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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

10. Januar 2014

Preisrückgang um 0,2 Prozent

Zürcher Index der Konsumentenpreise im Dezember 2013

Der Zürcher Index der Konsumentenpreise ist im Dezember 2013 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken und hat den Stand von 99,2 Punkten erreicht (Basis Dezember 2010 = 100). Innert Jahresfrist hingegen, also von Dezember 2012 bis De¬zember 2013, stieg das Preisniveau um 0,4 Prozent. Im Gegensatz dazu lag die mittlere Jahresteuerung 2013 bei 0,0 Prozent.

Verantwortlich für den Rückgang des Zürcher Index der Konsumentenpreise im Dezember 2013 gegenüber dem Vormonat waren vor allem tiefere Preise für Medikamente, Kleider und Schuhe sowie für Pauschalreisen. Teureres Heizöl und höhere Spitaltarife dämpften den Indexrückgang.

In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe hatte der früh einsetzende Winterausverkauf einen Rückgang des Preisniveaus gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent zur Folge. Bei den Kleidern gaben die Preise im Herrensortiment, bei den Schuhen im Damensortiment am stärksten nach.

Die üblichen Preisaktionen vor Festtagen für Schaumweine führten im Bereich Alkoholische Getränke und Tabak zu einem Indexrückgang innert Monatsfrist um 1,3 Prozent. Günstiger wurden auch ausländischer Rotwein sowie in- und ausländischer Weisswein. Für Zigaretten hingegen musste man mehr bezahlen.

In der Hauptgruppe Hausrat und sonstige Haushaltsführung sank der Index im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent. Grund dafür waren tiefere (Ausverkaufs-)Preise für Möbel sowie für elektrische Haushaltsgeräte wie Heizapparate oder Staubsauger. Teurer wurden hingegen Wasch- und Reinigungsmittel.

Das Preisniveau im Bereich Gesundheitspflege sank gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Verantwortlich dafür waren günstigere Medikamente. Höhere Spitaltarife dämpften indes den Indexrückgang.

In der Hauptgruppe Freizeit und Kultur führten günstigere Angebote für Pauschalreisen, insbesondere für Badereisen, zu einer im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent tieferen Indexziffer. Weniger bezahlen musste man auch für Computer und Drucker. Teurer wurden dagegen Tierfutter sowie Tickets für Bergbahnen und Skilifte.

Günstigere Linienflüge und Occasionsautos hatten im Bereich Verkehr einen Indexrückgang gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zur Folge. Bei den Treibstoffen (Stichtage: 2. und 16. Dezember) verlief die Preisentwicklung gegenläufig: Während die Preise für Benzin um 0,2 Prozent nachgaben, stiegen die Dieselpreise um 0,4 Prozent.

Das Preisniveau der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen lag um 0,2 Prozent über jenem des Vormonats. Grund dafür waren teurere Toilettenartikel, insbesondere Seifen und Badezusätze sowie Haut- und Schönheitspflegemittel. Mehr bezahlen musste man auch für Körperpflegegeräte, beispielsweise für Haartrockner.

Der Index der Hauptgruppe Wohnen und Energie stieg innert Monatsfrist um 0,1 Prozent. Verantwortlich dafür waren höhere Preise für Heizöl (+2,2 %; Stichtage: 2. und 16. Dezem-ber).

Im Bereich Restaurants und Hotels stieg der Index im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent. Die Preise für alkoholische und alkoholfreie Getränke in Gaststätten zogen an, jene für Mahlzeiten hingegen gaben nach. Teurer wurde zudem das Übernachten in Hotels.

Auch der Index der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Teurer wurden Frucht- und Salatgemüse wie Aubergi¬nen und Kopfsalat. Mehr bezahlen musste man auch für Trockensuppen, Gewürze und Sau¬cen sowie für Frucht- und Gemüsesäfte. Günstiger hingegen wurden Teigwaren, Zitrusfrüch¬te wie Mandarinen oder Orangen, Glacé, Rindfleisch und Wild, Kaffee sowie Kohlgemüse wie Blumenkohl oder Broccoli. Teils waren diese Preisänderungen witterung- oder saison¬bedingt, teils kamen sie aufgrund neuer oder zu Ende gegangener Aktionen zustande.
Im Bereich Erziehung und Unterricht stieg das Preisniveau im Vergleich zur Vorerhebung um 0,1 Prozent. Ursache dafür waren Preisanpassungen bei den Gebühren für die höhere Berufsbildung und Hochschulen.

Trotz etwas günstigerer Handys blieb der Index der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung stabil; das heisst, es gab in diesem Ausgabenbereich keine Teuerung.

Preisentwicklung bei Inland- und Importgütern

Das Preisniveau der Inlandgüter blieb im Dezember 2013 gegenüber dem Vormonat unverändert, jenes der Importgüter hingegen sank um 0,6 Prozent – insbesondere wegen günsti¬geren Kleidern und Schuhen.

Innert Jahresfrist stiegen die Preise für inländische Güter um durchschnittlich 1,1 Prozent. Die Preise für Importgüter sanken im gleichen Zeitraum um 1,4 Prozent.

Mittlere Jahresteuerung 2013: null Prozent

2013 wies der Zürcher Index der Konsumentenpreise eine mittlere Jahresteuerung von  0,0 Prozent aus. Das Preisniveau der Inlandgüter stieg um durchschnittlich 0,7 Prozent,  dasjenige der Importgüter hingegen sank um 1,9 Prozent.

2012 hatte die mittlere Jahresteuerung bei minus 0,5 Prozent gelegen, 2011 bei 0,0 Prozent, 2010 bei plus 0,6 Prozent und 2009 bei minus 0,5 Prozent.

Die mittlere Jahresteuerung 2013 bezeichnet die Veränderungsrate zwischen dem Index- Jahresmittel 2013 und dem entsprechenden Vorjahreswert. Das Index-Jahresmittel entspricht dem arithmetischen Durchschnittswert aller 12 Monatsindizes.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich