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Ersatzneubau Wasserschutzpolizei Mythenquai

Das 65 Jahre alte Wachegebäude der Wasserschutzpolizei am Mythenquai soll durch einen Neubau ersetzt werden. Im dreigeschossigen Neubau ist neben der 24-Stunden-Wache neu auch die Kommissariatsleitung und die Fachgruppe Umweltdelikte geplant.

Wasserschutzpolizei Mythenquai (© E2A Architekten, Zürich)
Wasserschutzpolizei Mythenquai (© E2A Architekten, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Immobilien Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    E2A / Piet Eckert und Wim Eckert / Architekten ETH BSA SIA AG, Zürich
  • Baumanagement
    b+p baurealisation ag, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    Gruner Wepf AG, Zürich
  • HLKS-Ingenieurwesen
    Amstein & Walthert AG, Zürich
  • Elektro-Ingenieurwesen
    R+B engineering ag, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren nach SIA 142 (einstufig, anonym) mit anonymer Überarbeitung, 2012
  • Politischer Prozess
    Die Vorlage zum Objektkredit wurde an der Volksabstimmung vom 19.5.2019 mit 86 % Ja-Stimmen angenommen. 
  • Objektkredit
    CHF 20,97 Mio.
  • Bauzeit
    2020 – 2022

Das Wachegebäude der Wasserschutzpolizei am linken Zürichseeufer wurde im Jahr 1952 am Mythenquai errichtet. Seit längerer Zeit schon war es instandsetzungsbedürftig. Aufgrund der engen Platzverhältnisse vermochte es aktuellen betrieblichen Anforderungen nicht mehr zu genügen. In den vergangenen Jahren wurden im Hinblick auf den vorgesehenen Neubau nur die nötigsten Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Um den notwendigen Platz für mehr Personal, eine geschlechtergetrennte Infrastruktur und zusätzliches Einsatzmaterial zu schaffen, wurde Ende der 1990er-Jahre ein zweigeschossiges Containerprovisorium auf dem Areal bereitgestellt.

Zeitgemässe Infrastruktur für die Sicherheit auf dem Zürichsee

Der dreigeschossige Neubau zeichnet sich durch eine kompakte, einfache Architektur aus und orientiert sich an den bestehenden Wasserbauten und Bootsstegen in der Nachbarschaft. Für die Einsatzschiffe wird auf der Seeseite eine Bootshalle und für die Dienstfahrzeuge auf der Landseite eine Garage erstellt. Durch die neue Aufteilung lassen sich die betrieblichen Abläufe optimieren und die polizeilichen von den zivilen Aufgaben entflechten. Die Räume weisen genügen Flexibilität auf und sind so angeordnet, dass ein effizienter Dienstbetrieb gewährleistet ist. Wasser- als auch landseitig ist die Anlage sehr übersichtlich gestaltet. Alle erforderlichen Infrastrukturen der Wasserschutzpolizei – Bootshalle für Einsatzschiffe und Garage für Dienstfahrzeuge, Garderoben mit Nasszellen, Tauchraum und Diensteingang – werden im Erdgeschoss untergebracht. Im 1. Obergeschoss sind Lager-, Technik sowie Ruheräume geplant. Die Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden der Wasserschutzpolizei, der Kommandoraum und der Kundenbereich befinden sich im 2. Obergeschoss. Der Kommandoraum ist auf drei Seiten grossflächig verglast und ermöglicht so die notwendige Sicht auf das Einsatzgebiet. Von dort werden alle Aufträge und Einsätze der Wasserschutzpolizei disponiert, koordiniert und direkt geführt.

Ersatzneubau im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft

In das Tragwerk aus Beton wird ein «Holzkörper» einbeschrieben, der im Obergeschoss bis an die Betonfassade reicht und im Erdgeschoss Platz für Zugänge und Arkaden freispielt. Dieser hohe Grad an Vorfertigung sowohl der statischen als auch der übrigen Bauteile verspricht eine minimale Belastung des Ortes während des Bauprozesses. Der Neubau wird im Minergie-ECO-Standard gebaut. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, mit der rund 90 Prozent des Energiebedarfs der neuen Wache abgedeckt werden können. Damit leistet sie einen Beitrag, die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2012 wurde ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) mit anschliessender anonymer Überarbeitung mit zwei Teams durchgeführt. 12 Architekturteams haben einen Projektvorschlag eingereicht. Für Preise, Ankäufe und Entschädigungen standen 110 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung. Für die Überarbeitung standen zusätzlich je 5 000 Franken pro Team zur Verfügung.

Nach einer unvorhergesehenen anonymen Überarbeitung mit zwei Teams hat sich die Jury für das Projekt «CORAY» entschieden. Das Projekt überzeugte mit seinem im Ausdruck sehr klaren, kompakten Baukörper, der mit einem kleinen Fussabdruck auskommt. Der städtebaulich, architektonisch und aussenräumlich überzeugende Neubau ergänzt das Ensemble der Clubhäuser in seiner Nachbarschaft in einer selbstbewussten, aber stimmigen und einfachen Art und Weise.

Situationsmodell CORAY
Situationsmodell CORAY

CORAY

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    E2A Eckert Eckert Architekten AG, Zürich

Standort

Wasserschutzpolizei Mythenquai

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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