Die 80 jungen Musiker*innen des JSOZ waren während der Herbstferien, vom 11. bis 18. Oktober, in Deutschland unterwegs. Das junge Elite-Orchester spielte in Bremen, Potsdam und Berlin. Die Konzerte fanden in beeindruckenden Sälen statt: im Konzerthaus «Die Glocke» in Bremen, im «Nikolaisaal» in Potsdam und im grossen Konzertsaal in der Universität der Künste in Berlin. Es waren perfekt ausgewählte Orte, deren Akustik die Darbietungen der Musiker*innen besonders zur Geltung brachten.
Eine Herausforderung stellte jeweils der Bühnenaufbau mit dem Perkussions-Trio «TrioColores» dar, da dieses viele Schlaginstrumente mitbrachte. Vor den Konzerten gab es von verschiedenen Kammermusikensembles im Foyer ein Pre-Concert, das die Gäste auf das Konzert einstimmte. In allen Städten wurde das Orchester von einem dankbaren und enthusiastischen Publikum und vor vollen Rängen empfangen.
Während der Tournee entwickelte sich eine positive Gruppendynamik: Ältere Musiker*innen kümmerten sich um die jüngeren, und es herrschte eine entspannte Atmosphäre und ein grosser Zusammenhalt. Neue Freundschaften wurden geknüpft und bereits bestehende Beziehungen vertieft. Die jungen Musiker*innen und ihre Begleiter*innen waren mit drei Reisecars unterwegs. Mit 14 Stunden Hinreise, mehreren Stunden Fahrt von einer Stadt zur nächsten und am Schluss wieder 14 Stunden Rückreise verbrachten sie viel Zeit im Car, die sie mit Lesen, Lernen, Spielen oder Schlafen nutzten.
Neben den Auftritten und Vorproben blieb auch Zeit für Stadtbesichtigungen. Die Balance zwischen intensiver Probenarbeit und Freizeit war gewährleistet. Den Schlusspunkt dieser erfolgreichen Tournee setzte das rasch ausverkaufte Konzert in der Tonhalle Zürich am Dienstag, 21. Oktober – ein schönes «Heimspiel» vor vielen Freunden und Familienmitgliedern der Musiker*innen. Nach dem Konzert wurde die Leitung des JSOZ für ihren bereits 10 Jahre dauernden, grossartigen Einsatz verdankt: MKZ-Direktor Erich Zumstein bat Seung-Yeun Huh, Prorektorin MKZ, auf die Bühne und verdankte sie gemeinsam mit dem Dirigenten des JSOZ, David Bruchez-Lalli.