Das «Kidz on the Rock» wurde 2003 ins Leben gerufen, um Jugendlichen ohne eigene Band den Schritt auf die Konzertbühne zu ermöglichen und sie für das gemeinsame Musizieren zu begeistern. Organisiert wird der Anlass von Lehrpersonen der Pop/Rock/Jazz-Abteilung von MKZ. Zu den Initianten gehört E-Gitarrenlehrer Eric Hunziker. Während sie in den Anfangsjahren zu viert das Projekt leiteten, engagieren sich heute rund 25 Lehrpersonen gemeinsam für diesen Anlass.
18 ad hoc zusammengestellte Bands mit insgesamt über 100 Schüler*innen standen dieses Jahr auf der Kulturmarkt-Bühne. «Den Auftritt auf dieser Bühne muss man sich schon ein bisschen verdienen», erklärt Eric Hunziker. Nicht alle können auftreten, der Anlass bietet nur Platz für eine begrenzte Anzahl Bands. Dadurch habe der Auftritt am Kidz on the Rock mit den Jahren an Bedeutung gewonnen.
Was macht das Projekt so erfolgreich? «Das Konzept hat sich bewährt», ist Hunziker überzeugt. Entscheidend sei auch, dass die gesamte E-Gitarren- und E-Bassabteilung hinter dem Projekt stehe und der grosse Zusammenhalt untereinander. Jedes Jahr übernimmt eine andere Lehrperson die Gesamtleitung, während die übrigen Aufgaben auf das gesamte Team verteilt werden. Für die Schüler*innen bedeutet der Anlass jeweils der Höhepunkt des Schuljahres.
Jede Band bestand aus vier bis sechs Gitarrist*innen und Bassist*innen, begleitet von Profi-Sänger*innen und -Schlagzeuger*innen. Auf dem Programm stand ein breites Spektrum von AC/DC über Die Toten Hosen bis zu Taylor Swift.
Auch das Publikum war begeistert. Rund 400 Besucher*innen feuerten die jungen Musiker*innen an und sorgten trotz der hohen Temperaturen für gute Stimmung. Dabei musste sich das Kidz on the Rock auch dieses Jahr gegen zahlreiche Konkurrenzveranstaltungen durchsetzen – wie zum Beispiel die Fussball-Weltmeisterschaft, Schüeli- und Grümpelturniere sowie diverse Schul- und Vereinsfeste. Am Zeitpunkt kurz vor den Sommerferien will man aber aus verschiedenen Gründen festhalten.
Seit 23 Jahren engagiert sich Eric Hunziker mit Herzblut für den Anlass. Was motiviert ihn? «Der Event ist gut für die Kids. Sie haben grosse Freude daran und erleben etwas ganz Besonderes. Und es ist eine gute Auftrittsschule», sagt er. «Wichtig ist das Feeling und nicht die perfekte Performance». Es dürfe auch da und dort ein paar schiefe Töne dabeihaben.
Zu den ehemaligen Teilnehmenden zählen unter anderem der Zürcher Singer-Songwriter Faber und die Zürcher Musikerin Evelinn Trouble. Sie konnten vor Jahren am Kidz on the Rock ihre ersten Bühnenerfahrungen sammeln und stehen heute auf den grossen Konzertbühnen. Wer vom diesjährigen Kidz on the Rock künftig den Weg als Profi einschlagen wird? In einigen Jahren werden wir es wissen.
Fotos: Eric Hunziker