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Neubau Schulanlage Allmend und Passerelle Haspelsteg

Auf dem 2000-Watt-Areal «Greencity» in Zürich-Wollishofen soll bis Ende 2022 eine Tagesschule für rund 250 Kinder entstehen. Teil des Projekts ist auch die neue quartiersverbindende Passerelle «Haspelsteg», die der sicheren Querung der Allmendstrasse und der SZU-Geleise dient.

SA Allmend, Vogelperspektive (Visualisierung: © Studio Burkhardt GmbH, Zürich)
SA Allmend, Vogelperspektive (Visualisierung: © Studio Burkhardt GmbH, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Studio Burkhardt GmbH, Zürich
  • Baumanagement
    GMS Partner AG, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Pirmin Jung Holzbauingenieure AG,
    Rain und Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Ganz Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym), 2017
  • Politischer Prozess
    Die Vorlage zum Objektkredit wurde an der Volksabstimmung vom 17.11.2019 mit 89,1 % Ja-Stimmen angenommen.
  • Objektkredit
    CHF 57,318875 Mio.
  • Bauzeit
    2020 – 2022

Die Gebiets- und Schulraumplanung der Manegg hat eine lange Geschichte. Bereits im Jahr 2000 hat die Stadt Zürich zusammen mit den Grundeigentümerinnen eine kooperative Entwicklungsplanung eingeleitet, die 2013 mit dem ergänzenden privaten Gestaltungsplan «Greencity Zürich» ihren Abschluss fand. In «Greencity» werden geschätzte 2000 Personen wohnen und 3000 Personen arbeiten. Um eine gute Durchmischung des neuen Quartiers zu gewährleisten, wird gemäss Auflage der Stadt Zürich rund ein Drittel der Wohnungen von gemeinnützigen Bauträgern erstellt. Der Standort ist für Familien attraktiv und die Zahl von Kindern im schulpflichtigen Alter entsprechend hoch. Die Stadt Zürich hat daher von der Arealentwicklerin Losinger Marazzi AG eine 4 500 m² grosse Parzelle für den Bau einer neuen Schule erworben.

Neue Tagesschule in Holzsystembauweise

Die Schulanlage Allmend ist als Tagesschule für 12 Schulklassen geplant (9 Regelklassen und 3 Klassen der Heilpädagogischen Schule); zwei Kindergärten und Räume für die Betreuung ergänzen das Angebot. Das Raumprogramm umfasst weiter eine Einfachturnhalle, einen Gymnastikraum. Mit der neuen Passerelle «Haspelsteg» bietet sich den Schulkindern und der Quartierbevölkerung zudem eine sichere Wegverbindung zwischen dem Quartier Manegg und der Greencity. 

Die neue Schule wird zum eigenständigen und öffentlichen Ort in dem sehr dichten Quartier. Rund um den schmalen Baukörper bietet die Schulanlage vielfältige Aussenräume – eine doppelte Baumreihe in der Längsachse im Osten sowie ein mit verschiedenartigen Laubbäumen bepflanzter Pausenplatz und Vorplatz zum «Haspelsteg» im Westen. Die in verschiedene Zonen für Kindergarten und Schule unterteilten Aussenräume sind sowohl auf Erdgeschossniveau angeordnet als auch in Form eines gedeckten Allwetterplatzes auf dem Schulhausdach, der in der unterrichtsfreien Zeit auch der Quartierbevölkerung als Begegnungsort für Spiel und Sport zur Verfügung steht. Ausreichend Abstellplätze für Fahrräder und Kickboards sowie die minimal erforderlichen Autoparkplätze sind eingeplant.

Durch die modulare Bauweise mit hohem Vorfabrikationsgrad kann der Rohbau in relativ kurzer Zeit errichtet werden. Aufbauend auf das in Beton erstellte Untergeschoss wird der Neubau in Holzsystembauweise mit massiven Treppenhäusern erstellt.

Energieeffizienz auf dem 2000-Watt-Areal «Greencity»

«Greencity» ist schweizweit das erste Areal, das vom Trägerverein Energiestadt im Jahr 2012 als «2000-Watt-Areal» zertifiziert wurde.Eine Bestätigung der Zertifizierung erfolgte 2015. Bereits 2008 stimmten über 76 Prozent der Stadtzürcherinnen und -zürcher mit ihrem JA zur 2000-Watt-Gesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Zürich. Gemäss den Auflagen des 2000-Watt-Areals wird das Schulhaus im Minergie-P-ECO-Standard geplant. Geschickt dient die im Glasdach integrierte Photovoltaik-Anlage gleichzeitig als Wetterschutz für den darunterliegenden Allwetterplatz.

Architekturwettbewerb

Das Amt für Hochbauten hat im Jahr 2017 einen einstufigen, anonymen Architekturwettbewerb im offenen Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) durchgeführt. 91 Teams zusammengesetzt aus den Fachleuten der Bereiche Architektur und Bauingenieurwesen haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise und Ankäufe standen 190 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung. 

Nach drei Jurierungstagen stand das Siegerprojekt «SALTO» fest. Es sieht einen schmalen, kompakten, dreigeschossigen Längsbau vor, der das Raumprogramm stimmig und effizient sowie auch mit genügen Flexibilität für künftige Nutzungen unterbringt. Die grosszügige Verglasung, die geringe Gebäudetiefe und die hellen Holzoberflächen schaffen für die Schulkinder und Lehrerschaft eine angenehme Lernatmosphäre. Das neue Schulhaus hat das Potenzial, als öffentlicher Ort einen neuen Identifikationspunkt für das Quartier zu bilden.

Situationsmodell SALTO
Situationsmodell SALTO

SALTO

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Studio Burkhardt, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Pirmin Jung Holzbauingenieure AG, Rain
  • Beratung Landschaft
    Fructus Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, Wädenswil
  • Beratung Photovoltaik
    Ertex Solartechnik, Amstetten (A)

Standort

Schulanlage Allmend
Maneggstrasse Schulanlage Allmend
8041 Zürich

Weitere Informationen

Kontakt