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Neubau Schulanlage Thurgauerstrasse

Auf dem «Areal Thurgauerstrasse» soll ein lebendiger und gut durchmischter Quartierteil für rund 1800 Menschen entstehen. Mit dem starken Bevölkerungswachstum geht bereits heute ein erhöhter Bedarf an Schulraum einher. Bis 2024 soll daher auf dem Areal eine neue Schulanlage für rund 400 Schulkinder gebaut werden.

Schulanlage Thurgauerstrasse, Aussenansicht (Visualisierung: © loomn architektur visualisierung, Gütersloh)
Schulanlage Thurgauerstrasse, Aussenansicht (Visualisierung: © loomn architektur visualisierung, Gütersloh)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Bollhalder Eberle Architektur, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Pauli Stricker GmbH Landschaftsarchitekten, St. Gallen
  • Bauingenieurwesen
    Borgogno Eggenberger + Partner AG, St. Gallen

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im offenen Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym) mit anonymer Überarbeitung, 2017
  • Politischer Prozess
    Objektkredit durch Stadtrat genehmigt
  • Objektkredit Neubau Schulanlage
    CHF 59,274 Mio.
  • Bauzeit
    2021 – 2024

Auf dem «Areal Thurgauerstrasse» sollen Wohnungen, Angebote im Bereich «Wohnen im Alter», Gewerbeflächen, ein Schulhaus sowie ein Quartierpark entstehen. Der Gestaltungsplan für das Teilgebiet B (Schulanlage/Quartierpark) wurde im November 2019 vom Zürcher Gemeinderat gutgeheissen. Vom heutigen Familiengartenareal Grubenacker soll zugunsten der Neugestaltung eine Teilfläche von rund 1600 m2 für die neue Schulanlage und eine Teilfläche von rund 11 000 m2 für den Quartierpark aufgelöst werden. In den Jahren 2017 und 2018 wurde für die beiden Teilaufgaben – Schulanlage und Quartierpark – je ein Projektwettbewerb im offenen Verfahren durchgeführt. Bollhalder Eberle Architektur und Pauli Stricker GmbH Landschaftsarchitekten haben den Projektwettbewerb für die neue Schulanlage für sich entschieden.

Eine Schule fürs Quartier

Der geplante Neubau bettet sich dank seiner flachen L-Form gut in die Umgebung ein. Er umfasst Räumlichkeiten für 18 Primar- und 2 Kindergartenklassen im Tagesschulbetrieb, eine Doppelsporthalle sowie Aussenanlagen mit einem Rasenspielfeld als Teil des Quartierparks und einem Allwetterplatz. Die Unterrichtsbereiche mit Räumen für das Lehrpersonal sowie Archiv und Büros sind im 1. und 2. Obergeschoss in Schulraum-Clustern organisiert. Gemeinschaftliche Nutzungen (wie z.B. Musikschule, Therapie, Hausdienst, Bibliothek, WC-Anlagen) wie auch die beiden Kindergärten mit Aussenräumen sind im Erdgeschoss angeordnet.

Die natürlich belichtete Doppelsporthalle liegt im Untergeschoss und wird über einen separaten Eingang von der Thurgauerstrasse her erschlossen. Sie steht ausserhalb der Unterrichtszeiten auch Vereinen aus dem Quartier zur Verfügung. Die Mensa und der Mehrzweckraum befinden sich im Kopfbau hin zum neuen Quartierpark. Sie können für grössere Veranstaltungen zusammengeschlossen und gemeinsam genutzt werden. Der eigentliche Haupteingang sowie die Eingänge zu den einzelnen Klasseneinheiten befinden sich auf dem Pausenplatz auf dem Niveau der Grubenackerstrasse. Ein weiterer Eingang liegt im Bereich der Thurgauerstrasse. Die Vorzone der Schulanlage dient der Anlieferung und Parkierung. Als quartierverbindendes Element ist ein Weg für den Fuss- und Veloverkehr über das Areal geplant. Die vorgesehenen Aussenräume rund ums neue Schulhaus bieten unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten und sind abschnittsweise mit Bäumen, Sträuchern oder Pflanztrögen bepflanzt.

Neubau im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft

Bei der Planung wurde auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Energieversorgung und einen tiefen Energieverbrauch der Anlagen geachtet. Der Neubau wird im Minergie-P-ECO-Standard geplant. Eine von ewz errichtete und betriebene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und an einigen Fassadenteilen liefert Strom für den Eigenverbrauch. Ergänzend hierzu wird die Energie für Raumwärme, Warmwasser, Lüftung und sanfte Kühlung vollständig mit CO2-neutraler Umweltwärme über Erdsonden und Wärmepumpen abgedeckt. Während der sommerlichen Hitzeperioden sorgt das sog. «Freecooling» zusammen mit dem sommerlichen Wärmeschutz an der Fassade für ein angenehmes Raumklima in den Schulzimmern.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2017 wurde ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im offenen Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) durchgeführt. 79 Teams zusammengesetzt aus Fachleuten der Bereiche Architektur und Landschaftsarchitektur haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise und Ankäufe standen 225 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung. Für die Überarbeitung standen zusätzlich je 20 000 Franken pro Team zur Verfügung.

Nach einer unvorhergesehenen anonymen Überarbeitung mit drei Teams hat sich die Jury für das Projekt «NEPOMUK» entschieden. Das Projekt überzeugte mit seinem L-förmigen, fein gegliederten, niedrigen Baukörper, der sich gut in die Bebauung der Nachbarschaft einfügt und zum angrenzenden Quartierpark stimmig vermittelt. Das Raumprogramm der Schule wurde kinderfreundlich und flexibel für künftige Nutzungen umgesetzt. Besonders überzeugten auch seine Werte bei der ökologischen Nachhaltigkeit und in der innovativen Fassadengestaltung. Diese ist mit umlaufenden Bandfenstern und eingesetzten Photovoltaikelementen im Brüstungsbereich ausgestaltet.

Situationsmodell NEPOMUK
Situationsmodell NEPOMUK

NEPOMUK

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    Bollhalder Eberle Architektur, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Pauli I Stricker GmbH, Landschaftsarchitekten BSLA, St. Gallen

Standort

Schulanlage Thurgauerstrasse
Thurgauerstrasse 41
8050 Zürich

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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