Das Gewerbe stellt die Versorgung der Bevölkerung sicher und trägt zu lebendigen Quartierzentren bei. Damit unterstützt es eine Stadt der kurzen Wege und der hohen Lebensqualität. Für den Güter- und Gewerbeverkehr hat die Stadt Zürich die Strategie «Urbane Logistik und Gewerbeverkehr» erstellt.
Urbane Logistik und Gewerbeverkehr soll nachhaltig und effizient erfolgen. Zudem stehen ausreichend Flächen für Güterumschlag und Gewerbeparkierung zur Verfügung. Eine zukunftsfähige urbane Logistik wird von Stadt und Wirtschaft gemeinsam getragen. Um diese Vision und Ziele zu erreichen, wurden strategische Stossrichtungen und entsprechende Massnahmen definiert.
Die strategischen Stossrichtungen tragen dazu bei, dass die Ziele der urbanen Logistik und des Gewerbeverkehrs erreicht werden. Zwischen den Stossrichtungen bestehen Wechselwirkungen und Abhängigkeiten. So ist die effiziente und stadtverträgliche Abwicklung des Güterverkehrs stark davon abhängig, dass beispielsweise ausreichend Flächen für den Güterumschlag zur Verfügung stehen.
- Hubstandorte auf Stadtgebiet sichern und entwickeln
- Ausreichend Flächen für den Güterumschlag und die Gewerbeparkierung am Zielort anbieten
- Fahrleistungen auf dem Stadtgebiet minimieren
- Verbleibende Fahrleistungen umweltverträglich und klimaneutral abwickeln
- Integral und lösungsorientiert planen
- Zielgerichtete Rahmenbedingungen setzen und Innovationen fördern
Die Massnahmen zur Umsetzung der Strategie sind in einem Massnahmenband erläutert. Einige dieser Massnahmen insbesondere zur Flächenverfügbarkeit und der Abwicklung werden in den Konzepten «Anlieferung und Gewerbeparkierung», «Urbane Logistik» sowie «Netto-Null/Energiebedarf im Güterverkehr», das derzeit noch erarbeitet wird, vertieft und konkretisiert.
Im Rahmen der Strategie «Urbane Logistik und Gewerbeverkehr» setzt die Stadt erste Pilotprojekte um.
Im Juli 2025 startete die Stadt in Zusammenarbeit mit Planzer und der ZHAW School of Engineering das Pilotprojekt «Planzer Mobile Micro-Hub@Zürich».
Dabei wird ein Anhänger von Planzer in der Ausstellungsstrasse in Zürich temporär abgestellt. Aus diesem Anhänger heraus werden Kyburz-Kleinfahrzeuge bestückt, welche die letzten Meter zu den Empfänger*innen lärm- und emissionsarm zurücklegen. Ziel des Pilotprojektes ist zu analysieren, wie sich ein mobiler Micro-Hub in unmittelbarer Nähe von Quartieren und der Innenstadt auswirkt.
Das Pilotprojekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich und der ZHAW School of Engineering durchgeführt.
Ab Herbst 2022 standen der Bevölkerung und dem Gewerbe über zwei Jahre vier sogenannte SalüBoxen zur Verfügung. Mit ihnen konnten Pakete empfangen und Güter getauscht werden. Auch bestellte Waren konnten zum Abholen deponiert werden.
Der Abschlussbericht des Projekts SalüBox fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
Die Strategie «Urbane Logistik und Gewerbeverkehr», den Massnahmenband und das Konzept «Urbane Logistik» sind zum Download verfügbar.
Im Stadtplan sind die vorhandenen Güterumschlagplätze ersichtlich.
Am 18. Mai 2026 fand der Anlass «Urbane Logistik und Gewerbeverkehr im Fokus» statt. Karin Rykart, Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, und Simone Brander, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements präsentierten die aktuellen Entwicklungen und Massnahmen für den Gewerbeverkehr in Zürich.
Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmenden:
- Anna Baschung, Projektleiterin Innovation, Planzer Transport AG
- Alexander Carisch, Leiter Standortförderung, Stadt Dietikon
- Frank Dietrich, Leiter OB Transport, railCare AG
- Fabienne Perret, Leiterin Geschäftsbereich Verkehr, EBP Schweiz AG
- Paul Schneeberger, Projektleiter Abteilung Gesamtmobilität, Kanton Zürich
Verkehr + Stadtraum