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Ihr Anästhesieteam beherrscht viele Aufgaben

Wir sind ein spezialisiertes und motiviertes Team von Anästhesie-Ärztinnen und -Ärzten sowie Anästhesie-Fachpflegepersonal. Das Leistungsspektrum umfasst die Betreuung unserer Patienten vor, während und nach einer Operation, die postoperative Schmerztherapie, die operative Intensivmedizin sowie die Mitbehandlung der Patienten mit lebensbedrohlichen Störungen der Organfunktionen. Unser Kerngeschäft ist die anästhesiologische Betreuung. Sie umfasst die präoperativen Abklärungen, das Aufklärungsgespräch, die Anästhesiedurchführung sowie die postoperative Überwachung auf unserer Überwachungsstation.

Kontakt

Stadtspital Waid
Institut für Anästhesiologie
Tièchestrasse 99
Stadtspital Waid
8037 Zürich
Fax +41 44 366 26 10

Chefarztsekretariat

Karin Leu, +41 44 366 20 20
Kontaktformular

Chefarzt Institut für Anästhesiologie

Stv. Leitung Institut für Anästhesiologie

Dr. Pascale Ablinger, Leitende Ärztin

Operation ohne Schmerzen: Anästhesie

Anästhesie bedeutet Empfindungslosigkeit bzw. Betäubung. Grundsätzlich unterscheiden wir 4 Anästhesieformen:

Lokalanästhesie

Nur ein kleiner Bezirk des Körpers wird unempfindlich gemacht. In der Regel führt der operierende, bzw. untersuchende Arzt die Lokalanästhesien selber durch.

Regionalanästhesie

Sie erstreckt sich auf einen grösseren Abschnitt des Körpers, wie z.B. Anästhesie des ganzen Beines oder Armes oder der unteren Körperhälfte (Lumbal-/Spinalanästhesie).

Allgemeinanästhesie

Besser bekannt als Vollnarkose. Dabei versetzen wir Sie in einen schlafähnlichen, schmerzlosen Zustand.

Kombinations-Anästhesie

Bei grösseren Eingriffen, wie z.B. Bauch-, Brustkorb-, Schulter oder Knieoperationen, kombinieren wir häufig Vollnarkosen mit Regionalanästhesien. Dadurch beeinflussen wir den postoperativen Verlauf und insbesondere die Schmerztherapie auf eine günstige Art.   

Unabhängig von der Anästhesieart überwachen wir alle Patienten während der Operation engmaschig: Herzkreislauf, Lungen- und Nierenfunktion sowie die Narkosetiefe.

Individuelle Beratung, massgeschneiderte Narkose

Im Falle einer Operation beraten wir Sie in einem vorbereitenden Gespräch über die Narkosemöglichkeiten in Ihrem individuellen Fall. Die möglichen Anästhesieverfahren erklären wir Ihnen ausführlich, damit keine Unklarheiten zurück bleiben.

Verhaltensregeln vor der Anästhesie

Helfen Sie mit, vermeidbare Nebenwirkungen und Zwischenfälle auszuschliessen, in dem Sie folgende Regeln beachten: 

  • Bei geplanten Eingriffen idealerweise 10 Stunden, mindestens aber 6 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen. Schluckweises Trinken von klaren Flüssigkeiten (Tee/Wasser) ist in der Regel bis kurz vor der Operation erlaubt.
  • Machen Sie am Tag der Operation eine Rauchpause! Schminken Sie sich ab und lassen Sie alle leicht abnehmbaren Schmuckstücke auf der Station.
  • Kontaktlinsen sind im Operationssaal bzw. Untersuchungsraum nicht erlaubt. Brillen nur bei starker Fehlsichtigkeit. Lassen Sie gegebenenfalls auch Zahnteile (Zahnprothesen), künstliche Haarteile sowie andere Prothesen auf der Station zurück.
  • Wenn Sie morgens Medikamente einnehmen, besprechen Sie mit uns, welche Medikamente Sie dann vor der Anästhesie noch einnehmen können.

Ausnahmen bzw. Änderungen dieser Regeln sind nur nach Rücksprache mit der Anästhesistin bzw. dem Anästhesisten möglich.

Patientinnen und Patienten erhalten Kontrolle über ihre Schmerzen

Die Behandlung von postoperativen Schmerzen ist Bestandteil jeder anästhesiologischen Betreuung bei operativen Eingriffen. Nach grösseren Operationen lassen sich folgende Methoden anwenden:

Patienten-kontrollierte Analgesie (PCA)

Diese Methode verwirklicht die Idee, dass sich der Patient sein Schmerzmittel gemäss seinem Bedarf per Knopfdruck verabreicht. Mit einer speziellen Infusionspumpe «rufen» Sie eine kleine Menge eines Schmerzmittels über eine Venenverweilkanüle ab. Anschliessend ist die Pumpe für einige Minuten gesperrt, um Überdosierungen zu vermeiden. Je nach Operation benötigen die Patient/innen diese ungefähr 3 Tage. Danach beenden wir die Behandlung mittels Infusionspumpe und setzen diese bei Bedarf mit einem anderen, milderen Schmerzmittel fort.

Regionalanästhesie-Verfahren mit Kathetertechnik

Bei dieser Technik legen wir einen sehr dünnen Katheter in örtlicher Betäubung in die Nähe der Nerven, die das betroffene Operationsgebiet versorgen. Über diesen Katheter lässt sich kontinuierlich und bei Bedarf per Knopfdruck ein örtliches Betäubungsmittel zuführen. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders für Operationen an den Extremitäten und an der Schulter. Der Vorteil dieser Kathetertechnik besteht darin, dass sie nur die entsprechenden Nerven des Operationsgebietes betäubt und mögliche, allgemeine Nebenwirkungen intravenös verabreichter Schmerzmittel wie Müdigkeit, Übelkeit ausbleiben.

Rückenmarksnahe Regionalanästhesieverfahren mit Kathetertechnik

Nach grösseren Bauch- oder Lungenoperationen ist dieses Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie vorteilhaft. Dabei legen wir in örtlicher Betäubung einen dünnen Katheter zwischen 2 Dornfortsätzen in die Nähe der zum Rückenmark ziehenden Nerven. Über diesen Katheter lassen sich kontinuierlich mittels einer elektronischen Pumpe örtlich Betäubungsmittel und Schmerzmittel zuführen. Zusätzlich verabreichen Sie sich Schmerzmittel nach eigenem Bedarf. Ihr Vorteil: Sie vermeiden mögliche, allgemeine Nebenwirkungen intravenös verabreichter Schmerzmittel. Insbesondere erleben Sie das Husten und Durchatmen nach Oberbauchoperationen weniger schmerzhaft oder eine Lungenentzündung lässt sich vermeiden. Ebenfalls erholt sich die Darmfunktion schneller im Vergleich zu konventionellen Schmerztherapien mit morphinartigen Substanzen.

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