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Neubau Wohnsiedlung Areal Hornbach

Die Neubauten der städtischen Wohnsiedlung Hornbach schaffen an der Hornbachstrasse ein attraktives «Tor zum Quartier». Ab Februar 2021 stehen dort 125 Wohnungen, Ateliers und Gewerberäume sowie ein Hort, eine Kindertagesstätte und ein Werkhof von Grün Stadt Zürich etappenweise zum Bezug bereit. Das Angebot an gemeinnützigen Wohnungen wird damit ausgebaut und die Stadt Zürich leistet einen wichtigen Beitrag zu einer guten sozialen Durchmischung im Quartier.

Blick von der Bellerivestrasse auf die neue Wohnsiedlung Hornbach. (Situation, September 2020; Fertigstellung 2021). (© Seraina Wirz, Zürich)
Blick von der Bellerivestrasse auf die neue Wohnsiedlung Hornbach. (Situation, September 2020; Fertigstellung 2021). (© Seraina Wirz, Zürich)

  • Bauherrschaft: Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung: Liegenschaften Stadt Zürich
  • Bauherrenvertretung: Amt für Hochbauten
  • Architektur: Knapkiewicz & Fickert AG, Zürich
  • Landschaftsarchitektur: Ryffel + Ryffel AG Landschaftsarchitekten, Uster

  • Auswahlverfahren: Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren mit 15 Teams nach SIA 142 (einstufig, anonym), 2012
  • Politischer Prozess: abgeschlossen
  • Objektkredit: CHF 100,7 Mio.
  • Bauzeit: 2018 – 2021

Die Überbauung besteht aus zwei die Hornbachstrasse fassenden Gebäuden – dem Zeilenbau auf dem südlichen und dem offenen Blockrand auf dem nördlichen Teilareal. Sie bettet sich dank ihrer Staffelung in der Höhe sowie den Vor- und Rücksprüngen in der Fassade gut in die Umgebung ein und nimmt auf die Nachbarbebauungen Rücksicht. Die zweifarbige Fassade trägt ebenfalls zu der gelungenen Massstäblichkeit bei und lässt diesen Bau lebendig erscheinen.

Massvolle Verdichtung und Nutzungsmix mit Qualität

Auf beide Teilareale verteilt bietet die neue Siedlung Platz für insgesamt 125 familienfreundliche nach dem Kostenmiete-Prinzip bewirtschaftete 2- bis 5½-Zimmer-Wohnungen und zwei Clusterwohnungen für gemeinschaftliches Wohnen. Dank einer klugen Raumaufteilung ist der Wohnflächenverbrauch gering. Die Balkone und Loggien sind geschickt versetzt angeordnet, um vor ungewollten Einblicken zu schützen und trotzdem die Ausrichtung hin zum See zu ermöglichen. Die Waschküchen mit angrenzenden Terrassen auf Dachebene bieten spannende Ausblicke ins Quartier.
An der Bellerivestrasse wurden zudem attraktive Ateliers, Ladenlokale und Räume für Kleingewerbe geschaffen sowie ein Gemeinschaftsraum angeordnet, was zu einer Belebung des Strassenraums beiträgt. Durch das Zurückversetzen des Zeilenbaus an der Ecke Bellerive-/Hornbachstrasse wird ein urbaner baumbestandener Platz geschaffen. Die beiden neuen Kinderbetreuungsstätten (Hort und KiTa) mit Zugang zum ruhigen Innenhof sowie ein Werkhof für Grün Stadt Zürich sind auf dem nördlichen Teilareal untergebracht.

Nachhaltigkeit verpflichtet – gute Räume für Bewohnende und Quartier

Die fünf- bis sechsgeschossigen, beidseits der Hornbachstrasse etwas zurückversetzten Gebäude bilden das neue «Tor zum Wohnquartier». Die Siedlung bietet öffentlich zugängliche, ruhige Aussenräume, die sowohl von den Bewohnenden als auch von der Nachbarschaft genutzt werden können. Zu einer guten Aufenthaltsqualität und zu einem guten Lokalklima wird auch die geplante Öffnung des Hornbachs im Bereich der Wohnsiedlung beitragen. Er wird hochwassersicher gestaltet und naturnah mit säumenden Baumbepflanzungen ausgebaut. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2023 starten. Die Hornbachstrasse gewinnt auch mit dem Kunst-und-Bau-Werk «SOSOS`» des Künstlerduos «Haus am Gern» an Attraktivität. In den Eingangsnischen zur Wohnsiedlung sind Mosaike nach antikem Vorbild angebracht. Sie zeigen einen ungewischten Boden nach einem Gastmahl. Durch Vergrösserung und Verfremdung der Sujets wird das Werk in den zeitgenössischen Diskurs überführt. Die Motive der heiteren, mediterran anmutenden Arbeit wurden so gewählt, dass jeder Eingang von einem unverkennbaren Gegenstand wie etwa einer Miesmuschel oder einer Eierschale individuell geprägt wird und einladen soll, das Werk zu erkunden.

Neubau im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft

Die Siedlung wurde im Rahmen der Vorgaben der kantonalen Wohnbauförderung des Kantons Zürich im Minergie-P-ECO-Standard erstellt und verfügt neben einer Photovoltaik-Anlage auch über Anschlüsse zum zukünftigen «Seewasserverbund Klausstrasse», der nebst der Wärmeversorgung im Winter auch die ganzjährige Warmwasserversorgung sicherstellen soll.

Architekturwettbewerb

Zur Qualitätssicherung von Neubauten setzt das Amt für Hochbauten auf den Architekturwettbewerb. Im Jahr 2012 wurde ein einstufiger, anonymer Architekturwettbewerb im selektiven Verfahren gemäss Ordnung für Architektur- und Ingenieurwettbewerbe SIA 142 (Ausgabe 2009) mit 15 Teams durchgeführt. Für Preise, Ankäufe und feste Entschädigungen standen 215 000 Franken (exkl. MwSt.) zur Verfügung. Jedes Team erhielt 5 000 Franken als fixe Entschädigung. 
Das Siegerprojekt «1001 Nacht» zeigte eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem gemeinnützigen Wohnungsbau, die hier auf kleiner Wohnfläche neue, sehr stimmige und praktikable Grundrisse mit grossen Qualitäten hervorbringt. Gut ausgerichtete, private Aussenräume und abschliessbare Wohnküchen haben einen hohen Gebrauchswert für die überwiegend von Familien genutzten Wohnungen. Die Überbauung besteht aus einem nördlichen Blockrand und einem südlichen Zeilenbau, die an der Mündung der sie flankierenden Hornbachstrasse einen kleinen Platz bildet und sich sensibel in die umgebende Bebauung einfügt.

Situationsmodell 1001 Nacht
Situationsmodell 1001 Nacht

1001 NACHT

1. Rang | 1. Preis
Antrag zur Weiterbearbeitung

  • Architektur
    K. Knapkiewicz + A. Fickert, Zürich
  • Landschaftsarchitektur
    Ryffel + Ryffel Büro für Garten- und Landschaftsarchitektur, Uster

Standort

Wohnüberbauung Hornbach
Hornbachstrasse 23
8008 Zürich

Weitere realisierte Projekte

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