Unsere Pädagogik - Denkwege
Das Konzept «Denkwege»
In unserer Schuleinheit leben und fördern wir das Programm «Denkwege» von der Kindergartenzeit bis zum Ende der Primarschule. Es unterstützt die Schülerinnen und Schüler (SuS) strukturiert dabei, emotionale Kompetenzen zu entwickeln, soziale Probleme selbstständig und gewaltfrei zu lösen und ein starkes Selbstwertgefühl aufzubauen.
Kindergarten
Regeln & Zusammenleben: Die Kinder kennen die sieben Grundregeln des Kindergartens und setzen diese aktiv im Alltag um.
Gefühle ausdrücken: Über das Konzept der «Schilde» lernen sie, ihre eigenen Gefühle bewusst wahrzunehmen und zu verbalisieren.
Konfliktlösung: Die Kinder lernen den Ablauf des Ampelposters kennen. Im ersten Jahr lösen sie Konflikte damit noch mit Unterstützung, im zweiten Kindergartenjahr bereits oft selbstständig.
Unterstufe (1. bis 3. Klasse)
Regeln & Gemeinschaft: Die SuS wissen, was Regeln sind, und weshalb diese für das Zusammenleben wichtig sind. Ein festes Element ist das «Kind der Woche», bei dem gelernt wird, ein passendes und schönes Kompliment zu machen.
Gefühlskompetenz erweitern:
- 1. Klasse: Zuordnung von Basisgefühlen (Glücklich/Fröhlich, Traurig, Zufrieden, Aufgeregt, Gelangweilt, Müde, Hungrig, Ängstlich, Mutig, Wütend/Ärgerlich, Stolz) zu konkreten Situationen.
- 3. Klasse: Erweiterung um die Gefühlskarten Besorgt/Beunruhigt inklusive Tricks, um damit umzugehen.
Selbstregulation & Freundschaft: Durch die Geschichte von Benjamin lernen die Kinder das Ausatmen als Beruhigungstechnik und zur Selbstkontrolle kennen. Sie kennen Tricks, um Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen, und probieren sie aus (u.a. mit Benjamin und dem Zaubervogel).
Konfliktlösung & Verantwortung:
- Die SuS verstehen das Ampelposter und kennen die 4 Zauberwörtchen (Danke, Bitte, Grüezi, Entschuldigung), welche sie passend einsetzen.
- In der 3. Klasse kennen sie die drei «Fairplay-Regeln» und können diese erklären. Zudem kennen sie die Aufgaben des Friedensstifters / der Friedensstifterin (Ämtli 3. Klasse) und setzen sie auf dem Pausenplatz um.
Mittelstufe (4. bis 6. Klasse)
4. Klasse – Konzept Fairness & Klassenklima:
- Die SuS erarbeiten gemeinsam, welches Verhalten sie sich für ein gutes Klassen- und Hortklima wünschen.
- Sie lernen das Konzept der «Friedensbrücke» kennen und sehen die Analogie zum „Friedensstifter“ aus der Unterstufe (Anwendung mit Hilfe der Lehrperson).
- Eigene Gefühle werden differenziert wahrgenommen (erweitert um z.B. Eifersucht, Neid) und gelernt, sie mit Ich-Botschaften auszudrücken.
5. Klasse – Vertiefung & Empathie:
- Die SuS halten sich an die gemeinsam erarbeiteten Verhaltensweisen für ein gutes Klassenklima.
- Das Konzept der «Friedensbrücke» wird zunehmend selbstständiger zur Konfliktlösung genutzt.
- Die Kinder machen zunehmend einen Perspektivenwechsel und lernen, die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche von anderen zu akzeptieren.
6. Klasse – Selbstständigkeit & Übergang:
- Die erarbeiteten Verhaltensweisen für ein gutes Klima werden weiterhin gefestigt und eingehalten.
- Das Konzept der «Friedensbrücke» wird komplett selbstständig angewendet.
- Der Perspektivenwechsel und das Eingehen auf Gefühle/Bedürfnisse anderer sind etabliert.
- Fokus Übertritt: Die SuS können ihre Ängste und Bedenken betreffend den Übertritt (in die Oberstufe) wahrnehmen und formulieren.