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Nordamerika Native Museum

CURTIS. The North American Indian. Ein Fotograf und sein Mythos

Sonderausstellung: 11. Mai 2019 bis 1. März 2020

Kennen Sie Edward S. Curtis? Nein?

Vermutlich kennen Sie seine Bilder! Curtis' Werk ist der Inbegriff des stereotypen Indianerbildes. Unsere Vorstellung der indianischen Bevölkerung hat es ebenso geprägt wie die Werke des Schweizer Indianermalers Karl Bodmer oder die Abenteuerromane von Karl May. So berühmt seine Bilder sein mögen, so wenig bekannt ist die komplexe Geschichte, die seinem Hauptwerk «The North American Indian» zugrunde liegt. Zwischen 1907 und 1930 erschienen, gilt es bis heute als eine der umfassendsten und kostspieligsten dokumentarischen Arbeiten. Es ist geprägt von extremen künstlerischen Ambitionen, bewegt sich zwischen Manipulation und Dokumentation, wird glorifiziert oder aufs Schärfste kritisiert. Die Fotografieren von Curtis haben nicht nur Stereotype geschaffen, sie haben den Fotografen selbst zum Mythos gemacht - nicht zuletzt auch durch unsere Auswahl der immer selben Bilder.

Die Ausstellung möchte die Bandbreite und Widersprüche von Curtis' Werk beleuchten. Vor welchem Zeitgeist entstanden diese Bilder und Texte und in welchem Verhältnis stehen sie zur Fotografie, Ethnologie und Politik dieser Zeit? Die Geschichte von «The North American Indian» ist nicht nur eine von Superlativen und Stereotypen, sondern auch eine von interkulturellen Begegnungen zwischen Vertreter*innen der indigenen Bevölkerung, die an diesem Prozess mitwirkten und der kolonisierenden Siedlergesellschaft, welche die Bilder konsumierten.

Nicht zuletzt lassen sich an dem Werk die sich verändernden Erwartungen an das Medium der Fotografie thematisieren, sowie die Machtaspekte, die dem Fotografieren – und damit dem sich Aneignen und Verbreiten von Bildern – zugrunde liegen.

Es werden insgesamt 80 Fotogravuren in 4 Etappen zu je 20 Folios und 2 Bände des Gesamtwerks gezeigt. Es sind personalisierte Kombitickets für alle Bildwechsel am Empfang erhältlich.

Daten der Bildwechsel:
Quartal 1: 10. Mai bis 21. Juli 2019
Quartal 2: 22. Juli bis 29. September 2019
Quartal 3: 30. September bis 15. Dezember 2019
Quartal 4: 16. Dezember bis 1. März 2020
Zu Beginn des jeweiligen Quartals findet eine Kuratorenführung durch die Sonderausstellung statt.

Informationen für Medienschaffende
 

Ferienprogramm

während den Zürcher Frühlingsferien

Ferienprogramm im NONAM

Noch nichts vor in den Zürcher Frühlingsferien. Dann kommen Sie zu uns ins Nordamerika Native Museum.

Zeit: 13 - 16 Uhr
Kosten: Museumseintritt plus Material (Fr. 5.-) 

Programm

Di, 23. April 2019

Pop-Up-Karten
Auf der Suche nach Tieren fuhren die Waldland-Indianer mit Kanus auf Flüssen und Seen durch undurchdringliche Wälder. Mach dich in unserem Waldland auf die Suche nach den Tieren und gestalte im Atelier deine eigene Pop-Up-Karte.

Mi, 24. April 2019

Totempfahl
Vor dem Museumseingang begrüßt dich ein riesiger Totempfahl. Möchtest du seine Geschichte erfahren? Dann komm zu uns ins NONAM. Hier erfährst du, warum der Totempfahl mit dem Marterpfahl verwechselt wird, lauschst der spannenden Geschichte vom Raben und der Nebelfrau und gestaltest deinen ganz persönlichen Storypole oder Geschichtenpfahl. 

Do, 25. April 2019

Goldgelbe Maisbilder
Mais ist eine der wichtigsten Pflanzen der Hopi. Mmmh, warme Maiskolben, Pop Corn - ein tolles Nahrungsmittel. Aus den Maisblättern werden Körbe, Puppen und sogar Mokassins hergestellt. Wusstest du, dass man mit Mais auch Bilder malen kann? Glaubst du nicht? Komm ins NONAM und probiere es selber aus.
 

Fr, 26. April 2019

Specksteinamulett
Die Inuit sind wahre Meister in der Herstellung von Specksteinfiguren. Sie schnitzen Tiere wie Eisbären oder Robben oder sogar ihr Kajak. Tauche ein in die Welt der arktischen Formen und gestalte im Atelier dein eigenes Specksteinamulett. 

Di, 30. April 2019

Mit Zeichen Geschichte(n) erzählen

UnkostenViele Indianer kannten keine Buchstabenschrift wie wir sie kennen. Wichtige Ereignisse behielten sie mit Zeichen und Symbolen in Erinnerung, die man Piktogramme (Bilderschrift) nennt. Du lernst indianische Bildzeichen kennen und erfindest eigene Zeichen und Symbole für deine ganz persönliche Geschichte. Die erzählst du - ganz nach indianischer Art - auf einem Stück Leder und nimmst sie mit nach Hause. 

Mi, 1. Mai 2019, Museum geschlossen

Do, 2. Mai 2019

Bunte Buttons selbst gemacht
Magst du Buttons? Dann bist du bei uns genau richtig. Gestalte deine eigenen Plaketten und erweitere deine Sammlung. 

Fr, 3. Mai 2018

Storyteller - der Geschichtenerzähler
Entdecke die Geschichtenerzähler der Pueblo-Indianer und forme deinen eigenen Storyteller aus Modelliermasse. Wenn er fertig ist, kannst du ihn mit Geschichten der Indianer und mit deinen eigenen Geschichten füttern.

Familienführung am Sonntag

Jeden Sonntag findet eine Familienführung im NONAM statt. Die Führung lädt zu einem Museumsparcours durch die Dauerausstellung. Jeden Sonntag von  12 - 13 Uhr, geeignet für Kinder ab 6 Jahren in Begleitung Erwachsener, Preis: Museumseintritt. 

Kulturvermittlungsprogramm für Schulen

Führungen und Workshops

Für Hortgruppen, Kindergärten und Schulklassen bieten wir ein reiches Angebot an interaktiven Führungen und Workshops an.

Mehr Informationen zu den Angeboten finden sie hier

Wieder erhältlich: Karl Bodmer Bildband

Die Forschungsreise des Prinzen Maximilian zu Wied an den oberen Missouri (1832–1834) war ein Höhepunkt in der Begegnung Europas mit Nordamerika. Die Illustrationen, die der Zürcher Künstler Karl Bodmer für den Reisebericht des Prinzen schuf, sind Meisterwerke in der Darstellung des Halbkontinents und seiner Ureinwohner.

Preis: Fr. 49.-

Weitere Informationen

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