Statistik Stadt Zürich schätzt seit 2022 im Rahmen der Mietpreiserhebung alle zwei Jahre die Bestandsmieten für die Stadt Zürich. Alle Zahlen in dieser Medienmitteilung beziehen sich auf die Nettomieten (ohne Nebenkosten). Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2026 zeigen, dass die Mietpreise pro Quadratmeter in der Stadt Zürich seit 2024 um 3,1 Prozent gestiegen sind – und damit stärker als die städtischen Preise für Waren und Dienstleistungen: Der Zürcher Index der Konsumentenpreise stieg im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent.
Eine vertiefte Analyse zeigt, dass die Mietpreise deutlich variieren, je nachdem wo Mietende wohnen, wie lange ihr Vertrag schon läuft und ob ihre Wohnung gemeinnützig ist. Die Unterschiede zwischen den Mietpreisen lassen sich auch interaktiv mit dem Tool zur Mietpreiserhebung abfragen.
Typische Wohnung kostet monatlich 50 Franken mehr als vor zwei Jahren
Mit knapp über drei Prozent sind die Mietpreise zwischen 2024 und 2026 weniger stark gestiegen als bei der letzten Erhebung: Von 2022 bis 2024 stiegen die Preise noch um 6,5 Prozent pro Quadratmeter. Eine typische Mietwohnung misst in der Stadt Zürich 75 Quadratmeter und kostet 2026 gemäss Schätzung des mittleren Mietpreises rund 1690 Franken pro Monat. Vor zwei Jahren hätte die gleiche Wohnung monatlich etwa 50 Franken weniger gekostet, vor vier Jahren etwa 150 Franken weniger.
Höhere Mietpreise bei allen Eigentümerschaften
Die Mieten stiegen zwischen 2024 und 2026 auch bei gemeinnützigen Eigentümerschaften, wie beispielsweise Baugenossenschaften. Es lassen sich keine statistischen Unterschiede beim Anstieg der Mieten zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Eigentümerschaften feststellen. Gemeinnützige Wohnungen liegen aber weiterhin auf einem tieferen Preisniveau. Die typische Zürcher Wohnung kostet gemeinnützig etwa 1150 Franken, nicht gemeinnützig 1990 Franken: ein Preisunterschied von monatlich 840 Franken.
Mieten von Neubauwohnungen deutlich höher
Die Mieten in Neubauten sind höher als in älteren Gebäuden. Unter anderem dürfte dies mit dem Anstieg der Wohnbaupreise in den letzten Jahren zusammenhängen. Dabei gilt: Je länger das Mietverhältnis schon besteht, desto tiefer die Miete. Die typische Wohnung kostet in einem nicht gemeinnützigen Neubau ungefähr 2910 Franken pro Monat, bei einer Mietdauer zwischen drei und zehn Jahren sind es rund 2090 Franken. Auch die Mieten in gemeinnützigen Neubauwohnungen sind teurer als jene in älteren Gebäuden, allerdings fallen die Preisunterschiede geringer aus.
Altstadt am teuersten, Wiedikon stadttypisch, Affoltern am günstigsten
Betrachtet man den grösseren, nicht gemeinnützigen Markt, so finden sich die teuersten Mietwohnungen (pro Quadratmeter) in der Altstadt, in Riesbach sowie in Oberstrass. Am günstigsten sind hingegen Affoltern, Leimbach und Schwamendingen. Die typische Wohnung kostet in der Altstadt bei einer nicht gemeinnützigen Eigentümerschaft monatlich rund 1200 Franken mehr als in Affoltern. Die nicht gemeinnützigen Mieten entsprechen in Oerlikon und Wiedikon am ehesten dem städtischen Durchschnitt. Die grössten Preissteigerungen seit 2024 gab es im nicht gemeinnützigen Wohnungsmarkt in Oberstrass; am wenigsten stiegen die Mieten in Affoltern.
Weitere Informationen
Johannes Besch, Data Scientist
Statistik Stadt Zürich
T +41 44 412 08 36
E-Mail johannes.besch@zuerich.ch