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Ersatzneubau und Instandsetzung Altbauten Schulanlage Hofacker

stadt-zuerich.ch/bau-schulanlage-hofacker

Das historische Gebäudeensemble der Schulanlage Hofacker wird instandgesetzt und dabei betrieblich und energetisch erneuert. Um dem Bedürfnis nach mehr Sportflächen und Schulraum im Quartier zu begegnen, wird die Einfachsporthalle von Friedlich Wehrli durch einen Neubau mit Dreifachsporthalle und zeitgemässen Schulräumen ersetzt.

Der Neubau umrahmt von den Bestandesbauten. (Bild: Michal Schorro, AHB)
Der Neubau umrahmt von den Bestandesbauten. (Bild: Michal Schorro, AHB)
Klassenraum. (Bild: Michal Schorro, AHB)
Klassenraum. (Bild: Michal Schorro, AHB)
Innenbereich mit Treppe. (Bild: Michal Schorro, AHB)
Innenbereich mit Treppe. (Bild: Michal Schorro, AHB)

  • Bauherrschaft 
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung 
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    E2A Piet Eckert & Wim Eckert Architekten ETH BSA SIA Architekten AG, Zürich
  • Baumanagement
    Cockpit Projektmanagement AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Ganz Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen 
    Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich
  • HLS-Ingenieurwesen 
    Haerter & Partner AG, Zürich
  • Elektro-Ingenieurwesen 
    Gähler und Partner AG, Ennetbaden

  • Auswahlverfahren 
    Projektwettbewerb im selektiven Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym), 2014
  • Politischer Prozess 
    Die Vorlage zum Objektkredit wurde von der Zürcher Stimmbevölkerung am 26. November 2017 mit 81,7 % Ja-Stimmen angenommen.
  • Objektkredit 
    CHF 72,8 Mio. 
    Neue Ausgaben: CHF 33,8 Mio. 
    Gebundene Ausgaben: CHF 39 Mio.
  • Bauzeit Neubau 
    2018 – 2021
  • Bauzeit Instandsetzung
    2021 – 2022

Die in Teilen aus inventarisierten Schutzobjekten bestehende Schulanlage Hofacker im Quartier Hirslanden umfasst das 1898 erbaute Schulhaus mit Einfachsporthalle von Friedrich Wehrli und ein zweites Sporthallengebäude mit Schul- und Kindergartenräumen aus dem Jahre 1938 von Hermann Herter. Die Anlage ist instandsetzungsbedürftig, entspricht nicht mehr den zeitgemässen energetischen Vorgaben und bietet zu wenig Platz für einen zeitgemässen Schulbetrieb für Primar- und Sekundarschule mit  Betreuung. Im Schulkreis Zürichberg gibt es zudem bislang keine Mehrfachsporthalle, die den Bedürfnissen des Breitensports gerecht würde. Die Sporthalle von Friedrich Wehrli wurde daher rückgebaut und durch einen zeitgemässen Neubau ersetzt. Im Anschluss erfolgen die  Instandsetzungsarbeiten am bestehenden Gebäudeensemble inkl. Umgebung. Die Schulräume für die unterschiedlichen Nutzungen - Primarschule, Betreuung/Gemeinschaftsräume und Sekundarschule - werden dabei getrennt auf die verschiedenen Gebäude aufgeteilt. 

Kompakter Neubau mit zeitgemässer Lernlandschaft

Der zweigeschossige kompakte Neubau mit Klassenräumen für die Sekundarstufe, einer Bibliothek, einer Schulküche und einer Dreifachsporthalle in den Untergeschossen ist freistehend zwischen die beiden denkmalgeschützten Schulhäuser platziert. Als passgenauer Mittelbau nimmt er eine  Gebäudeflucht des Wehrlibaus auf und spielt Verbindungsaussenräume zwischen den Gebäuden frei. Damit wird eine angenehme Durchlässigkeit der Anlage erreicht. Das Herzstück des Neubaus bildet die Dreifachturnhalle die dank einem hochliegenden Fensterband mit Tageslicht versorgt wird. Das Material für den Ersatzneubau ist so gewählt, dass sich dieser optimal in den bestehenden Gebäudekomplex eingliedert. Die Fassade wird in gestocktem Beton gehalten und an den Fenstern mit einem textilen Sonnenschutz versehen. Im Innenraum wird bei der Materialwahl auf Robustheit und Langlebigkeit geachtet.

Unter anderem dank der Versorgung mit erneuerbarer Energie und der ökologischen Materialwahl wird der Ersatzneubau Minergie-P-ECO-Standard erreicht. Die neue, energieeffizientere und wirtschaftlichere Technikzentrale im Neubau löst die heutigen Einzellösungen in den verschiedenen Bauten ab und versorgt diese ebenfalls. Dabei kommen Erdsonden und eine Solaranlage zum Zug.

Zeitraffervideo Baustellenkamera

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2014 wurde ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) durchgeführt. 12 Teams zusammengesetzt aus Fachleuten der Bereiche Architektur, Landschaftsarchitektur und Bauingenieurwesen haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise und Ankäufe standen 160 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung.

Das Siegerprojekt «JOHANN BALTHASAR BULLINGER» setzt einen querstehenden, leicht vorspringenden, symmetrischen Neubau zwischen die beiden denkmalgeschützten Schulgebäude. Dank der Distanz zu den Bestandsbauten werden gute Verbindungen zwischen den Aussenräumen ermöglicht. Die neue Turnhalle – zwar teils im Boden versenkt – wird über das Erdgeschoss dreiseitig und äusserst stimmungsvoll belichtet. Das vorgeschlagene Konzept bietet auch für den neuen Schultrakt der Oberstufe grosse Qualität: die zusammenhängende, gut strukturierte Korridorzone und die umlaufenden Unterrichtszimmer werden wechselweise mit Oblichtern belichtet – dadurch entsteht in der gesamten «Lernlandschaft» eine angenehme Atmosphäre. Das Gebäude ordnet sich den inventarisierten Bauten von Herter und Wehrli respektvoll unter und bildet gemeinsam mit letzteren ein städtebaulich überzeugendes, quartierverträgliches Ensemble.

Situationsmodell JOHANN BALTHASAR BULLINGER
Situationsmodell JOHANN BALTHASAR BULLINGER

JOHANN BALTHASAR BULLINGER

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Ganz Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Zürich

Standort

Schulanlage Hofacker
Hofackerstrasse 45
8032 Zürich

Weitere Informationen

Kontakt