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Bildung & Berufswahl

Kinder rennen aus dem Schulhaus
Foto: iStock

«Ist es ein Junge oder ein Mädchen?» Wer von uns stellt diese Frage nicht, wenn er oder sie von der Geburt eines Kindes erfährt? Die Frage nach dem Geschlecht wird früh gestellt, und sie beeinflusst die Entwicklung von Kindern zu jungen Menschen.

Geschlechterstereotype sind Vorstellungen darüber, wie Mädchen und Jungen, Frauen und Männer «sind». Sie umfassen das Aussehen, Eigenschaften, Fähigkeiten, Interessen, Vorlieben, etc.  Geschlechterstereotype sind tief in unserer Kultur und unserem Denken verankert, und sie haben erstaunlich vielseitige und vielschichtige Konsequenzen. Sie können uns in unserer individuellen Entfaltung behindern, und sie sind (mit)entscheidend für die Berufswahl und die Arbeitsteilung in der Familie.

Der Einfluss von Geschlechterstereotypen wird oft unterschätzt: Auch wenn wir Personen nicht wegen ihres Geschlechts anders behandeln wollen, beurteilen wir Kinder und Erwachsene auch immer danach, ob sie sich «weiblich» oder «männlich» benehmen. So tragen wir unabsichtlich zur Aufrechterhaltung von Geschlechterstereotypen bei. Umso wichtiger ist es, ein Bewusstsein für Geschlechterstereotypen zu entwickeln.

Bildung

Die Schule ist eine zentrale Sozialisationsinstanz. Die Weichen für die geschlechtsspezifische Entwicklung von Interessen und Fähigkeiten werden früh gestellt und in Schule und Unterricht oft weitergeschrieben und verstärkt. Daraus resultieren geschlechtsspezifische Unterschiede im Interesse, im Selbstvertrauen und in den Leistungen in den verschiedenen Fächern.

Durch gendersensibles und geschlechtergerechtes Handeln tragen Schulleitungen, Lehr- und Betreuungspersonen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter dazu bei, Geschlechtsstereotype zu verflüssigen. Ein reflektierter Umgang mit dem Thema Geschlecht ermöglicht Mädchen und Jungen eine individuelle Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Interessen. 

Berufswahl

Geschlechterstereotype beeinflussen die Berufswahl. In der Schweiz ist die Berufswahl nach wie vor stark geschlechtsspezifisch geprägt. Männer wählen Berufe im Baugewerbe, im Ingenieurwesen oder im technischen Bereich – Frauen erlernen Berufe der persönlichen Dienstleistungen sowie des Gesundheits- und Sozialwesens.

Kinder und Jugendliche schliessen Berufe, die nicht ihrem Geschlecht zugeordnet werden, bereits früh aus ihrer Auswahl aus. Dadurch bleiben Talente unentdeckt und viel Potential ungenutzt.

Was wir tun

Wir setzen uns dafür ein, dass Mädchen und Jungen ihre Persönlichkeit losgelöst von Geschlechterstereotypen entfalten können:

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