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Neubau Kriminalabteilung Stadtpolizei Mühleweg

Die Organisationseinheiten der Kriminalabteilung der Stadtpolizei sind heute auf mehrere Standorte in der Stadt verteilt. Mit dem Neubau am Mühleweg in Zürich-West werden sie an zentraler Lage zusammengeführt. Um den Betrieb nahtlos sicherzustellen, soll der Neubau Ende 2021 bezugsbereit sein.

Kriminalabteilung Stadtpolizei Mühleweg (Visualisierung: © Penzel Valier AG)
Kriminalabteilung Stadtpolizei Mühleweg (Visualisierung: © Penzel Valier AG)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Totalunternehmung
    Erne AG Bauunternehmung, Frick
  • Architektur/Bauingenieurwesen
    Penzel Valier AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Beglinger + Bryan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Gesamtleistungsstudie im selektiven Verfahren mit 5 Teams nach SIA 143
  • Politischer Prozess
    Objektkredit am 10. Juni 2018 durch Zürcher Stimmbevölkerung mit 81.8% genehmigt. 
  • Objektkredit
    CHF 82,37358 Mio.
    (inkl. Grundstücksübertragung CHF 4,60358 Mio.)
  • Bauzeit
    2018 – 2021

Die Organisationseinheiten der Kriminalabteilung der Stadtpolizei Zürich mit insgesamt 370 Arbeitsplätzen sind heute auf mehrere Standorte verteilt und in nicht-städtischen Gebäuden eingemietet, teilweise zur Untermiete beim Kanton Zürich an der Zeughausstrasse. Mit dem Umzug der Kantonspolizei ins Polizei- und Justizzentrum (PJZ) wird dieser Mietvertrag gekündigt und ein Verbleiben in den Räumlichkeiten an der Zeughausstrasse ist nicht möglich. Der heutige Hauptstandort der Kriminalabteilung in Aussersihl fällt weg. Als Ersatz für diese und weitere Fremdmieten entsteht ein zentraler Neubau auf dem städtischen Grundstück am Mühleweg – zwischen Hardturm- und Förrlibuckstrasse – im wachsenden Quartier Zürich-West. Durch die räumliche Zusammenlegung der Kriminalabteilung ergeben sich wertvolle betriebliche Synergien in der Zusammenarbeit. 

Betriebliche Synergien geschickt genutzt

Aus der 2016 durchgeführten Gesamtleistungsstudie ging das Team der Erne AG Bauunternehmung und Penzel Valier AG als Sieger hervor. Der sechsgeschossige Neubau fasst unter einem Dach Büros und Nebenräume für die Ermittlungs- und Fahndungsdienste, den Kriminaldauerdienst (Detektivbüro mit 24-Stunden-Dienst), die Leitung und die Administration sowie die Infrastruktur für Arrestantinnen und Arrestanten und weitere betrieblich notwendige Räumlichkeiten zusammenfassen. Im Erdgeschoss sind die Räume für Polizeieinsätze und die Erfassung mit Abstandsräumen, das Detektivbüro mit 24-Stunden-Dienst, Arrestzellen, ein Beratungs- und Schauraum für die Bevölkerung sowie der Empfang und Warteräume angeordnet. In den übrigen Geschossen sind Büros, Räume für Einvernahmen, Sitzungszimmer, Lager, Archiv, Garderoben, Duschen, sanitäre Anlagen, Werkstatt sowie Putz- und Technikräume untergebracht. Im Dachgeschoss befinden sich die Personalcafeteria und der Vortragsraum, die mit der Dachterrasse einen attraktiven Aussenraum erhalten. 

Gut eingebettet ins Quartier

Die städtische Parzelle am Mühleweg befindet sich im Entwicklungsgebiet Zürich-West, dem ehemaligen Zürcher Industriequartier (Kreis 5). Das unmittelbare Umfeld ist geprägt von grossmassstäblichen Gewerbe- und Bürogebäuden, die sich mehrheitlich von der Hardturmstrasse bis zur Förrlibuckstrasse spannen. Der westlich von der Parzelle entlangführende Mühleweg bildet eine wichtige Freiraumverbindung und Langsamverkehrsachse zwischen dem Limmatraum und den Gleisanlagen der SBB. Entlang des Mühlewegs wird das Terrain auf demselben Niveau bis an den Gebäudesockel geführt. Die Oberfläche dieses aufgeweiteten Raums wird mit versickerbarem Belag ausgestattet und mit Ziergräsern sowie einzelnen Bäumen bepflanzt. An ausgewählten Orten werden Sitzgelegenheiten platziert. Die bestehenden Bäume werden wo möglich erhalten.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2016 wurde aufgrund des hohen Zeitdrucks eine Gesamtleistungsstudie im selektiven Verfahren mit 5 Teams zusammengesetzt aus den Fachbereichen Architektur und Totalunternehmung gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurstudienaufträge SIA 143 (Ausgabe 2009) durchgeführt. Für Preise und Ankäufe standen 350 000 Franken zur Verfügung. Jedes Team wurde zudem mit 70 000 Franken entschädigt.

Nach der Schlussbesprechung hat sich die Jury einstimmig für das Projekt «INVESTIGATION» entschieden. Das Projekt überzeugte mit einer klaren Adressbildung und seiner polygonalen, in der Höhe gestaffelten Figur, die sich gut in die umliegende Bebauung einfügt. Das komplexe Raumprogramm wurde architektonisch schlüssig umgesetzt und die Ziele hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und ökologischer Nachhaltigkeit erreicht. Der Neubau für die Kriminalabteilung der Stadtpolizei leistet mit seinem robusten, urbanen und gleichzeitig städtebaulich einfühlsamen Ausdruck an strategischer Stelle einen wichtigen Beitrag als weiterer Stadtentwicklungsmagnet.

Situationsmodell INVESTIGATION
Situationsmodell INVESTIGATION

INVESTIGATION

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Penzel Valier AG, Zürich
  • Totalunternehmung/Gesamtleitung
    Erne AG Bauunternehmung, Frick
  • Bauingenieurwesen
    Penzel Valier AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Beglinger + Bryan
    Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich

Standort

Stadtpolizei Mühleweg
Förrlibuckstrasse 110
8005

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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