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Hitze

Ein Wasserspiel

Gemäss Klimaprognosen für die Jahre 2021-2040 ist im Vergleich zur Periode 1961-1990 künftig in Zürich mit einer Verdoppelung auf jährlich 44 Hitzetage mit Temperaturen über 30° Grad zu rechnen. Die Zahl der Tropennächte wird noch stärker zunehmen: 50 statt wie bisher 20 Tropennächte. Stark betroffen sind ältere Menschen oder Kinder. Das hitzebedingte Sterberisiko nimmt bei Tageshöchsttemperaturen über 30°C markant zu, selbst wenn es sich nur um einzelne Hitzetage handelt. Tropennächte verschlechtern die Schlafqualität. Zudem ist mit einem steigenden Energiebedarf für die Kälteproduktion zu rechnen.

Das macht die Stadt

Der hohe Bebauungsgrad und der geringe Grünflächenanteil in der Stadt führt zu einem Hitzeinseleffekt, der durch den Klimawandel verstärkt wird. Was es mit dem Hitzeinseleffekt auf sich hat, ist hier beschrieben.

Umsetzungsprojekte zur Hitzeminderung und Handlungsempfehlung für Planende

Als Antwort darauf hat die Stadt Zürich die Fachplanung Hitzeminderung mit Klimaanalysekarten, Teilplänen als Beurteilungsgrundlage der Situation und konkreten Handlungsempfehlungen erarbeitet. Planende und Bauende können direkt über das Stadtklimatool auf die Planungsgrundlagen zugreifen und erhalten für beliebige Standorte eine Kurzanalyse sowie Handlungsempfehlungen. Gleichzeitig hat die Stadt sich mit der beschlossenen Umsetzungsagenda einen konkreten Massnahmenkatalog für Umsetzungsprojekte für die Jahre 2020-2023 auferlegt.

Informations – und Hitzewarnsysteme

Um darüber hinaus die Gesundheit der Bevölkerung während Hitzeperioden zu schützen, wurden die bestehenden Informations- und Hitzewarnsysteme gezielt auf heisse Sommertage weiterentwickelt. Neue Erkenntnisse fliessen in die Schulungsprogramme der Mitarbeitenden in Alters- und Pflegeeinrichtungen ein. Für Mitarbeitende, die bereits heute stark von der Hitze betroffen sind, werden geeignete Massnahmen, z.B. angepasste Bekleidung, Schutzmaterial, Anpassung von Arbeitsprozessen und -zeiten, ausreichen Getränke, umgesetzt. Massnahmen, um Leistungseinbussen aufgrund von Hitze zu verhindern, sind geplant.

Eine Kältestrategie für die Stadt

Mit zunehmender Hitzebelastung braucht es mehr Kühlung in Wohn- und Arbeitsräumen. Dem begegnet die Stadt mit der Erarbeitung der Kältestrategie. Durch sommerlichen Wärmeschutz und weiteren baulichen und betrieblichen Massnahmen soll der Kältebedarf reduziert werden. Es gilt auch, die Abwärme zu nutzen zum Beispiel durch saisonale Speicherung im Erdreich. Wichtig ist, dass nicht-nutzbare Abwärme möglichst nicht an die Aussenluft abgeführt wird.

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