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Angebote für Schulen

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Sexistische, sexuelle, homo- und transfeindliche Belästigungen betreffen auch Jugendliche. Eine von sotomo im Auftrag der Stadt Zürich durchgeführte Studie ergab, dass jede dritte Frau zwischen 16 und 35 Jahren im Ausgang, nach 22 Uhr, häufig mit unangenehmen und übergriffigen Situationen konfrontiert ist. Auch junge Männer erleben aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung übergriffige Situationen, wenn auch deutlich weniger häufig als junge Frauen. Bei der letzten SchülerInnenbefragung der Stadt Zürich in den Jahren 2017/18 gaben zudem 24 Prozent der Jugendlichen an, in den letzten zwei Monaten in unterschiedlichem Masse mit Worten sexuell belästigt worden zu sein, und 11 Prozent berichteten von Erfahrungen körperlicher sexueller Belästigung, zum Beispiel durch Begrapschen oder Betatschen. Mädchen sind von sexueller Belästigung deutlich häufiger betroffen als Jungen. Vorstellungen von typisch «weiblichem» und «männlichem» Verhalten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Intervenieren und sich wehren

Die von sotomo durchgeführte Studie zeigte auch, dass junge Erwachsene es als schwierig erachten, sich gegen Belästigungen zu wehren. Bei den jüngeren Frauen gaben über 80 Prozent an, dass es eher schwierig oder sehr schwierig sei, in solchen Situationen zu reagieren und sich gegen die Belästigung zur Wehr zu setzen.

Eines der Ziele von «Zürich schaut hin» ist es, Selbstbehauptung und Zivilcourage zu fördern. Dazu werden Selbstverteidigungskurse und ein Forumtheater angeboten. Die Fachstelle für Gleichstellung verfügt zudem über verschiedene weitere Angebote für Schulen, die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, eigene und fremde Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren.

Forumtheater «Courage konkret»

«Courage konkret» ist ein interaktives Forumtheater zur Förderung der Zivilcourage, das von den Projektverantwortlichen von «Zürich schaut hin» gemeinsam mit REACTOR Basel entwickelt wurde.

Die Zuschauenden werden im Rahmen einer Talkrunde für die Themen Sexismus und Homofeindlichkeit sensibilisiert. Eingeladen sind vier Gäste, die sich in ihren jeweiligen Situationen Rat und Hilfe vom Publikum erhoffen: Zwei Freundinnen sitzen an der Bar und sind sich nicht einig, ob die Bemerkung des Barkeepers ein Kompliment oder ein sexistischer Spruch ist. Der junge Mann im Tram wird von einer Dame als «schwul» bezeichnet, weil er zu laut telefoniert mit seinem Freund. Und was ist zu den Sprüchen des Kollegen zu halten, der damit angibt, im Ausgang Frauen «aufzureissen»?

Es gibt Möglichkeiten, in solchen Situationen angemessen zu reagieren, das Gespräch zu suchen und Lösungen für einen respektvollen Umgang zu finden. Das Forumtheater bietet dazu einen lehrreichen, lustvollen und anregenden Rahmen zur Stärkung der eigenen Handlungskompetenz. 

«Courage konkret» eignet sich für Jugendliche ab 13 Jahren. Es kann von Schulen für eine eigene Durchführung gebucht werden. Schulen der Stadt Zürich erhalten eine Kostenreduktion. Bei Interesse melden Sie sich bei den Projektverantwortlichen (Kontaktangaben unten auf der Seite).

Selbstverteidigungskurse

Mädchen und Jungen bis 18 Jahre, die in der Stadt Zürich leben, erhalten im Rahmen von «Zürich schaut hin» beim Besuch eines Selbstverteidigungskurses eine Vergünstigung von 70.- Franken. Für Frauen (über 18 Jahre) mit Wohnsitz in der Stadt Zürich beträgt die Vergünstigung 50.- Franken. Das Sozialdepartement der Stadt Zürich unterstützt in den Jahren 2021 und 2022 zudem Selbstverteidigungskurse, die auf die jeweilige Zielgruppe angepasst werden.

Selbstverteidigungskurse

Lehrmittel «be yourself!»

Im Kontakt mit anderen die eigene Wirkung ausprobieren, zu sich selbst stehen, Grenzen setzen: Das kann herausfordernd sein – gerade für Jugendliche. Im Zentrum von «be yourself!» stehen sechs Filmszenen. Sie bilden die Basis, um mit Jugendlichen Themen wie «Zu den eigenen Gefühlen stehen», «Rollenbilder», «Übergriffe», «Körperbild», «Selbstwahrnehmung» und «Sexuelle Selbstbestimmung» zu bearbeiten. Dazu finden sich im Begleitmaterial auf die einzelnen Szenen abgestimmte Diskussionsfragen, Übungen und Hintergrundinformationen.

«Be yourself!» ist für den 2. und 3. Zyklus konzipiert. Für Jugendliche mit einer Hör- oder Sehbeeinträchtigung sind die Filmszenen auch in einer untertitelten Version sowie mit Gebärdensprache und Audio-Deskripition erhältich.

Lehrmittel «be yourself!»

Workshop zum Einsatz des Lehrmittels «be yourself!» für Fachpersonen aus Schule und Jugendarbeit

Donnerstag, 15. September 2022, 8–12 Uhr

Im Workshop machen Sie sich mit den Inhalten und Materialien von «be yourself!» vertraut und lernen verschiedene Bearbeitungsformen kennen, die sich für die Arbeit mit Jugendlichen eignen. Sie erhalten dadurch mehr Sicherheit in der Vorbereitung und Durchführung der im Lehrmittel «be yourself!» enthaltenen Unterrichtseinheiten, Workshops oder Diskussionsrunden. Sie profitieren vom Erfahrungsaustausch mit andern Fachpersonen, die mit Jugendlichen arbeiten.

Der Workshop findet im Gemeindezentrum Hottingen in Zürich statt. Genauere Informationen und Anmeldemöglichkeit folgen.

Aktionsmonat «LIKEƎVERYONE»

Der Aktionsmonat «LIKEƎVERYONE»  thematisiert auf altersgerechte Weise Vorurteile gegenüber Homo- und Bisexuellen und trans* Menschen sowie damit verbundene Diskriminierungen. Das Ziel des Aktionsmonates war es, Jugendliche in ihrer Identitätsfindung zu bestärken, ohne dabei vermeintlich Andere auszugrenzen. Die Jugendlichen werden angeregt, ausgrenzendes und diskriminierendes Verhalten zu hinterfragen. Jungen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen wird dadurch signalisiert, dass sie willkommen und akzeptiert sind.

Mehr Informationen: Aktionsmonat «LIKEƎVERYONE»

Präventionsprogramm «Herzsprung»

Das Präventionsprogramm «Herzsprung» hat zum Ziel, Respekt in Paarbeziehungen von Jugendlichen zu fördern und Gewalt zu reduzieren. Die Jugendlichen setzen sich mit Themen wie Beziehungswünsche, Erwartungen an Partnerinnen und Partner, stereotype Rollenbilder, Eifersucht, Grenzverletzungen und sexuelle Gewalt auseinander. Ein Moderationsteam (ein Mann und eine Frau) führt die Jugendlichen durch das Programm.

«Herzsprung» eignet sich für Jugendliche im Alter von 15–18 Jahren.

Präventionsprogramm «Herzsprung»

Weitere Angebote

Eine Zusammenstellung von Unterrichtsmaterialien zu Geschlecht und Gleichstellung, Weiterbildungen für das Schulpersonal, ein Schulentwicklungsprogramm sowie Informationen zu Geschlecht und Gleichstellung im Lehrplan 21 finden sich auf der Website der Fachstelle beim Thema Bildung & Berufswahl.

Kontakt

Fachstelle für Gleichstellung
Stadthausquai 17
Stadthaus
8001 Zürich
Postadresse:
Postfach
8022 Zürich

Weitere Kontakte

Martha Weingartner, Fachstelle für Gleichstellung, Präsidialdepartement

      
Kontaktformular

Dayana Mordasini, Delegierte Quartiersicherheit / Projekte, Sicherheitsdepartement

   
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