Medienmitteilungen

Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

22. März 2010

Kurzes und intensives Bauen mit gesamtheitlicher Optik

Rückschau und Ausblick 2010

Die Bautätigkeit des Tiefbauamts der Stadt Zürich bleibt auch im Jahr 2010 rege. Insgesamt sind 128 Projekte zu realisieren. Die zentralen Bauvorhaben betreffen im Jahr 2010 weiterhin die Generationenprojekte in Zürich-West. Die nächsten geplanten Grossprojekte werden - wo immer möglich - erst nach Fertigstellung der Bauvorhaben in Zürich West realisiert. Sie werden so priorisiert, dass sich Verkehrsbehinderungen minimieren lassen. An wichtigen Verkehrsachsen hat das schnelle und intensive Bauen oberste Priorität.

Im Vergleich zum Vorjahr werden im laufenden Jahr 57 Tiefbauten weniger, nämlich 128 Projekte, realisiert. Das gesamte Bauvolumen inklusive der Anteile der städtischen Partner (VBZ, Wasserversorgung, ERZ, ewz) bleibt jedoch mit rund 200 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr konstant. In der Bausaison 2010 werden beispielsweise in den Kreisen 2 und 3 acht Projekte umgesetzt, darunter die Sanierung der Albisriederstrasse (Albisrieden - Waldegg), Schweighofstrasse und Birmensdorferstrasse (Triemli - Waldegg). In den Kreisen 4 und 5 schreiten die Arbeiten bei der Hardbrücke, Pfingstweidstrasse und Seebahnstrasse voran. Zudem werden auch der Vulkanplatz und der Lindenplatz in Angriff genommen. Im Kreis 7 wird aus Sicherheitsgründen die Sanierung der Rämistrasse vorgezogen. Vilmar Krähenbühl, Leiter Projektierung + Realisierung, stellte rückblickend auf das Jahr 2009 fest, dass die Umgestaltung des Stadelhoferplatzes und der Theaterstrasse dank intensivem Bauen einen Monat früher als geplant abgeschlossen wurde. Ebenso hat das Tiefbauamt die Projekte Bederstrasse, Seestrasse, Aemtlerstrasse, um nur einige zu nennen, termingerecht wieder dem Verkehr übergeben.

Priorisiertes und intensives Bauen im Zentrum
Das Tiefbauamt konnte im vergangenen Jahr wichtige Baustellen abschliessen, andere Grossprojekte befinden sich noch im Bau. Deshalb wurde bewusst auf die Eröffnung weiterer einschneidender Baustellen auf Hauptverkehrsachsen verzichtet. Anstehende grosse Bauvorhaben wie die Forch- und Bellerivestrasse sowie die Quaibrücke werden frühestens ab 2012 umgesetzt. «Mit einer sorgfältigen Priorisierung aller geplanten Bauvorhaben und einer rollenden Planung vermeiden wir eine unnötige Konzentration von Grossprojekten und halten die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmenden möglichst gering. Zudem wird die Zeitdauer durch beschleunigtes Bauen bei Projekten an wichtigen Verkehrsachsen deutlich minimiert», betont Stadtingenieur François Aellen.

Bei der komplexen Bauplanung spielen allerdings viele Faktoren eine Rolle, die das Tiefbauamt nicht beeinflussen kann. So muss das Tiefbauamt diesen Herbst aus Gründen der Dringlichkeit mit den Gleiserneuerungsarbeiten in der Rämistrasse starten. Ursprünglich war geplant, die defekten Gleise provisorisch zu reparieren und die darunter liegenden Wasserleitungen später zu sanieren. Es hat sich aber gezeigt, dass mit Reparaturen allein die Sicherheit nicht mehr zu gewährleisten ist, weshalb die Gleise dringend zu ersetzen sind. Um das hohe Risiko von Wasserrohrbrüchen im Zuge der Gleiserneuerungsarbeiten auszuschliessen und die Versorgungssicherheit des Quartiers zu garantieren, muss die Wasserversorgung ihre Leitungen zur selben Zeit erneuern.  
Aufgrund der Bedeutung dieser Verkehrsachse hat sich das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit den VBZ und der Wasserversorgung entschieden, die Bauarbeiten nicht konventionell, sondern in einem beschleunigten Bauverfahren durchzuführen. «Dadurch verkürzt sich die Zeitspanne der Behinderungen für alle Verkehrsteilnehmenden um einen Drittel», stellt der Stadtingenieur fest. Der öffentliche Verkehr, der motorisierte Individualverkehr wie auch Velofahrende müssen dafür eine zusätzliche Belastung durch die intensive Bautätigkeit in Kauf nehmen. So wird die Tramhaltestelle Kantonsschulstrasse beispielsweise stadteinwärts vorübergehend aufgehoben. Die Bauarbeiten werden mit dem Gleisersatz in den Herbstferien im Oktober 2010 in Angriff genommen; die restlichen Arbeiten wie Wasserleitung, Kanal- und Strassenbau dauern voraussichtlich von Anfang 2011 bis Ende Oktober 2011.

Sanieren heisst auch aufwerten
«Baustellen sind immer mit Aufwertungen für unserer Stadt verbunden», sagte Stadträtin Ruth Genner, «sie erzeugen zwar Unmut während der Bauzeit, nach der Fertigstellung wird dafür die verbesserte Qualität der Umgebung von den Anwohnenden und dem Gewerbe gleichermassen geschätzt». Wie das Beispiel Forchstrasse zeigt, wird mit verschiedenen Aufwertungsmassnahmen, wie etwa Radwegen, behindertengerechten Haltestellen sowie durch
Kaphaltestellen gesicherte Strassenüberquerungen, die Verkehrssicherheit laufend verbessert, aber auch die Aufenthaltsqualität erhöht. So werden neue Räume, wie beispielsweise Begegnungszonen mit Verweil- und Bewegungsmöglichkeiten, geschaffen, welche die Lebensqualität und die Attraktivität Zürichs als Wirtschafts-, Wohn-, Kultur-,  und Tourismusstandort erhalten und nachhaltig steigern.




Thema: Bauen

Organisationseinheit: Tiefbauamt