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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

3. September 2014

Beschäftigungszunahme in fast allen Branchen

Resultate der neuen Unternehmensstatistik zur Stadt Zürich

In der Stadt Zürich haben in den letzten Jahren fast alle Branchen an Beschäftigungsumfang zugelegt. Das grösste Wachstum wurde bei freiberuflichen Dienstleistungen beobachtet. Einen leichten Rückgang verzeichneten bloss der Handel sowie die Baubranche.

Die Finanzbranche ist bezüglich Beschäftigungsumfang weiterhin die wichtigste Branche in der Stadt Zürich. 17,8 Prozent des Beschäftigungsvolumens konnten im Jahr 2012 der Finanzbranche zugeordnet werden. Diese hat in den letzten Jahren trotz Finanzkrise sogar noch zugelegt: Von 2005 bis 2012 ist die Finanzbranche in Zürich um 9100 Vollzeitäquivalente gewachsen. Während der Beschäftigungsumfang bei Grossbanken zugenommen hat, verzeichnete der Versicherungsbereich Einbussen: Von 2001 bis 2012 nahmen die Vollzeitäquivalente bei Versicherungen um einen Viertel, bei Rückversicherungen gar um die Hälfte ab.

Mehr Beschäftigte als Einwohnerinnen und Einwohner

Gemäss aktueller Unternehmensstatistik STATENT beträgt der Beschäftigungsumfang der Stadt Zürich im Jahr 2012 insgesamt 348 100 Vollzeitäquivalente. Seit 2005 konnte ein deutlicher Anstieg von fast 60 000 Vollzeitäquivalenten beobachtet werden, was einer Zunahme um einen Fünftel entspricht. In der gleichen Zeit ist die Anzahl Beschäftigter etwa um einen Sechstel auf 450 600 Beschäftigte angestiegen. Somit zählte die Stadt Zürich 2012 deutlich mehr Beschäftigte als Einwohnerinnen und Einwohner (394 012 Personen). Das ergibt 114 Beschäftigte auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner.

Wenig veränderter Frauenanteil pro Branche

Einige Branchen sind stark gewachsen; so hat beispielsweise der Gesundheits- und Sozialbereich von 2001 bis 2012 um 19 600 Beschäftigte zugelegt. In dieser Zeit blieb in dieser Branche der Frauenanteil aber praktisch unverändert bei etwa 74 Prozent. Gleiche Effekte konnten in anderen Branchen beobachtet werden: In der Finanzbranche hat die Anzahl Beschäftigter seit 2001 um über 15 Prozent zugenommen. Der Frauenanteil von ungefähr 36 Prozent hat sich im Laufe der Zeit kaum verändert.

Escher Wyss, ein Quartier im Wandel

Das Beschäftigungsvolumen im Quartier Escher Wyss hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ende des Jahres 2012 bestanden in Escher Wyss über 25 000 Arbeitsplätze. Dies entspricht einer Zunahme um über 1000 Arbeitsplätze pro Jahr seit 2001. In Escher Wyss waren am meisten Beschäftigte in der Branche Information und Kommunikation tätig (ungefähr 5500 Beschäftigte). Seit 2001 ist in Escher Wyss der Bereich der freiberuflichen Dienstleistungen deutlich wichtiger geworden: In den letzten elf Jahren hat sich der Beschäftigungsumfang mehr als verdreifacht; im Jahr 2012 betrug das Beschäftigungs-volumen knapp 5400 Vollzeitäquivalente.

Die neue Unternehmensstatistik STATENT

Wie viele Beschäftigte arbeiten in der Stadt Zürich? Wie hat sich der Beschäftigungsumfang nach Branche verändert? Bis vor einem Jahr wurden diese Fragestellungen auf Grund der Daten der Betriebszählung beantwortet. Das Bundesamt für Statistik hat im Jahr 2011 eine neue Statistik eingeführt, die STATENT (statistique des entreprises). Die STATENT löst die Betriebszählung als Unternehmensstatistik ab. Die STATENT beruht primär auf dem AHV Register sowie dem Betriebs- und Unternehmensregister des Bundes. Dadurch entfällt die für die Betriebszählung notwendige Befragung; die Betriebe werden durch die neue Unternehmensstatistik entlastet. Zudem ist die STATENT vollständiger. Sie enthält mehr kleine Arbeitsstätten als die Betriebszählung.

Thema: Arbeiten, Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich