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Die «Velostrategie 2030» löst den «Masterplan Velo» ab

SDie Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Verkehrssicherheit in der Stadt Zürich aus.

Stadträtin Karin Rykart und Stadtrat Richard Wolff haben heute die «Velostrategie 2030» der Stadt Zürich präsentiert. Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung des «Masterplans Velo», die auf die Umsetzung eines durchgehenden Netzes von Velovorzugsrouten fokussiert. Weiter sollen eine positive Velokultur in der Stadt sowie die Veloförderung durch eine gesamtheitliche Herangehensweise sichergestellt werden.

Die «Velostrategie 2030» löst ab sofort den «Masterplan Velo» als Planungsgrundlage für die Veloförderung in der Stadt Zürich ab. Mit dem Velo sicher und einfach durch Zürich – das ist die Vision der Strategie für die nächsten Jahre. Verwirklicht werden soll sie mit drei Stossrichtungen, wie Tiefbauvorsteher Richard Wolff und Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart heute an einer Medienkonferenz erklärten.

Erste Stossrichtung: über 100 Kilometer Vorzugsrouten
Erstens soll in Zürich ein durchgehendes, sicheres und sichtbares Netz von Velorouten entstehen, wobei der Fokus auf den Velovorzugsrouten liegt. Das Netz ist noch in Erarbeitung. Es wird über 100 Kilometer umfassen, mindestens 50 Kilometer werden im Sinne der Volksinitiative «Sichere Velorouten für Zürich» umgesetzt. Die Vorzugsrouten sollen eine durchgehende Verbindung zwischen den Quartieren, der Innenstadt und der Agglomeration schaffen. Gleichzeitig zur weiteren Ausarbeitung des Velonetzes entwickelt die Stadt die Gestaltungsstandards und die Umsetzungsplanung der Velovorzugsrouten.

Zur beschleunigten Umsetzung werden Sofortmassnahmen für das Velo einfach und effektiv vorangetrieben, zum Beispiel mit neuer Markierung und Signalisation. Dafür ist das «Veloexpress»-Team verantwortlich. Zudem werden Verbesserungen für den Veloverkehr weiterhin konsequent im Zuge von Bauprojekten verwirklicht.

Zweite Stossrichtung: Velokultur
Als zweite Stossrichtung sollen mittels Massnahmen wie Tempo 30 sowie Sicherheits- und Verhaltenskampagnen eine positive Velokultur und ein Verkehrsklima der gegenseitigen Rücksichtnahme in der Stadt etabliert werden.

Dritte Stossrichtung: Gesamtheitliche Sicht
Die Anforderungen des Veloverkehrs werden in der Planung auf allen Strassen von Anfang an berücksichtigt. Neu können Veloplanungen eigenständig Projektierungen im Strassenraum auslösen. Die Stadtverwaltung erstellt frühzeitig Vorstudien und Konzepte, insbesondere auf Korridor- und Quartierebene. Konzepte, Planungen und Projekte werden aktiv und mit Bildern und Zahlen kommuniziert. Die Veloförderung soll wahrgenommen werden. Auch werden die organisierte und die nicht organisierte Quartierbevölkerung stärker in die Projekt- und Massnahmenentwicklung einbezogen. Die Stadt Zürich setzt sich auf übergeordneter Ebene bei Bund und Kanton für den städtischen Veloverkehr ein.

Anpassungen möglich
Die «Velostrategie 2030» wurde vom Tiefbauamt und der Dienstabteilung Verkehr erarbeitet. Sie ist, wie zuvor schon der «Masterplan Velo», in der Strategie «Stadtverkehr 2025» verankert. Auch wird sie eng mit dem Strategieschwerpunkt «Sicher Velofahren» des Stadtrats koordiniert. Die Strategie besteht aus dem Strategiepapier und einem Massnahmenband. Der Massnahmenband wird alle zwei Jahre überprüft und bei Bedarf angepasst. So kann die Stadt rasch auf neue Entwicklungen und Erkenntnisse in der Veloförderung reagieren. Über die Umsetzung des Vorzugsroutennetzes wird es eine jährliche, separate Berichterstattung geben.

                                                                       Zürich, 19. März 2021 

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