Die Wärmebelastung in Städten wird durch den Klimawandel zunehmend verschärft. Prognosen aus den Klimaszenarien zeigen, dass in der Stadt Zürich bis 2060 mit einem Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur um ca. 2,4 °C zu rechnen ist. Gleichzeitig wird in den Sommermonaten künftig weniger Niederschlag erwartet. Dadurch trocknen die Böden stärker aus und es verdunstet weniger Wasser über Pflanzen und Boden. Projektionen aus den Schweizer Klimaszenarien zeigen, dass in der Stadt Zürich zukünftig zwei bis drei mal so häufig Tropennächte auftreten könnten.
Um den steigenden Tempraturen entgegenzuwirken, setzt sich die Stadt Zürich für den Klimaschutz ein. Gleichzeitig muss sich die Stadt an das sich ändernde Klima anpassen. Dafür hat sie ein Programm zur Klimaanpassung beschlossen. Die Stadt pflanzt Bäume, entsiegelt Flächen, begrünt Fassaden und sorgt mit gezielter Stadtplanung für eine bessere Luftzirkulation.
Die Dienstabteilungen setzen die Anliegen der Hitzeminderung in ihrem Einflussbereich, in ihren Strategien, in Architekturwettbewerben, in zahlreichen Pilotprojekten im Hoch- und Tiefbau sowie in der Beratung um. Zusätzlich werden die Immobilienbesitzer*innen beraten und mit Fördergeldern unterstützt. Besonders verletzliche Gruppen sollen mit mehr Informationen und einem Hitzewarnsystem vor Hitze geschützt werden. In städtischen Gebäuden werden Massnahmen zur Kühlung eingesetzt. Die Stadt setzt zahlreiche Massnahmen zum Schutz gegen die Hitze um.
Die Web-App «Stadtklima Zürich» informiert im Minutentakt über die aktuellen Messwerte des Zürcher Stadtklimanetzes. Im Dashboard können die verschiedenen Messtationen innerhalb der Stadt ausgewählt und Informationen über Temperatur und Luftfeuchte abgelesen werden. Zudem erfährt man, wo es in Zürich zurzeit am wärmsten und am kühlsten ist.