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Nachhaltige Ernährung: Strategie zeigt Wirkung

Medienmitteilung

Die Strategie nachhaltige Ernährung Stadt Zürich ist erfolgreich gestartet. In den ersten zwei Jahren der Umsetzung hat die Stadt Zürich Lebensmittelverluste in ihren 450 Verpflegungsbetrieben gesenkt, eine ausgewogene Ernährung gestärkt und die Nachhaltigkeit im Einkauf erhöht. Sie hat sich zudem mit vielfältigen Aktionen engagiert, um gemeinsam mit der Bevölkerung weitere Schritte in diese Richtung zu gehen.

6. Oktober 2021

Alle zwei Jahre informiert der Stadtrat über den Stand der Umsetzung der Strategie nachhaltige Ernährung, die durch eine Volksabstimmung im November 2017 angestossen wurde. In den ersten zwei Jahren der Umsetzung konnten erste Massnahmen bereits erfolgreich abgeschlossen werden: Erarbeitet wurden unter anderem Kennzahlen für das Monitoring von Food-Waste in städtischen Verpflegungsbetrieben, transparente Richtlinien für Kooperationen mit externen Partnern oder ein Vermarktungskonzept und Label für landwirtschaftliche Produkte aus der Stadt Zürich (Stadtpur). Zurzeit befinden sich zwanzig weitere Massnahmen in der Umsetzung, 16 weitere starten in Kürze.

Wirkung in den städtischen Verpflegungsbetrieben

Die städtischen Verpflegungsbetriebe verfolgen bis 2030 vier quantitativen Ziele: Food-Waste auf unter 10 Prozent senken, ein ausgewogenes Angebot schaffen, den Anteil nachhaltiger Produkte auf mindestens 50 Prozent steigern und insgesamt 30 Prozent weniger Klima- und Umweltbelastung verursachen. In den vergangenen zwei Jahren wurde ein wirksames Monitoring aufgebaut, das den Betrieben hilft entsprechende Verbesserungen einzuleiten. Zusätzlich werden zentrale Aus- und Weiterbildungen angeboten.

Zudem haben die Betriebe zwei Menudatenbanken für Alterszentren und Personalrestaurants erarbeitet. Mit diesen optimierten Menüs kann die durchschnittliche Gesamtumweltbelastung um 52 Prozent und das Treibhauspotenzial um 48 Prozent reduziert werden. Zudem testet das Stadtspital das Planungstool des Start-ups Prognolite, das eine datengestützte Prognose zur Anzahl Menus generiert. «Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen ist besonders für ältere Menschen zentral. Die Menudatenbank hilft uns gesunde und gleichzeitig nachhaltige Mahlzeiten zu kreieren. Ich war selber überrascht wie vielfältig das Angebot an pflanzlichen Proteinen ist», sagt Andreas Madlener, Leiter Hotellerie eines städtischen Gesundheitszentrums für das Alter.

Grundlagenarbeiten stärken, Bevölkerung motivieren

Die Stadt Zürich nutzt Synergien mit Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sowie anderen Schweizer Städten, teilt Erfahrungen und multipliziert so die Wirkung. Zudem erarbeitet sie wissenschaftliche Grundlagen. Ein Beispiel ist das Forschungsprojekt «Was isst Zürich?», in dessen Rahmen das Ernährungssystem der Stadt Zürich analysiert und Chancen und Herausforderungen regionaler Lebensmittelinitiativen aufgezeigt wurden.

Um die Bevölkerung für eine nachhaltige und ausgewogene Ernährung zu motivieren, unterstütz die Stadt Zürich Anlässe wie das Festival Food Zurich oder Projekte im Beriech Umweltbildung wie zum Beispiel die «GemüseAckerdemie», welche das Angebot der Schulgärten mit einem Programm für Konsum- und Ernährungsbildung kombiniert.

«Für die nächsten Jahre gilt es, die hohe Dynamik in der Stadt Zürich mit ihren vielen Start-ups, Hochschulen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und innovativen Gastrobertrieben weiter zu nutzen», sagt Stadtrat Andreas Hauri. «Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen städtischen Verpflegungsbetrieben und unseren Expertinnen für nachhaltige Ernährung freut mich als Gesundheits- und Umweltminister natürlich doppelt.»

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