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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

21. April 2010

Das Preisniveau sinkt um 0,5 Prozent

Der Zürcher Städteindex der Konsumentenpreise im Jahr 2009

Der Zürcher Städteindex der Konsumentenpreise ist 2009 gegenüber dem Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 0,5 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür waren vor allem tiefere Preise für Heizöl und Treibstoffe. So tief lag die mittlere Jahresteuerung des von Statistik Stadt Zürich und dem kantonalen statistischen Amt publizierten Städteindex seit 50 Jahren nicht mehr. Letztmals negativ war sie 1998 (–0,3 Prozent).

Die Teuerungsentwicklung war 2009 wie schon im Jahr zuvor stark von der Entwicklung auf den Erdölmärkten geprägt. Die Preise für Heizöl und Treibstoffe stiegen nach dem rasanten Fall in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 zwar wieder kontinuierlich an, erreichten aber 2009 bei Weitem nicht mehr das Niveau des Vorjahres. Die monatliche Veränderungsrate gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat blieb von März bis November neunmal in Folge negativ. In der Jahresmitte, im Juli, war sie mit minus 1,2 Prozent so tief wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr (August 1953: –1,3 Prozent). Ohne den Einfluss der Erdölprodukte wäre der Zürcher Städteindex 2009 im Jahresdurchschnitt nicht um 0,5 Prozent gesunken, sondern um 0,8 Prozent gestiegen. Die so genannte Kerninflation, bei der die stark schwankenden Preise für Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Saisonprodukte, Energie und Treibstoffe ausgeschlossen werden, lag sogar bei 1,0 Prozent.

Inlandteuerung dämpft Preisabschwung
Das Preisniveau der einheimischen Güter, also der im Inland produzierten Waren und erbrachten Dienstleistungen, stieg 2009 im Jahresdurchschnitt um 1,2 Prozent, jenes der Auslandgüter hingegen sank um 4,7 Prozent – vor allem wegen der im Vergleich zum Vorjahr deutlich tieferen Preise für Erdölprodukte.

Die Warenpreise gaben 2009 um 3,0 Prozent nach. Nicht nur für Erdölprodukte, sondern auch für zahlreiche Nahrungsmittel und elektronische Produkte musste man weniger bezahlen. Etwas teurer hingegen wurden Kleider und Schuhe. Die Preise für Dienstleistungen zogen um 1,4 Prozent an. Die Wohnungsmiete, die mit Abstand wichtigste Dienstleistung des Zürcher Städteindex, stieg im Jahresdurchschnitt um 2,7 Prozent. Bei unveränderten Mietzinsen wäre der Zürcher Städteindex 2009 wesentlich stärker ins Minus gerutscht.

Trotz Indexrückgang – vieles wurde teurer
Die Teuerung der im Zürcher Städteindex erfassten Ausgabenbereiche entwickelte sich 2009 sehr unterschiedlich. Wohnen und Energie, Verkehr, Nachrichtenübermittlung sowie Freizeit und Kultur wiesen noch negativere Teuerungsraten als der Totalindex aus. Verantwortlich für den Rückgang bei den beiden Bereichen Wohnen und Energie sowie Verkehr waren die im Vergleich zum Vorjahr tieferen Energie- und Treibstoffpreise. Im Ausgabenbereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke lag die Rate zwar weniger tief als die des Totalindex, war aber immer noch negativ. Positive Teuerungsraten hingegen verzeichneten trotz Wirtschafts- und Finanzkrise die Bereiche Alkoholische Getränke und Tabak, Bekleidung und Schuhe, Hausrat und laufende Haushaltsführung, Gesundheitspflege, Erziehung und Unterricht, Restaurants und Hotels sowie Sonstige Waren und Dienstleistungen.

Statistiken siehe angehängte Medienmitteilung.

Mehr Informationen in der Publikation «Zürcher Städteindex der Konsumentenpreise 2009» Die Publikation «Zürcher Städteindex der Konsumentenpreise 2009» ist im Internet gratis verfügbar oder kann bei Statistik Stadt Zürich zum Preis von 15 Franken (plus Versandkosten) als Broschüre bezogen werden. www.stadt-zuerich.ch/statistik bzw. Telefon 044 250 48 00.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich