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Gleichstellungspreis

In der Stadt Zürich leben 400'000 Menschen in unterschiedlichen Familien- und Lebensformen. Die Gleichstellung von Frau und Mann, von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersex- und Trans-Menschen ist noch nicht erreicht – weder auf dem Papier noch in der Realität. Der Stadtrat prämiert deshalb innovatives und nachhaltiges Engagement für die Gleichstellung mit einem Preis von 20'000 Franken. In diesem Jahr wird der Preis zum zwanzigsten Mal verliehen.

Gewinnerin 2017: Das Kompetenzzentrum TikK

Für ein friedliches Zusammenleben in Zürich

Das TikK-Team

Der Gleichstellungspreis 2017 geht an das Kompetenzzentrum TikK. Das TikK setzt sich seit über 20 Jahren für gewaltfreie Lösungen von interkulturellen Konflikten ein und engagiert sich für das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen verschiedener Herkunft sowie zwischen den Geschlechtern und Generationen.

Das in Zürich angesiedelte Kompetenzzentrum hat sich auf rassistische Diskriminierung und auf Konflikte um das Ausleben gleichgestellter Geschlechterrollen im Migrationskontext spezialisiert. Dabei geht es häufig um Themen wie persönliche Freiheiten, um von Eltern verbotene Liebesbeziehungen, Zwangsheirat oder Zwangsehe. Das TikK bietet Betroffenen – häufig junge Frauen, aber auch Männer – und Fachpersonen unentgeltliche Beratung und Begleitung und unterstützt sie darin, gewaltfreie Lösungen zu finden. Damit leistet das TikK einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung und zur Integration.

Ein Preis des Stadtrates

Der Stadtrat macht sich stark dafür, dass alle Zürcherinnen und Zürcher die gleichen Rechte und Chancen bekommen: Frauen, Männer, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Intersex- und Transmenschen. Seit 1997 gibt es deshalb den Gleichstellungspreis der Stadt Zürich.

Mit dem Preis würdigt der Stadtrat ausserordentliche Leistungen zugunsten der Gleichstellung. Der Preis ist mit 20 000 Franken dotiert. Er wird alle zwei Jahre bei einer Feier im Stadthaus Zürich verliehen.

Was ist preiswürdig?

Jede Aktivität (als Projekt oder dauerhafte Leistung), die gleiche Rechte und gleiche Chancen für eine oder mehrere Zielgruppen anstrebt: für Frauen, Männer, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Intersex- und Transmenschen.  

Mögliche Themen und Felder:

Wirtschaft/Arbeit

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • familien- und LGBTI- freundliche Personalpolitik
  • Lohngleichheit
  • gerechte Verteilung von unbezahlter und bezahlter Arbeit
  • Förderung einer ausgewogenen Geschlechterverteilung im Kader
  • Qualifizierungsmassnahmen für Migrantinnen

Aus- und Weiterbildung

  • gendersensibler Unterricht 
  • gendersensible Lehrmittel
  • breitere Berufswahl für Mädchen und Jungen
  • betriebliche Massnahmen zur Förderung der Gleichstellung

Mädchen- und Bubenarbeit

  • Handlungsspielraum von Mädchen und Jungen erweitern
  • Rollenmuster aufweichen

Abbau von Gewalt

  • Bekämpfung von häuslicher Gewalt
  • Projekte gegen Homo- und Transphobie
  • Präventionsmassnahmen gegen sexuelle Belästigung
  • Gewaltprävention bei Mädchen und Jungen
  • Stärkung der Frauenrechte

Medien / Kultur / Sport

  • kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterbildern
  • Debatten über Sexismus in Sprache und Werbung
  • vermehrter Einbezug von Mädchen und Frauen in Angeboten der Sportvereine, insbesondere Migrantinnen

Politik

  • ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in politischen Gremien

Bedingungen

Wer kann sich für den Gleichstellungspreis bewerben? Personen, Vereine, Firmen, Organisationen, Institutionen oder Gruppierungen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie haben Ihren Wohn- bzw. Firmensitz in der Stadt Zürich
  • Ihre Aktivitäten für die Gleichstellung haben einen Bezug zur Stadt Zürich

Wer kann sich nicht bewerben?

  • Projekte, die vorwiegend von der öffentlichen Hand finanziert werden
  • Organisationen, die in den letzten drei Jahren ausgezeichnet wurden

Darf man statt einer Bewerbung auch eine Empfehlung abgeben? Ja. Sie können einen Vorschlag einreichen, wer Ihrer Meinung nach den Preis verdient hat.

Bewerbungsunterlagen

Der Gleichstellungspreis wird im Jahr 2019 erneut verliehen. Die Bewerbungsfrist und das Bewerbungsformular werden zu einem späteren Zeitpunkt hier veröffentlicht.

Haben Sie Fragen? Gerne können Sie sich an das Sekretariat Gleichstellungspreis wenden: 

Stadt Zürich – Fachstelle für Gleichstellung
Sekretariat Gleichstellungspreis
Stadthausquai 17, 8001 Zürich

gleichstellung@zuerich.ch
Tel. 044 412 48 26

Jury

Eine Jury überprüft die Bewerbungen und unterbreitet dem Stadtrat Vorschläge für die Auszeichnungen. Die Jurymitglieder sind Persönlichkeiten, die sich für die Gleichstellung engagieren. Sie werden vom Stadtrat gewählt.
Vorsitzender der Jury ist Stadtrat Daniel Leupi.

Die Jurymitglieder sind:
Nicole Althaus (Journalistin, Mitglied der Chefredaktion NZZ am Sonntag, ehemalige Chefredaktorin «wir eltern», Initiantin «Mamablog» im Tages-Anzeiger)
Lu Decurtins (Sozialpädagoge, Supervisor)
Daniel Huber (ehemals Geschäftsführer der Fachstelle UND Familien und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen)
Tarek Naguib (Jurist mit Schwerpunkt Menschenrechtsschutz)
Chitra Russo-Chrysostom (Sozialarbeiterin/Hortleiterin und Vorstandsmitglied des Ausländerinnen- und Ausländerbeirats).

Sekretariat

Das Sekretariat des Gleichstellungspreises wird von der Fachstelle für Gleichstellung geführt. Die Fachstelle leitet die Bewerbungen an die Jury weiter, koordiniert die Sitzungen und organisiert die Feier.

Weitere Informationen

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