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Erwerbstätigkeit

Erwerbsquote von Frauen und Männer nach Altersgruppe, Stadt Zürich 2021

Quelle: Statistik Stadt Zürich, BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2021

Die Erwerbsquote besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen ist gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Zu den Erwerbspersonen gehören sowohl Erwerbstätige wie auch Erwerbslose, die auf Stellensuche sind und für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verfügbar wären. Die Erwerbsquote sagt nichts über den Beschäftigungsgrad aus. Das heisst: Ob jemand zu 20 oder 100 Prozent erwerbstätig ist, spielt für die Erwerbsquote keine Rolle.

Bei den Männern ist die Erwerbsquote höher als bei den Frauen: Durchschnittlich 790 Prozent der männlichen und 70 Prozent der weiblichen Bevölkerung ab 15 Jahren sind erwerbstätig oder auf Stellensuche. Die höchsten Erwerbsquoten weisen mit über 97,3 Prozent die 45- bis 49-jährigen Männer auf. Bei den Frauen ist die Erwerbsquote in der Altersgruppe der 30- bis 34-Jährigen am höchsten.

Die Erwerbsquote der Frauen ab 30 Jahren ist tiefer als jene der Männer. Dies ist einerseits auf die Familiengründungsphase und Fokussierung auf die Kindererziehung zurückzuführen und andererseits darauf, dass sich Frauen früher aus dem Erwerbsleben zurückziehen als Männer.

Erwerbsquote von Frauen und Männern in Vollzeitäquivalenten, Stadt Zürich 2021

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2021

Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten* besagt, wie hoch der Prozentsatz an Erwerbspersonen in Vollzeitäquivalenten ist gemessen an der entsprechenden Referenzbevölkerung. Für die Berechnung der Erwerbspersonen in Vollzeitäquivalenten wird jede beschäftigte Person mit ihrem Erwerbspensum gewichtet (eine zu 50 Prozent erwerbstätige Person wird entsprechend mit dem Faktor 0,5 gewichtet), Erwerbslose gemäss ILO werden mit dem gewünschten Beschäftigungsgrad gewichtet.

Die Erwerbsquote in Vollzeitäquivalenten liegt bei den Frauen bei 53,4 Prozent, bei den Männern bei 71,1 Prozent. Weil Frauen häufiger als Männer Teilzeit arbeiten, unterscheiden sich die Erwerbsquoten in Vollzeitäquivalenten stärker zwischen den Geschlechtern als die Erwerbsquoten. Die Geschlechterunterschiede nehmen mit zunehmendem Alter zu. Grund hierfür dürfte einerseits die stärkere Verbreitung von Teilzeitarbeit bei Frauen während der Familienphase sowie der frühere Rückzug von Frauen aus dem Erwerbsleben sein.

*Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer Arbeitsstelle mit einem Vollzeit-Beschäftigungsgrad.

Teilzeit- und Vollzeiterwerbstätigenquote von Frauen und Männern, Stadt Zürich 2021

Quelle: Statistik Stadt Zürich, BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2021

Die Teilzeiterwerbstätigenquote misst den Anteil teilzeiterwerbstätiger Personen an der Bevölkerung, die Vollzeiterwerbstätigenquote den Anteil Vollzeiterwerbstätiger. Pensen bis 90 Prozent gelten als Teilzeitpensen, Pensen von 90 und mehr Prozent als Vollzeitpensen.

Bei den Männer ist Teilzeitarbeit deutlich weniger verbreitet als bei den Frauen. Die Teilzeiterwerbstätigenquote variiert zudem stark je nach Alter. Bei den Frauen liegt die Teilzeiterwerbstätigenquote in den Altersgruppen der 35- bis 54-Jährigen bei über 50 Prozent. Bei den Männern ist sie mit 26 Prozent in der Altersklasse der 40- bis 44-Jährigen am höchsten, was auf familiäre Verpflichtungen hindeutet.

Entwicklung Beschäftigungsvolumen von Frauen und Männern, Stadt Zürich 2009 bis 2021 (Jahresmittelwerte)

Quelle: BESTA, 2009–2021, Jahresmittelwert

Das gesamte Beschäftigungsvolumen der in der Stadt Zürich erwerbstätigen Personen ist von gut 323 700 Vollzeitäquivalenten im Jahr 2009 auf 379 200 Vollzeitäquivalente im Jahr 2021 gestiegen. Das sind rund 16 Prozent mehr. Der Anteil der Frauen am Beschäftigungsvolumen hat leicht zugenommen. Er stieg im selben Zeitraum von 39,5 auf 42,3 Prozent.

Entwicklung Beschäftigungsgrad von Frauen und Männern, Stadt Zürich 2009 bis 2021 (Jahresmittelwerte)

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Beschäftigungsstatistik (BESTA), 2009–2021 (Jahresmittelwerte)

In der Stadt Zürich arbeiten deutlich mehr Frauen als Männer Teilzeit. Gut jede zweite Frau ist zu einem Beschäftigungsgrad von unter 90 Prozent erwerbstätig. Bei den Männern ist dies nur bei einem Fünftel der Fall. Seit 2009 hat sich der Anteil der Frauen, die zwischen 50 und 89 Prozent erwerbstätig sind, von 30,3 auf 35,9 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist der Anteil der Frauen, die weniger als 50 Prozent arbeiten, von 20,4 auf 17,7 Prozent gesunken.

Bei den Männern ist die Teilzeiterwerbstätigkeit in einem Pensum von 50 bis 89 Prozent von 10,5 Prozent im Jahr 2009 auf 14,4 Prozent im Jahr 2031 gestiegen. 

Berufliche Stellung von Frauen und Männern, Stadt Zürich 2021

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2021

Die berufliche Stellung von Frauen ist generell tiefer als diejenige von Männern. Während etwas mehr als zwei Drittel (64,7 %) der erwerbstätigen Frauen Arbeitnehmende ohne Vorgesetztenfunktion sind, ist dies nur bei gut der Hälfte der Männer (54,4 %) der Fall. 18,1 Prozent der Frauen haben eine Vorgesetztenfunktion (Männer: 21,4 Prozent) und 4,9 Prozent sind in einer Unternehmensleitung tätig (Männer: 6,2 Prozent).

Unterbeschäftigung von Frauen und Männern, Stadt Zürich 2021

Quelle: Statistik Stadt Zürich, Daten: BFS, Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), 2021

93,9 Prozent der erwerbstätigen Zürcherinnen und Zürcher geben an, dass Sie mit ihrem Beschäftigungsgrad zufrieden sind.  6,1 Prozent geben an, unterbeschäftigt zu sein und gerne mehr Erwerbsarbeit leisten zu wollen.

Knapp 65 Prozent der unterbeschäftigten Männer sowie 51 Prozent der unterbeschäftigten Frauen möchten gerne Vollzeit arbeiten. Die anderen 35,1 Prozent (Männer) bzw. 49 Prozent (Frauen) möchten ihren Teilzeitgrad erhöhen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Teilzeitarbeit nicht immer eine befriedigende Lösung darstellt. Von Unterbeschäftigung sind vor allem Mütter mit Partner*in und Kindern sowie alleinerziehende Mütter betroffen. 

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