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Über das Museum

Einst streng vertraulich - heute Zivilschutz-Museum
Einst streng vertraulich - heute Zivilschutz-Museum

Wussten Sie, dass während des Zweiten Weltkriegs auch über Schweizer Städten Luftangriffe geflogen und Bomben abgeworfen wurden? Bereits Anfang der 1930er-Jahre erkannte man in der Schweiz die Bedrohung durch Angriffe aus der Luft und durch chemische Kampfstoffe. Um die Bevölkerung vor diesen Gefahren zu schützen, entstand 1934 der Schweizer Luftschutz. Diese Organisation hatte keinen Verteidigungsauftrag, sondern schützte die Zivilbevölkerung passiv mit verschiedenen Massnahmen wie dem Appell zur Beschaffung von Gasmasken, Notvorrat und Verdunkelungsanweisungen.

In den 1950er-Jahren wurde aus dem Schweizer Luftschutz der Zivilschutz, wie er heute in vielen Staaten der Welt existiert. Der Bau von Schutzräumen in Wohnhäusern wurde ab 1963 in der ganzen Schweiz Pflicht. Daneben sind auch zahlreiche grosse Schutzanlagenentstanden entstanden, in denen ein Leben unabhängig von der Aussenwelt über Wochen möglich ist – dank Ventilationssystemen mit Luftfiltern, Vorräten, Notstromanlagen und Wasserreservoirs. Auch in der Stadt Zürich wurden verschiedenste Schutzanlagen gebaut. Eine davon ist der 1941 errichtete Rundbunker Landenberg, in dem sich heute das Zivilschutz-Museum befindet.

Geschichte des Zivilschutz-Museums

1934

  • Mit dem Bundesbeschluss vom 29. September 1934 wird die Rechtsgrundlage für den Aufbau des Luftschutzes in der Schweiz geschaffen. Im Rahmen des Vollzugs baut die Stadt Zürich u.a. die Sanitätshilfsstelle Landenberg.

1941

  • Der Rundbunker Landenberg wird fertiggestellt.
  • Zweck: Betrieb einer geschützten Sanitätshilfsstelle zugunsten der Zivilbevölkerung. 
  • Der Rundbunker bietet auf 3 Geschossen Behandlungs-, Pflege- und Mannschaftsräume. Notstromaggregate, Öltank und die Wasser- und Nahrungsvorräte erlauben einen mehrwöchigen autarken Betrieb. Dem Lüftungssystem kann wirksame C-Kampfstofffilter vorgeschaltet werden.

1955

  • Als neue Dienstabteilung wird vom Stadtrat das Amt für Zivilschutz der Stadt Zürich geschaffen. Zugunsten des Bevölkerungsschutzes folgen weitere Neuanschaffungen. Bisherige Investitionen werden unterhalten und gepflegt.

1963

  • Das neue Bundesgesetz über den Zivilschutz sowie die darauffolgenden Verordnungen und Erlasse regeln den weiteren Aufbau des Zivilschutzes.

1964

  • Zeit des Kalten Krieges: Das unterste Geschoss des Rundbunkers Landenberg wird zu einem Kommandoposten umgebaut. 

1972

  • Einzelne Räume des Rundbunkers werden als Lager vom Amt für Zivilschutz genutzt. 

1984

  • Nicht mehr den neusten Normen entsprechende Luftschutzbunker werden nachgerüstet oder ausgemustert.
  • Der veraltete Rundbunker Landenberg dient nun vollständig als Lager des Amtes für baulichen Zivilschutz.
  • Angestellte der Abteilung Material horten in einer Eigeninitiative die zu alten Requisiten gewordenen Geräte und Materialien.

1993

  • Ab 1993 wird interessierten Insidern das sorgfältig zusammengetragene Material und die Anlage gezeigt.

2003

  • Die zunehmende Anerkennung der Gäste sowie die Beliebtheit dieser Führungen stärken bei Schutz & Rettung den Gedanken, den Rundbunker und alle Exponate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Das Ausstellungskonzept wird erarbeitet.

2005

  • Umbau zum Museum: Kulturgüterschutz-Spezialisten des Zivilschutzes inventarisieren, dokumentieren und beschriften die Exponate, erstellen Kurz- und Sicherstellungsdokumentationen und montieren die grossformatigen Fotos.
  • Das Museum wird anlässlich des Jubiläums «50 Jahre Zivilschutz Stadt Zürich» der Bevölkerung erstmals zur Besichtigung freigegeben. An diesem von den Medien stark beachteten Anlass nahmen neben Vertretern des Schweizerischen Zivilschutzverbands, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und des Amts für Militär und Zivilschutz Kanton Zürich auch viele weitere Interessierte teil.

2007

  • Das Zivilschutz-Museum wird Mitglied im Verein Zürcher Museen (VZM) indem über 50 Museen und Sammlungen der Stadt Zürich zusammengeschlossen sind. 
Ab 1993 wird interessierten Insidern das sorgfältig zusammengetragene Material und die Anlage gezeigt.
2003
Die zunehmende Anerkennung der Gäste, sowie die Beliebtheit dieser Führungen, stärken bei Schutz & Rettung den Gedanken, den Rundbunker und alle Exponate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Ausstellungskonzept wird erarbeitet.
2005
Umbau zum Museum. Kulturgüterschutz-Spezialisten des Zivilschutzes inventarisieren, dokumentieren und beschriften die Exponate, erstellen Kurz- und Sicherstellungsdokumentationen und montieren die grossformatigen Fotos.
2005
Das Museum wird anlässlich des Jubiläums «50 Jahre Zivilschutz Stadt Zürich» der Bevölkerung erstmals zur Besichtigung freigegeben. An diesem von den Medien stark beachteten Anlass nahmen neben Vertreter des Schweizerischen Zivilschutzverbands, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und dem Amt für Militär und Zivilschutz Kanton Zürich auch viele weitere Interessierte teil.
Vom Luftschutz zur Katastrophenhilfe (NZZ 25. August 2005)
2007
Das Zivilschutz-Museum wird Mitglied im Verein Zürcher Museen (VZM) indem über 50 Museen und Sammlungen der Stadt Zürich zusammengeschlossen sind

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