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Medienmitteilungen

Der Stadtrat von Zürich, Departement der Industriellen Betriebe

7. Februar 2018

Verursachergerechte Kosten für Anschlüsse ans ewz-Netz

Netzanschlussverordnung nach Branchenstandard beantragt

Der Stadtrat will den bisherigen ewz-Tarif für den Netzanschluss in eine Netzanschlussverordnung überführen und damit dem Standard der Branche anpassen. Das ewz soll unter anderem die Beiträge an die Netzkosten nach Spannungsebene unterscheiden und kostendeckende Gebühren für alle Anschlüsse erheben können.

Das ewz erhebt die Gebühren für den Anschluss an sein Verteilnetz in der Stadt Zürich nach dem sogenannten Netzanschlusstarif (Tarif N), den der Gemeinderat im Januar 2006 erliess und zweieinhalb Jahre später an die Vorgaben des Stromversorgungsgesetzes anpasste. Aus mehreren Gründen muss dieser Tarif den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, den bisherigen Tarif N vollumfänglich zu revidieren und neu als Netzanschlussverordnung (NAV) zu erlassen.

Klarheit und Abhilfe schaffen

Die NAV soll Klarheit schaffen über die Definition des Netzanschlusspunkts. Dieser hat in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen Anlass gegeben. Dasselbe gilt für den Netzkostenbeitrag, den Grundeigentümerinnen und -eigentümer an die Infrastruktur leisten müssen, die dem Netzanschluss vorgelagert ist. Auch hier soll die Definition in der NAV Unklarheiten beseitigen. Für die Nutzung dieser vorgelagerten Infrastruktur galt bisher ein einheitlicher Beitrag über alle Spannungsebenen. Die NAV sieht neu eine Differenzierung zwischen Mittelspannung (11 000/22 000 Volt) und Niederspannung (230/400 Volt) vor, entsprechend den Empfehlungen des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen. Zudem kann das ewz für zu gross dimensionierte Anschlüsse kostendeckende Gebühren erheben und so einen unnötigen Netzausbau verhindern. Schliesslich sollen nachträgliche Änderungen am Versorgungs- und Messkonzept nicht mehr pauschal, sondern nach effektivem Aufwand verrechnet werden. Insgesamt führt die NAV dazu, dass Investitions- und Betriebskosten für Netzanschlüsse verursachergerecht überwälzt werden.

Geringe Auswirkungen für KMU

Die neuen Regelungen betreffen KMU branchenübergreifend, führen aber weder zu neuen Pflichten noch zu administrativem Mehraufwand. Finanziell wirkt sich die NAV einzig durch einen leicht höheren Netzkostenbeitrag für Niederspannung aus – dies betrifft Haushalte und Kleingewerbe – sowie durch die Zusatzgebühr für überdimensionierte Anschlüsse.

Thema: Versorgung und Entsorgung

Organisationseinheit: Stadtrat, Departement der Industriellen Betriebe, Elektrizitätswerk