Einmal im Monat findet der Cafétreff für Senior*innen statt. Organisiert wird er seit Jahren von zwei Fachfrauen der Fachstelle Zürich im Alter.
Die Senior*innen kommen im Gesundheitszentrum für das Alter Klus Park zusammen um Kaffee zu trinken, ein Stück Kuchen zu essen und einen Vortrag zu hören. Dabei braucht es viele helfende Hände. Der Kaffee und der Kuchen wird serviert, gleichzeitig sind oft ältere Personen da, die eine fachliche Frage haben oder einfach etwas erzählen wollen.
Dann kommt die Freiwillige Kerstin Everett ins Spiel. Sie ist gerne für die Besuchenden da, serviert Kaffee und fragt, ob jemand noch etwas braucht. Auch hat sie immer ein offenes Ohr für diverse Anliegen.
Frau Everett, wann hatten Sie ihren ersten Einsatz als Freiwillige bei der Fachstelle Zürich im Alter?
Diesen Juli war ich das erste Mal beim Cafétreff für Senior*innen dabei. Das hat mir so gut gefallen, dass ich seither bis auf einmal jedes Mal mitgeholfen habe. Ich wurde auch bereits angefragt, ob ich nächstes Jahr wiederkomme. Natürlich habe ich zugesagt.
Wie sind Sie auf die Einsatzmöglichkeit gestossen?
Durch die Webseite für Freiwilligenarbeit des Gesundheits- und Umweltdepartements. Ich habe mich bei der Kontaktperson gemeldet und wurde dann über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten informiert. Der Cafétreff hat mich angesprochen, weil der Einsatz interessant klang und mir Donnerstagnachmittag zeitlich gut passt.
Was motiviert Sie, beim Cafétreff für Senior*innen mitzuhelfen? Was macht besonders Spass?
Sehr schön finde ich, dass oft die gleichen Personen kommen. Inzwischen kenne ich sie und sie kennen mich. Die Besucher*innen sitzen auch immer an den gleichen Plätzen, bestellen immer das gleiche Getränk. Sie sind herzlich und offen und es macht mir Freude, dass ich der älteren Generation etwas zurückgeben kann.
Engagieren Sie sich auch an anderen Orten freiwillig?
Ja, ich bin an zwei Vormittagen jeweils zwei Stunden freiwillig an einer Schule, in einer 5. Klasse. Das ist ein Kontrast zum Engagement mit den Senior*innen, aber ebenfalls sehr schön. Die Kinder freuen sich beispielsweise nach den Ferien, wenn sie mich wieder sehen. Das Programm heisst «Generationen im Klassenzimmer» und soll die Lehrpersonen gezielt unterstützen. Ich unterstütze z.B. jeweils freitags in einer Doppellektion Englisch. Ich bin mit einem Engländer verheiratet und beherrsche die Sprache deswegen perfekt. Dann kann ich mit einzelnen Kindern z.B. lesen oder schreiben und so die Lehrerin entlasten.
Welche Tipps geben Sie anderen Personen, die sich freiwillig engagieren möchten, aber nicht wissen, wohin sie sich wenden können?
Die Stadt macht sehr viel publik, finde ich. Im Tram beispielsweise hängen oft Aufrufe, sich über die Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit in der Stadt zu informieren. Bei Interesse empfehle ich, es einfach einmal auszuprobieren – auch wenn man nicht genau weiss, was einen erwartet.
Die Freude ist sehr gross, gerade bei Senior*innen. Die Leute freuen sich, die gleichen Gesichter wieder zu sehen, man kennt sich, kommt miteinander ins Gespräch. Wichtig ist, dass man als Freiwillige*r freundlich und offen ist. Und man muss zuhören können. Personen, die beispielsweise alleine wohnen und dann einmal im Monat in den Cafétreff kommen können, freuen sich jeweils sehr auf die Vorträge, den Kaffee und das Zusammensein. Sie erzählen gerne. Die Geduld muss man mitbringen, die Leute schätzen und ihnen zuhören.
Die Stadt macht es wirklich gut, ich finde man sollte mehr miteinander sein und nicht jede*r für sich. Ich engagiere mich sehr gerne und ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz im Cafétreff für Senior*innen.
Was ich noch anmerken will: Die Vorträge sind sehr interessant, ich finde sie selbst auch sehr spannend. Die Themen sind jeweils sehr gut ausgewählt. Der letzte Beitrag war zu künstlicher Intelligenz, das hat viele Leute interessiert. Ältere Personen sind technisch gut ausgerüstet. Das wird oft sehr unterschätzt.
Auf der Webseite zum Thema Alter finden Sie ausführliche Informationen zu verschiedenen Formen der Freiwilligenarbeit.
Zudem gibt es bei verschiedenen Organisationen diverse Möglichkeiten, freiwillig tätig zu sein. In unserem Angebotsverzeichnis finden Sie eine Liste mit Organisationen in der Stadt Zürich.