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Extreme Natureinwirkungen sind jederzeit möglich

Naturgefahren schliessen alle Vorgänge und Einwirkungen der Natur ein, die für den Menschen und für Sachwerte schädlich sein können. Naturkatastrophen, auch von verheerendem Ausmass, hat es in der Schweiz schon immer gegeben. Da die Siedlungen immer dichter und die Sachwerte immer grösser werden, hat in den vergangenen Jahrzehnten das Schadenausmass bei vergleichbarer Natureinwirkung erheblich zugenommen.

Hochwasser 1910 beim Hauptbahnhof Zürich. (Bild: AWEL)

Die Schweiz ist oft von Hochwassern, Stürmen, Rutschungen und Lawinen betroffen. Weniger häufig sind Trockenheit, Hitze- oder Kältewellen. Starke Erdbeben sind selten, wie die Geschichte zeigt können sie aber auch in der Schweiz vorkommen.

Gefahrenkarte für die Stadt Zürich

Gefahrenkarten zeigen auf, welche Siedlungsräume durch Hochwasser, Lawinen, Rutschungen oder Felsstürze bedroht sind. Wobei es für jede dieser vier Gefahrenkategorien eine eigene Karte gibt. Aus den Karten lässt sich ablesen, welche Flächen beim nächsten Unwetter überschwemmt werden könnten, wo Lawinen nieder gehen oder welcher Hang ins Rutschen geraten könnte. Zudem enthält die Gefahrenkarte detaillierte Angaben über Ursachen, Ablauf, räumliche Ausdehnung, Intensität und Eintretenswahrscheinlichkeit von Naturereignissen (Quelle: Plattform Naturgefahren PLANAT).

Die Baudirektion des Kantons Zürich hat im Februar 2009 die Gefahrenkarte für die Stadt Zürich erlassen. Aufgrund der Gefahrenkarte sind der Kanton und/oder die Stadt Zürich gesetzlich verpflichtet, geeignete Massnahmen zu treffen:

  • Raumplanung: Definition von Gefahrenzonen im Nutzungsplan und Formulierung von Bauauflagen
  • Massnahmen zur Risikoverminderung, zum Beispiel Hochwasserschutz 
  • Notfallplanung und -organisation
  • Sensibilisierung der Bevölkerung für mögliche Gefährdungen und allfällige Schutzmassnahmen

Die Gefahrenkarte erlaubt es, Schwachstellen zu erkennen und Optimierungsmassnahmen wirtschaftlich und in der richtigen Prioritätenfolge zu planen.

Gefahrenstufen: Keine bis erhebliche Gefährdung

Der Grad der Gefährdung (Gefahrenstufen) wird durch die Intensität und die Eintretenswahrscheinlichkeit (Häufigkeit oder Wiederkehrdauer) der jeweiligen Gefahrenart bestimmt. Die Gefahrenkarte zeigt in erster Linie, ob überhaupt mit einer Gefährdung gerechnet werden muss. Eine weisse Fläche zeigt, dass nach derzeitigem Kenntnisstand mit keiner Gefährdung zu rechnen ist. Findet man rote, blaue, gelbe oder gelb-weiss schraffierte Flächen in der Gefahrenkarte, so geben diese Hinweise auf die generelle Gefährdung.

Gefahrenstufen in der Übersicht

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