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Pavillon Le Corbusier

Unweit des Seeufers steht das letzte Bauwerk Le Corbusiers am Rand eines weiträumigen Parkareals. Nun wurde die 1967 fertiggestellte Architektur-Ikone akribisch restauriert und für einen künftigen Ausstellungsbetrieb ertüchtigt.

Neuer Steg zum Atelier Haller mit Verbindung zu Pavillon und See (© Georg Aerni, Zürich)
Neuer Steg zum Atelier Haller mit Verbindung zu Pavillon und See (© Georg Aerni, Zürich)

Der Pavillon Le Corbusier ist das einzige Werk des Jahrhundertarchitekten in der Deutschschweiz. Der von der Galeristin Heidi Weber 1960 initiierte, ab 1964 bis 1967 errichtete Ausstellungsbau befindet sich seit 2014 im Besitz der Stadt Zürich. Zusammen mit dem Atelier Haller und dem Museum Bellerive bildet er das künftig aufzuwertende Museumsviertel untere Höschgasse im Zürcher Seefeld.

Ziel der Gesamtinstandsetzung war es, den denkmalgeschützten Pavillon bzw. seine historische Bausubstanz grösstmöglich zu erhalten und an die Anforderungen eines zeitgemässen Ausstellungsbetriebs anzupassen. Verantwortlich für den Betrieb ist das Museum für Gestaltung Zürich. Die Architekten Arthur Rüegg und Silvio Schmed haben den komplett in Stahl und Glas ausgeführten Bau ab Herbst 2017 bis Frühling 2019 akribisch und mit viel Sachverstand restauriert. Eine internationale Expertengruppe begleitete die vorab erarbeitete Machbarkeitsstudie. Darin wurde dringender Handlungsbedarf aufgezeigt hinsichtlich Dichtigkeit der Gebäudehülle, Korrosionsschäden an Oberflächen und defekter Infrastruktur. Zudem fehlte das Mobiliar und teilweise die Beleuchtung.

Die Instandsetzung umfasste eine aufwendige Entschichtung der Blechflächen der Stahlschirme sowie der Stahlprofile der Aussenfassaden. Nach einer genauen Farbbestimmung wurden eine mehrlagige Korrosionsbeschichtung sowie zwei Farbschichten aufgetragen. Schadhafte Stellen der Sockelbleche im Erdgeschoss und der Anschlussbleche an Geländer und den Bänken auf dem Dach wurden ersetzt. Bis auf die teilweise originale Verglasung der Ostfassade wurden die anderen Isolierglaspaneele mehrheitlich ersetzt und von neuen Silikonprofilen eingefasst. Im Untergeschoss sorgt eine neue Bodenheizung unter dem ursprünglichen Schieferboden und ein Luftentfeuchter für ein angenehmes und ausstellungskonformes Raumklima. Die originalen Farbflächen in den Obergeschossen wurden retuschiert, die Lackierungen aufgefrischt. Möbel und Leuchten konnten aufgrund von vorgängig angefertigten Aufmassen originalgetreu nachgebaut werden. 

Die Instandsetzung umfasste eine aufwendige Entschichtung der Blechflächen der Stahlschirme sowie der Stahlprofile der Aussenfassaden. Nach einer genauen Farbbestimmung wurden eine mehrlagige Korrosionsbeschichtung sowie zwei Farbschichten aufgetragen. Schadhafte Stellen der Sockelbleche im Erdgeschoss und der Anschlussbleche an Geländer und den Bänken auf dem Dach wurden ersetzt. Bis auf die teilweise originale Verglasung der Ostfassade wurden die anderen Isolierglaspaneele mehrheitlich ersetzt und von neuen Silikonprofilen eingefasst. Im Untergeschoss sorgt eine neue Bodenheizung unter dem ursprünglichen Schieferboden und ein Luftentfeuchter für ein angenehmes und ausstellungskonformes Raumklima. Die originalen Farbflächen in den Obergeschossen wurden retuschiert, die Lackierungen aufgefrischt. Möbel und Leuchten konnten aufgrund von vorgängig angefertigten Aufmassen originalgetreu nachgebaut werden.

  • Bauherrschaft: Immobilien Stadt Zürich
  • Vertreten durch: Amt für Hochbauten
  • Betrieb: Museum für Gestaltung Zürich
  • Bauzeit: 2017 – 2019
  • Architektur: Silvio Schmed, Arthur Rüegg, Zürich
  • Erstellungskosten: 5.02 Mio. Franken 

Standort

Pavillon Le Corbusier
Höschgasse 8
8008 Zürich

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