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Wohnen, Unterstützung und Pflege nach Bedarf

Die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich sollen im Alter solange wie gewünscht und möglich im angestammten Umfeld und möglichst selbstbestimmt leben können.

Altersstrategie 2035: Handlungsfeld Wohnen Pflege und Unterstützung nach Bedarf

Handlungsfeld Wohnen Pflege und Unterstützung nach Bedarf

0:01 So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben.
0:04 Das ist das Ziel vieler älterer Menschen.
0:07 Und es ist auch unser Ziel für sie.
0:13 Wohnungen sind in der Stadt Zürich ein rares Gut.
0:17 Nicht nur junge Leute und Familien haben Mühe bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum.
0:23 Das Problem kennen auch ältere Menschen.
0:27 Einige unter ihnen haben nach der Pensionierung ein geringeres Einkommen.
0:32 Sie müssen sich einschränken.
0:34 Anderen ist ihre Wohnung zu gross und umständlich geworden.
0:38 Sie hätten lieber eine, in der sie den Alltag für die nächsten Jahre
0:42 leichter bestreiten können.
0:45 Die Stadt Zürich will deshalb ihr Angebot an bezahlbaren Wohnmöglichkeiten
0:50 auch für alte Menschen vergrössern.
0:53 Ausserdem soll es vielfältiger werden:
0:56 Mit alternativen Wohnformen, wie WGs oder
0:59 durchmischten Siedlungen mit anderen Bevölkerungsgruppen,
1:03 etwa Familien oder Studentinnen.
1:06 Bewohnerinnen aus anderen Kulturkreisen oder LGBT-Menschen
1:11 sollen sich genauso aufgehoben fühlen.
1:15 Auch technologische Innovationen können zur Sicherheit und Lebensqualität beitragen.
1:22 In den Quartieren sollen Gesundheitszentren als Treffpunkte dienen.
1:27 Sind sie vermehrt auf Pflege angewiesen, sollen alte Zürcherinnen und Zürcher in
1:33 ihrem vertrauten Umfeld oder ihrem Quartier bleiben können.
1:38 Die Pflege und Betreuung zu Hause soll gestärkt werden.
1:41 Und wer sich um Angehörige kümmert, soll besser unterstützt werden.
1:48 Manchmal sind die Möglichkeiten daheim ausgeschöpft.
1:51 Dann sollen Menschen nicht nur die bestmögliche stationäre Pflege erhalten.
1:55 Sie sollen auch an einem Ort leben können, der ihnen nicht fremd ist.
2:02 All dies bedeutet, dass wir das Bestehende überdenken müssen.
2:06 Wichtig ist dabei nicht die Frage, was aus Verwaltungssicht optimal ist.
2:10 Sondern was künftig den Menschen dient und ihren Bedürfnissen entspricht.
2:19 Wie wollen wir das angehen?
2:21 Es sollen:
2:22 Mehr Alterswohnungen gebaut werden
2:26 Mehr Wohnungen hindernisfrei sein
2:28 Man soll Wohnungen leichter tauschen können
2:32 Und es sollen neue Gesundheitszentren
2:34 und Begegnungsorte entstehen.
2:39 Um all dies stemmen zu können, müssen verschiedene Dienstabteilungen der Stadt Zürich
2:44 noch enger zusammenarbeiten.
2:48 Dann können wir die nötigen Veränderungen in Gang setzen.
2:53 Das Alter wird in der Stadt Zürich an Bedeutung gewinnen.
2:57 Darum müssen alle Akteure bereit sein,
2:59 Bestehendes zu hinterfragen,
3:01 sich auf Veränderungen einzulassen
3:04 und neue Formen der Zusammenarbeit zu finden.

Was wird neu?

Bezahlbar, hindernisfrei und altersfreundlich wohnen

Die Anzahl bezahlbarer Wohnungen für ältere Menschen soll in der Stadt Zürich erhöht werden. Die Stadt Zürich und gemeinnützige Bauträgerschaften achten besonders darauf, dass die Hindernisfreiheit und die Altersfreundlichkeit der Wohnungen und der Wohnumgebung gewährleistet sind. 

Starkes ambulantes Angebot

Parallel dazu werden die Spitexversorgung und weitere ambulante Angebote im Bereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung, der Entlastung von Angehörigen sowie der Freiwilligenarbeit gestärkt.

Hilfe für Einkommensschwache

Um es auch einkommensschwachen Personen zu ermöglichen, mit zusätzlicher Unterstützung länger zuhause zu bleiben, will die Stadt neue Formen von finanziellen Beihilfen für Betreuung und Unterstützung und auch für intermediäre Angebote (wie Tages- und Ferienplätze) entwickeln und in Pilotversuchen testen.

Durchlässiges Angebot im Quartier

Das Wohn- und Pflegeangebot der städtischen Alters- und Pflegezentren sowie der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich soll künftig durchlässiger werden und sich stärker an den Bedürfnissen der Quartiere orientieren. Diese bislang mehrheitlich getrennt geführten Angebote werden sich künftig entlang eines gemeinsamen Modells abstimmen. Zudem werden sie die Zusammenarbeit deutlich verstärken. Ein zentraler Grundsatz dabei ist, ein möglichst vielfältiges Angebot zu schaffen, das die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihrer Lebensform berücksichtigt.

Städtisches Wohn- und Pflegemodell

Eines neues städtisches Wohn- und Pflegemodell sieht im Kern ein «Gesundheitszentrum» vor mit einem integrierten und abgestuften Wohn-Pflege-Angebot für fragile und pflegebedürftige ältere Menschen: Eine Kombination von Angeboten des Wohnens mit Dienstleistungen, des Wohnens mit Betreuung und Unterstützung, und allenfalls ergänzend, einer Pflegeabteilung.

Das Gesundheitszentrum dient auch als Dreh- und Angelpunkt für quartierbezogene Dienstleistungen und als Treffpunkt für die Bevölkerung. Weiter sind im neuen Modell altersdurchmischte und gemeinschaftliche Wohnkonzepte vorgesehen. 

Bei künftigen Neubau- oder Sanierungsprojekten der städtischen Altersinstitutionen soll im betreffenden Sozialraum in Abstimmung mit den bestehenden privaten und gemeinnützigen Angeboten und gemäss dem gemeinsamen Modell das geplant werden, was noch fehlt. 

Pflegebetten reduzieren

Durch die Stärkung des ambulanten Bereichs kann voraussichtlich bis im Jahr 2035 die Anzahl der benötigten Pflegebetten gemäss kantonaler Pflegeheimliste in der Stadt Zürich reduziert werden, trotz einer höheren Anzahl an hochaltrigen Menschen gegenüber heute. Entsprechend soll bei den Alterszentren das Angebot an Pflegebetten deutlich reduziert werden, wobei die betroffenen Plätze schrittweise in Angebote des Wohnens mit Betreuung überführt werden.

Pflegeplätze integrieren

Die Zahl der von den Pflegezentren betriebenen Pflegeplätze wird voraussichtlich konstant gehalten. Gegenüber heute sollen Pflegeplätze jedoch näher in die Quartiere gebracht werden, einerseits über den Betrieb von Pflegeabteilungen in den oben genannten Gesundheitszentren und andererseits über gemeinsame Projekte mit der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (z.B. Josefareal, Thurgauerstrasse).

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