Gemäss Schätzungen leben in der Stadt Zürich 11 000 bis 14 000 Menschen ohne Krankenversicherung, deren Einkommensverhältnisse meist unter dem Existenzminimum liegen, davon rund 10 000 Sans Papiers. In einem 5-jährigen Pilotprojekt hat die Stadt Zürich eine medizinische Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung entwickelt und getestet.
Gestützt auf die Erfahrungen und Evaluation des Pilotprojekts beantragte der Stadtrat dem Gemeinderat, das im Pilotprojekt entwickelte Angebot in einen Regelbetrieb zu überführen (STRB 2651/2025). Mit Beschluss vom 7. Januar 2026 (GR 2025/351) stimmte der Gemeinderat dem Antrag zu. Auf dieser Rechtsgrundlage wurde das im Pilotprojekt entwickelte Angebot per 1. Juli 2026 definitiv eingeführt.
Dieses beinhaltet einerseits einen geregelten Zugang zu medizinischen Behandlungen und andererseits die Prüfung der Möglichkeiten eines Abschlusses einer Krankenversicherung sowie des damit verbundenen Anspruchs auf individuelle Prämienverbilligung.
Ungedeckte Leistungen werden von der Stadt Zürich übernommen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
- Lebensmittelpunkt in der Stadt Zürich
- ungenügende finanzielle Mittel, um eine Krankenversicherung abzuschliessen
- Behandlung nach medizinischer Überweisung im geregelten Versorgungsprozess
- Es sind keine Behindertenparkplätze verfügbar.