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Neubau Garderoben- und Clubgebäude Hönggerberg

Mit dem Ersatzneubau des Garderoben- und Clubgebäudes erhalten die ansässigen Sportvereine eine zeitgemässe Infrastruktur. Ökologische Nachhaltigkeit wird dabei grossgeschrieben.

Garderoben- und Clubgebäude Hönggerberg, Aussenansicht (Visualisierung: © Mentha Walther  Architekten GmbH, Zürich)
Garderoben- und Clubgebäude Hönggerberg, Aussenansicht (Visualisierung: Mentha Walther Architekten GmbH, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Mentha Walther Architekten GmbH, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    S2L Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
  • HLKS-Planung
    BLM Haustechnik AG, Zürich
  • Elektro-Planung
    Mettler und Partner AG, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym), 2017
  • Politischer Prozess
    Objektkredit durch Gemeinderat genehmigt
  • Objektkredit
    CHF 12,553 Mio.
  • Bauzeit
    2020 – 2021

Zeitgemässe Infrastruktur für den Vereinssport

Das neue Garderoben- und Clubgebäude nach dem Entwurf von Mentha Walther Architekten und S2L GmbH Landschaftsarchitekten BSLA SIA aus Zürich bettet sich gut in den Landschaftsraum am Hönggerberg ein und vermittelt geschickt zwischen der Sportanlage und dem Strassenraum mit Parkplatzanlage. Unter einem Dach sind zwei leicht versetzte Volumen angeordnet. Das Gebäude macht sich den bestehenden Geländeversprung zu Nutzen wodurch das Untergeschoss von Norden her ebenerdig erschlossen werden kann. Der öffentlich zugängliche Weg, der die Rasenfelder im Osten und das Kunstrasenfeld im Westen der Anlage verbindet, führt diagonal über das Grundstück und setzt sich im Gebäudeinnern als Erschliessung weiter. An der sogenannten «Promenade Architecturale» reihen sich seriell verschiedene Nutzungen aneinander. Im Erdgeschoss befindet sich das Clubrestaurant mit Sicht auf das Hauptspielfeld. Über einen Laubengang erreicht man die zweite Nutzungseinheit mit Foyer, Theorieraum und zwei Garderobeneinheiten. Zwei aussenliegende, einläufige Treppen führen direkt ins Obergeschoss. Hier befindet sich der Grossteil der Garderoben für den Breitenfussball. Trotz grösserem Volumen werden durch die geschickte Platzierung des neuen Gebäudes und die klare Wegführung die versiegelten Flächen auf der Anlage reduziert und kann ein Grossteil der alten Föhren erhalten werden.

Nachhaltig fit

Struktur und Fassade des Ersatzneubaus sind aus Holz gefertigt; vierzehn Stützenreihen bilden das statische und architektonische Grundgerüst. Die Decken und Fassaden aus vorfabrizierten Holzelementen werden in dieses Grundgerüst eingefügt. Der Neubau leistet nicht zuletzt durch seine Energieeffizienz einen Beitrag zum Thema Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft: die Heizenergie und das Warmwasser werden mit einer Luft-/Abwasser-Wärmepumpe bereitgestellt. Die Energie des Schmutzabwassers wird mittels FE- KA-Tank rückgewonnen und im südlichen Dach wird eine vollflächige, integrierte Photovoltaik-Anlage erstellt. Das Gebäude wird nach dem Minergie-P-ECO-Standard geplant. Um bei der schwankenden Belegung des Hauses den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, werden die Garderoben nur grundtemperiert und erst jeweils eine Stunde vor Betrieb mittels der Lüftung aktiv beheizt. Die Dämmstärken können so reduziert werden. Betrachtet man auch die eingesparte «Graue Energie», so führt dies, über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet, zu einer guten Ökobilanz.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Der bauliche Zustand sowie die Grösse des ehemaligen Gebäudeensembles «Sportanlage Hönggerberg» entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen an eine Anlage für den Fussballbetrieb der Ersten Liga. Um Vorschläge für Ersatzneubauten zu erhalten, wurde daher im Jahr 2017 ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im offenen Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) durchgeführt. 112 Teams zusammengesetzt aus den Fachbereichen Architektur und Landschaftsarchitektur haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise und Ankäufe standen 110 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung.

Die Projekteingaben wiesen eine grosse Vielfalt an Lösungsansätzen für die neue Vereinssportanlage auf. Der Dialog mit dem landschaftlich reizvollen Geländesattel zwischen Höngger- und Käferberg war vielen Projektverfassenden ein Anliegen und oft auch der Einstieg in den Entwurfsprozess. Das neue Garderoben- und Clubgebäude Hönggerberg soll zu einem identitätsstiftenden den Ort der sportlichen Betätigung, aber auch zu einem Ort der Begegnung und der Lebensfreude ganz generell werden. Das Siegerprojekt «PEDRO» hat mit seiner angemessenen, zurückhaltenden Art auf diese Aufgabe reagiert und überzeugt. Es verbindet auf ideale Weise eine hohe Funktionalität mit dem Angebot einer besonderen, ortsspezifischen Ausprägung.

Situationsmodell PEDRO
Situationsmodell PEDRO

PEDRO

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    ARGE Mentha Walther Architekten, Jeanine Walther Architektin MSc ETH SIA mit Nicolas Mentha Architekt ETH, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    S2L GmbH, Jan Stadelmann und Daia Stutz, Zürich
  • HLKS-Planung
    BLM Haustechnik AG, Zürich
  • Holzbau
    Rossel Bedachungen + Holzbau AG, Interlaken

Standort

Garderobe- und Clubgebäude Hönggerberg
Kappenbühlstrasse 72
8049 Zürich

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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