Werdinsel

Noch vor 35 Jahren stapelten sich Autos darauf, heute ist die Werdinsel ein beliebtes, naturbelassenes Naherholungsgebiet, das vielen Ansprüchen gerecht werden muss. Auf dieser rund acht Hektar (ca. zwölf Fussballfelder) grossen Fläche finden Badende mit und ohne Badehosen, Chiller und Griller, Gummibootkapitäne, Eltern mit Kindern, GärtnerInnen, Theaterschaffende, Flanierende mit und ohne Hund, Ballsportspielende sowie Open-Air-Besuchende ihren Platz. Vor allem an schönen Sommertagen treffen viele Bedürfnisse auf kleinem Raum aufeinander.

Nutzungskonzept Werdinsel

Projekt zur mittel- und langfristigen Entwicklung der Erholungsnutzung

Durch das zu erwartende Bevölkerungswachstum und den ungebrochenen Trend zur intensiveren Nutzung von öffentlichen Freiräumen wird in Zukunft der Druck auf dieses Naherholungsgebiet weiter steigen. Die Insel soll weiterhin naturbelassen bleiben (kantonale Freihaltezone) und möglichst uneingeschränkt zugänglich sein. Daran soll sich nichts Grundlegendes ändern. Die Stadt setzt auf die Eigenverantwortung von Besucherinnen und Besuchern und möchte mit dem Erarbeiten eines Nutzungskonzepts die weitgehend konfliktarme Situation von heute auch bei zusätzlichem Nutzungsdruck beibehalten können.

Welche drei Begriffe kommen Ihnen spontan zu "Sommer auf der Werdinsel" in den Sinn?

Was bisher erarbeitet wurde

Erste Sofortmassnahmen wie die Beschilderung des Nacktbadebereichs, mehr Veloabstellplätze und zusätzliche Abfalleimer wurden 2014, 2015 sowie im Sommer 2016 umgesetzt.

Im Jahr 2016 wurden in einem ersten Schritt verwaltungsintern die Grundlagen erarbeitet, der Handlungsspielraum ausgelotet und darauf aufbauend die Handlungsfelder identifiziert. Immer dort wo es einen Handlungsbedarf zu geben scheint und auch ein Handlungsspielraum vorhanden ist, sieht die Erarbeitung des Nutzungskonzepts eine gezielte Beteiligung der direkt Betroffenen und der involvierten InteressenvertreterInnen vor.

Informations- und Beteiligungsprozess

Der zweite Schritt, der Informations- und Beteiligungsprozess, startet im Frühjahr 2017 und dauert voraussichtlich bis Ende 2017.  Der Prozess setzt auf den gemeinsamen Austausch und die Wissensvermittlung zu einzelnen Handlungsfeldern an alle Involvierten und Betroffenen. Ein zentraler Punkt ist der Einbezug der Erfahrungen und des Knowhows der AnrainerInnen sowie der InteressenvertreterInnen. Die Interessen sollen gleichberechtigt vertreten sein. Dabei ist wichtig, eine realistische Erwartungshaltung an das Gesamtkonzept zu erhalten und nötigenfalls Gründe für Einschränkungen in der Lösungsfindung aufzuzeigen. Entscheide mit Auswirkungen in den Bereichen von Bewilligungen, Budget oder baulichen Massnahmen sind den jeweiligen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung oder beim Kanton Zürich vorbehalten.  

Informations- und Beteiligungsprozess

Im Vorfeld wurden Grundlagen erarbeitet und verschiedene Handlungsfelder definiert. In vier dieser Felder sehen die Projektverantwortlichen einen hohen Handlungsbedarf sowie einen gewissen Handlungsspielraum. Zu diesen vier Handlungsfeldern werden in der ersten Phase verschiedene InteressenvertreterInnen und Schlüsselpersonen eingeladen, um miteinander die allenfalls unterschiedlichen Positionen zu erörtern und je nach Thema gemeinsam Lösungen zu entwerfen.

Diese Lösungsvorschläge werden mit weiteren Handlungsfeldern zu einem Entwurf des Gesamtkonzepts zusammengeführt und an einer öffentlichen Grossgruppenveranstaltung vorgestellt und diskutiert. Inhaltliche Punkte einzelner Handlungsfelder werden in Phase 3 in den Arbeitsgruppen bereinigt bis in Phase 4 die finale Fassung vorgestellt werden kann. Danach erfolgen der politische Prozess zur Genehmigung des Nutzungskonzepts und die Umsetzung. Die Anzahl Workshops ist im Diagramm nur skizziert und ist – genauso wie die Phasen 3 und 4 – abhängig vom Fortschritt des Prozesses und kann dadurch noch Änderung erfahren.

Weitere Anliegen können dem Projektteam jederzeit zur Prüfung gemeldet werden.

Handlungsfelder und Kernthemen des Beteiligungsprozesses

Zur Diskussion der Themen mit Handlungsspielraum wurden rund hundert InteressenvertreterInnen zu Workshops und runden Tischen eingeladen.

Organisation und Termine

Uns bekannte InteressensvertreterInnen und Schlüsselpersonen wurden – je nach Handlungsfeld und Thema – in Phase 1 direkt angeschrieben und für Sitzungen und Workshops persönlich eingeladen. Quartiervereine und Interessenvertreter wurden alle direkt informiert. Zu der geplanten öffentlichen Grossgruppenveranstaltung (Phase 2) im ersten Halbjahr 2017 sind alle eingeladen. In Phase 3 werden inhaltliche Punkte einzelner Handlungsfelder in den Arbeitsgruppen bereinigt bis in Phase 4 das Resultat vorgestellt werden kann.

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