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Erwerbstätigkeit

Erwerbsquote von Frauen und Männern

Nach Altersgruppe, Stadt Zürich 2018

Quelle: Statistik Stadt Zürich, BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2018

Die Erwerbsquote besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen ist gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Zu den Erwerbspersonen gehören sowohl Erwerbstätige wie auch Erwerbslose, die auf Stellensuche sind und für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verfügbar wären. Die Erwerbsquote sagt nichts über den Beschäftigungsgrad aus. Das heisst: Ob jemand zu 20 oder 100 Prozent erwerbstätig ist, spielt für die Erwerbsquote keine Rolle.

Bei den Männern ist die Erwerbsquote höher als bei den Frauen: Durchschnittlich 81,5 Prozent der männlichen und 68,2 Prozent der weiblichen Bevölkerung ab 15 Jahren sind erwerbstätig oder auf Stellensuche. Die Quoten der Stadt Zürich liegen etwas über den gesamtschweizerischen Werten. Die höchsten Erwerbsquoten weisen mit über 95 Prozent die 30-39-jährigen Männer auf. Bei den Frauen ist die Erwerbsquote in der Altersgruppe der 50 bis 54-jährigen am höchsten.

Die Erwerbsquote der Frauen ab 30 Jahren ist tiefer als jene der Männer. Dies ist einerseits auf die Familiengründungsphase und Fokussierung auf die Kindererziehung zurückzuführen und andererseits darauf, dass sich Frauen früher aus dem Erwerbsleben zurückziehen als Männer.

Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten von Frauen und Männern

Nach Altersgruppe, Stadt Zürich 2018

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2018

Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten* besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen in Vollzeitäquivalenten ist, gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Für die Berechnung der Erwerbspersonen in VZA wird jede beschäftigte Person mit ihrem Erwerbspensum gewichtet (eine 50 % erwerbstätige Person wird entsprechend mit dem Faktor 0,5 gewichtet), Erwerbslose ILO werden mit dem gewünschten Beschäftigungsgrad gewichtet.

Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten liegt bei den Frauen bei 51,8 Prozent, bei den Männer bei 73,2 Prozent. Weil Frauen häufiger als Männer Teilzeit arbeiten, unterscheiden sich die Erwerbsquoten in VZA stärker zwischen den Geschlechtern als die Erwerbsquoten. Die Geschlechterunterschiede nehmen mit zunehmendem Alter zu. Grund hierfür dürfte einerseits die stärkere Verbreitung von Teilzeitarbeit bei Frauen während der Familienphase sowie der frühere Rückzug aus dem Erwerbsleben sein.

*Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer Arbeitsstelle mit einem Vollzeit-Beschäftigungsgrad.

Teilzeit- und Vollzeiterwerbstätigenquote von Frauen und Männern

Stadt Zürich 2018

Quelle: Statistik Stadt Zürich, BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2018

Die Teilzeiterwerbstätigenquote misst den Anteil Teilzeiterwerbstätiger Personen an der Bevölkerung, die Vollzeiterwerbstätigenquote den Anteil Vollzeiterwerbstätiger an der Bevölkerung. Pensen bis 90 Prozent gelten als Teilzeitpensen, Pensen von 90 und mehr Prozent als Vollzeitpensen.

Bei den Männer ist Teilzeitarbeit deutlich weniger verbreitet als bei den Frauen. Die Teilzeiterwerbstätigenquote varriert stark nach Alter. Bei den Frauen liegt die Teilzeiterwerbstätigenquote in den Altersgruppen ab 35 Jahren bei über 50 Prozent. Bei den Männern ist sie mit 26,1 Prozent in der Altersklasse der 40-44-Jährigen am höchsten, was auf familiäre Verpflichtungen hindeutet. Ebenfalls vergleichsweise hoch ist die Teilzeiterwerbstätigenquote der 25-29-Jährigen und der 55-59-Jährigen.

Beschäftigungsvolumen von Frauen und Männern: Entwicklung

Stadt Zürich, 2008 bis 2018 (Jahresmittelwerte)

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Beschäftigtenstatistik BESTA, 2018

Das gesamte Beschäftigungsvolumen der in der Stadt Zürich erwerbstätigen Personen ist von gut 322 300 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2008 auf 367 000 Vollzeitäquivalente im Jahr 2018 gestiegen. Das sind rund 14 Prozent mehr. Der Anteil der Frauen am Beschäftigungsvolumen hat leicht zugenommen. Er stieg von 39 auf 41 Prozent.

Beschäftigungsgrad von Frauen und Männern: Entwicklung

Stadt Zürich, 2008 bis 2018 (Jahresmittelwerte)

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Beschäftigungsstatistik (BESTA), 2018

In der Stadt Zürich arbeiten deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit. Gut jede zweite Frau ist zu einem Beschäftigungsgrad von unter 90 Prozent erwerbstätig. Bei den Männern ist dies nur bei einem Fünftel der Fall. Seit 2008 hat sich der Anteil der Frauen, die zwischen 50 und 89 Prozent erwerbstätig sind, von 29,8 auf 33,6 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist der Anteil der Frauen, die weniger als 50 Prozent arbeiten, von 20,7 auf 18,5 Prozent gesunken. Ebenfalls gesunken ist der Anteil Vollzeit arbeitender Frauen: Er nahm ziwschen 2008 und 2018 1,6 Prozent ab und beträgt aktuell 47,9 Prozent.

Bei den Männern ist die Teilzeiterwerbstätigkeit in einem Pensum von 50 bis 89 Prozent von 10,2 Prozent im Jahr 2008 auf 14 Prozent im Jahr 2018 gestiegen. 

Die berufliche Stellung von Frauen und Männern

Stadt Zürich, 2018

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2018

Die berufliche Stellung von Frauen ist tendenziell tiefer als diejenige von Männern. Während zwei Drittel (64,6 %) der erwerbstätigen Frauen Arbeitnehmende ohne Vorgesetztenfunktion sind, ist dies nur bei gut der Hälfte der Männer (52,2 %) der Fall. Hingegen sind Männer deutlich häufiger als Frauen selbständig erwerbstätig. 

Die berufliche Stellung von Frauen ist tendenziell tiefer als diejenige von Männern. Während zwei Drittel (64,6 %) der erwerbstätigen Frauen Arbeitnehmende ohne Vorgesetztenfunktion sind, ist dies nur bei gut der Hälfte der Männer (52,2 %) der Fall. Hingegen sind Männer deutlich häufiger als Frauen selbständig erwerbstätig.

Unterbeschäftigung

Stadt Zürich, 2018

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2018

6,5 Prozent der erwerbstätigen Zürcherinnen und Zürcher sind unterbeschäftigt. Das heisst, sie möchten gerne mehr Erwerbsarbeit leisten.

Knapp 70 Prozent der unterbeschäftigten Männer sowie gut 50 Prozent der unterbeschäftigten Frauen möchten gerne Vollzeit arbeiten. Die anderen 34,9 Prozent (Männer) bzw. 48,2 Prozent (Frauen) möchten ihren Teilzeitgrad erhöhen.

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