NIS-Strahlung

Höhere Kapazitäten durch Ausbau der Mobilfunknetze
Seit Einführung der Mobilfunktechnologie hat deren Nutzung beständig zugenommen, speziell der Datenverkehr. Jedes Jahr verdoppelt sich die übertragene Datenmenge. Um die benötigte Kapazität bereitstellen zu können, werden die bestehenden Mobilfunknetze beständig weiter ausgebaut und auch neue Funktechnologien eingeführt.

Aktuelle Situation

Nachdem im Jahr 2012 der Netzausbau mit LTE (Long Term Evolution) begonnen wurde, steht jetzt wieder eine neue Technologie (5G) zur Einführung bereit. Auch in der Stadt Zürich geht der Netzausbau ständig weiter. Jedes Jahr werden zusätzliche Mobilfunkstandorte bewilligt und gebaut sowie bestehende Anlagen umgebaut. Mittlerweile sind in Zürich auch schon Anlagen mit der neuen Funktechnologie 5G in Betrieb.

Ursachen & Belastungen

Das Nutzerverhalten beim Mobilfunk führt zu einer grösseren Anzahl von benötigten Sendeanlagen. Speziell in den Städten, so auch in Zürich, steigt die Dichte der Mobilfunkstandorte stark an. Somit steigen auch die dadurch verursachten Emissionen an nichtionisierender Strahlung entsprechend an.

Auswirkungen

Bisher liegen keine wissenschaftlich begründeten Hinweise dafür vor, dass gesundheitliche Schäden durch nichtionisierende Strahlung auch unterhalb der geltenden Grenzwerte verursacht werden können. Dennoch besteht in der Bevölkerung nach wie vor Skepsis hinsichtlich drahtloser Übertragungstechniken und der damit verbundenen Strahlenbelastung. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den Anfragen, die vom Umwelt- und Gesundheitsschutz behandelt werden.

Massnahmen der Stadt Zürich

Im Rahmen des Bewilligungsverfahrens für Mobilfunkanlagen werden die Immissionsberechnungen auf ihre Konformität mit der seit dem Jahr 2000 gültigen Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) und der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) herausgegebenen Vollzugsempfehlung zur NISV geprüft. Darüber hinaus werden die Berichte zu den Abnahmemessungen von Sendeanlagen auf Richtigkeit kontrolliert. Ausserdem werden die Betriebsdaten bestehender Anlagen stichprobenartig auf die Einhaltung der bewilligten Leistungs- und Antennendaten überprüft.