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Instandsetzung und Ersatzneubau Restaurant Alter Tobelhof

Über mehr als fünf Jahrhunderte ist der «Alte Tobelhof» mit seinen fünf Gebäuden zu einem Weiler gewachsen. Die umfassende Instandsetzung ermöglicht nun einen reibungslosen Betrieb des beliebten Ausflugrestaurants mit Aussicht auf das Glattal.

Südansicht Restaurant Alter Tobelhof (© Roger Frei, Zürich)
Südansicht Restaurant Alter Tobelhof (© Roger Frei, Zürich)

Der Weiler «Alter Tobelhof» am nördlichen Ausläufer des Adlisbergs gelegen, ist seit Ende der 1950er Jahre ein beliebtes Ausflugsziel. Seine erste Erwähnung geht auf das Jahr 1315 zurück. Die ganze Anlage steht integral unter Schutz. Der Weiler ist über die Jahrhunderte stetig gewachsen: Wohnhaus, Stall, Scheune, Mosterei und Garage sind im Laufe der Zeit zu einem grossen Konglomerat verschmolzen, das von einer kompliziert geformten Dachfläche bedeckt ist. Ein solcher in Würde gealteter Hof hat seinen eigenen Charme, aber auch seine Unzulänglichkeiten als stark frequentiertes Speiserestaurant. So schrieb das Amt für Hochbauten 2012 für die Stadt Zürich als Eigentümerin des «Alten Tobelhof» ein Planerwahlverfahren aus, um über Vorschläge für den Ersatzneubau der ehemaligen Mosterei das für diese Aufgabe geeignetste Architektenteam zu finden. Die siegreiche «ARGE Tobelhof», unter Führung des Architekturbüros Phalt, nahm die bereits vorab ausgearbeitete Machbarkeitsstudie auf. Sie schafften zudem mit wenigen, an den richtigen Stellen gesetzten Durchbrüchen einen neuen, durchgängigen Servicekorridor der die funktionalen Defizite behebt. Der Ersatzneubau, welcher anstelle der «Alten Mosterei» entstand und die Anlage nach Osten hin erweitert, bietet unter anderem dem Personal einen Aufenthaltsraum, ein kleines Büro, Platz für die Vorbereitungen sowie im Keller eine Wäscherei. In seinem architektonischen Ausdruck ist er klar als Neubau zu erkennen; das einfache Satteldach gliedert sich in die bestehende Dachlandschaft ein, die Holzfassade nimmt die traditionellen Merkmale wie unregelmässig verteilte Deckleisten auf.

Die baulichen Eingriffe an der bestehenden Bausubstanz fielen unterschiedlich aus: Am tiefsten wurde bei der ehemaligen «Gelben Stube» (heute: «Gartenstube») eingegriffen. Die «Hofstube», die «Kaminstube» sowie die «Gaststube» wurden aufgefrischt.

Die umfangreichen neuen Installationen der Gebäudetechnik sind für den Gast nahezu unsichtbar: Zuluft- und Abluftstellen der Lüftung sowie die Wärmeabgabesysteme sind diskret in den Kachelöfen der «Hofstube» und «Kaminstube», unter den Sitzbänken in der «Gaststube» oder hinter dem Holztäfer in der «Gartenstube» versorgt. Für die Wärmeerzeugung sorgt eine ökologische Erdsondenwärmepumpe. Die technischen Anlagen füllen zahlreiche Räume im Keller und unter dem Dach. Von aussen ist der Tobelhof noch immer der Gleiche, ergänzt durch einen bescheidenen Anbau. Innen ist hingegen das 21. Jahrhundert eingezogen – man merkt es einfach erst auf den zweiten Blick.

  • Bauherrschaft: Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung: Liegenschaften Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung: Amt für Hochbauten
  • Architekten: ARGE Tobelhof (phalt Architekten AG Zürich, Jaeger Baumanagement AG, Zürich)
  • Erstellungskosten: 11.6 Mio. Franken
  • Bauzeit: 2015 – 2016

Standort

Restaurant Alter Tobelhof
Tobelhofstrasse 236
8044 Zürich

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