Ob ein Areal innerhalb der Gebiete Gewerbeschule und Langstrasse direkt oder mittels Gemeinschaftsanschlüssen mit Fernwärme erschlossen wird, hängt vor diesem Hintergrund von der Zusammensetzung der Gebäudestrukturen ab (z. B. der Häufigkeit von Blockrandbauten).
Das Konzept des Gemeinschaftsanschlusses bietet den grössten Nutzen, wenn sich möglichst viele Gebäude innerhalb des betroffenen Perimeters anschliessen. Für die Realisierung ist es jedoch nicht erforderlich, dass sämtliche Gebäude angeschlossen werden. Bei Bedarf lässt sich die Leitungsführung entsprechend anpassen.