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Medienmitteilungen

Präsidialdepartement

23. Juni 2016

Baupreise sinken in Zürich um 1,8 Prozent

Zürcher Index der Wohnbaupreise im April 2016

Der von Statistik Stadt Zürich berechnete Zürcher Index der Wohnbaupreise ist zwischen April 2015 und April 2016 um 1,8 Prozent gesunken und hat den Stand von 99,2 Punkten erreicht (Basis April 2010 = 100). 2015 verzeichnete der Zürcher Baupreisindex innert Jahresfrist einen Rückgang um 1,2 Prozent, 2014 hingegen einen Anstieg um 0,5 Prozent.

In der Hauptgruppe Gebäude sank das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent (Vorjahr: –1,2 %). Mit Ausnahme der Sanitäranlagen (+0,2 %) waren in diesem Bereich alle Indexgruppen rückläufig. Die grössten Abnahmen verzeichneten der Rohbau 1 (–3,8 %) und der Rohbau 2 (–2,3 %), die Heizungs- und Lüftungsanlagen (–4,8 %), die Elektroanlagen (–3,9 %) sowie – infolge der tieferen Gesamtbausumme – die Honorare (–1,9 %).

Der Index der Hauptgruppe Vorbereitungsarbeiten stieg innert Jahresfrist um 2,3 Prozent (Vorjahr: +0,1 %). Verantwortlich dafür war vor allem die Indexgruppe Spezielle Fundationen, Baugrubensicherung, Grundwasserabdichtung (+3,3 %).

Einen leichten Anstieg des Preisniveaus um 0,1 Prozent verzeichnete auch die Hauptgruppe Umgebung (Vorjahr: +0,2 %). Höhere Ausgaben verursachten die Honorare (+0,4 %) und die Spielplatzgeräte (+1,5 %).

In der Hauptgruppe Baunebenkosten und Übergangskonten sank der Index gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent (Vorjahr: –6,7 %). Wegen der tieferen Gesamtbausumme wurden die Versicherungen (–2,2 %) und die Finanzierung ab Baubeginn (–1,8 %) günstiger, obwohl die Prämie für die Bauzeitversicherung und die Baukreditzinsen im Vergleich zum Vorjahr stabil blieben.

Getrübte Konjunkturaussichten

Der Gebäudekubikmeterpreis gemäss der Norm 416 des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) lag im April 2016 inklusive Mehrwertsteuer bei 711 Franken (Vorjahr: Fr. 727.–). Als Gründe für den Rückgang der Baupreise nannten die Firmen vor allem tiefere Materialpreise, nicht zuletzt aufgrund des starken Frankens. Im Weiteren scheinen sich die etwas getrübten Konjunkturaussichten in der Baubranche teuerungsdämpfend auszuwirken. Und dies, obwohl die Baufirmen in der Stadt Zürich nach wie vor gut ausgelastet sind: Am Stichtag der Preiserhebung, am 1. April 2016, standen in der Stadt Zürich über 6000 Wohnungen im Bau.

Indexhaus in Zürich Schwamendingen

Statistik Stadt Zürich lässt sich jedes Jahr von rund 250 Bauunternehmen aus dem Raum Zürich und Umgebung den Bau eines bereits bestehenden Mehrfamilienhauses – des sogenannten Indexhauses – offerieren und berechnet anschliessend aus gegen 400 Offerten mit gut 30 000 Einzelpreisen den Zürcher Index der Wohnbaupreise.

Das aktuelle Indexhaus – eine dreiteilige Liegenschaft der Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof mit 23 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 47 Parkplätzen – steht in Zürich Schwamendingen (Hohmoos 2, 2a und 2b). Der Baubeschrieb für das seit 2003 bestehende Wohngebäude wurde bei der letzten Indexrevision im Jahr 2010 den damals gültigen Baunormen und -vorschriften angepasst. Das Indexhaus erfüllt somit theoretisch die Minergie-Anforde¬rungen (Norm SIA 380/1:2009) und die Vorschriften bezüglich Erdbebensicherheit.

Die Reihe des Zürcher Index der Wohnbaupreise geht bis ins Jahr 1914 zurück – seither ist Bauen um rund 1400 Prozent teurer geworden.

Thema: Wirtschaft

Organisationseinheit: Statistik Stadt Zürich