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Geschichte

Schulhaus Balgrist

Das nur sechs Klassenzimmer umfassende Schulhaus Balgrist befindet sich im üppigen Grüngürtel zwischen dem waldigen Hang des Wehrenbachtobels im Westen und einem ruhigen Wohnquartier aus den 1950er-Jahren im Osten. Der zweigeschossige Satteldachbau mit Kindergarten ist durch eine gedeckte Pausenhalle mit dem leicht abgewinkelten Turnhallentrakt verbunden. Stilistisch steht der teilweise mit einer hellen Holzlattung verkleidete Schulbau in der Tradition der Landiarchitektur.

Baujahr
1953

Architekt
Ernst Rüegger

Umbauten und Renovationen

  • 1988 Umbau EG
  • 1994 Pavillon
  • 1999 Änderung der Umgebungsgestaltung
  • 2003 Gesamtsanierung

Quelle: Amt für Städtebau, Spezialinventar Schulhäuser

Schulhaus Kartaus

Südwestansicht, 1939; Quelle: BAZ

Städtebauliche Situation
Prägnanter, quer zum Hang stehender Schulbau am Fuss einer ausladenden Geländeterrasse mit ländlicher Baugruppe. Im Nordwesten stösst stumpfwinklig die 1948 erbaute Turnhalle an das Schulhaus.

Typologie
Spätes Beispiel des Typus «Normalschulhaus», gemäss der 1835 durch den Regierungsrat festgelegten Anleitung zur Erbauung von Schulhäusern: Zwei dreiseitig belichtete Grossschulzimmer flankieren den zentralen, hier etwas in die Breite gezogenen Erschliessungsbereich.

Würdigung
Streng gegliederter Monumentalbau in der Formensprache der Neurenaissance. Der axialsymmetrische Fassadenaufbau zeigt einen aufwändig gestalteten Mittelrisalit mit Portikus und Kolossalordnung, die das dritte und vierte Obergeschoss zusammenfasst. Eckquaderung, Fugenschnitt, Gesimse, Lisenen und das markante Kranzgesims verleihen dem Schulhaus ein herrschaftliches Gepräge und lassen auf einen speziell hohen Repräsentationsanspruch schliessen. Im Innern sind die Eingangshalle und das Treppenhaus original erhalten, während in den Schulzimmern Böden und Türen ersetzt wurden.

Baujahr
1890 Schulhaus
1948 Turnhalle

Architekten
Martin Koch-Abegg (Planung)
Robert Zollinger (Ausführung)
Karl Knell (Turnhalle)

Umbauten und Renovationen

  • 1954 Erweiterung des Kindergartens im 1. OG

Quelle: Amt für Städtebau, Spezialinventar Schulhäuser

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