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Fernwärme

Umweltfreundliche Heizenergie

Einheimisch, sauber und trotzdem günstig: ERZ Entsorgung + Recycling Zürich beheizt Tausende von Wohnhäusern, Büros und öffentlichen Gebäuden mit Fernwärme.

Die Haupt-Wärmequelle ist die Abwärme des Kehrichtsheizkraftwerks Hagenholz – quasi ein Abfallprodukt der Kehrichtverbrennung. Die Wärme wird in Form von heissem Wasser und Dampf durch ein unterirdisches Versorgungsnetz an die Kundschaft geliefert. Dank der Fernwärme reduziert sich der jährliche CO2-Ausstoss der Stadt Zürich um rund 200’000 Tonnen.

Kennzahlen 2020

  • Mitarbeitende: 61
  • Wärmeabsatz: 762 GWh
  • Abonnierte Leistung: 466 MW
  • Wärmeübergabestationen: 2167

Weitere Informationen finden Sie im Tätigkeitsbericht.

Gut zu wissen:

  • ERZ-Fernwärme kann rund 170'000 Wohnungen heizen.
  • ERZ-Fernwärme ist zu zwei Dritteln CO2-neutral.
  • Mit über 160 km ist das Zürcher Fernwärmenetz das zweitlängste der Schweiz.

Wärmequellen

Die Energie für die Fernwärme der Stadt Zürich liefern mehrere Produktionsanlagen:

  • Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz
  • 1 Holzheizkraftwerk
  • 12 kleinere fossile Heizkessel

Energiemix und CO2-Aussstoss

Die Energie für die ERZ-Fernwärme wird hauptsächlich aus der Verbrennung von Kehricht im Werk Hagenholz gewonnen (63 Prozent). 15 Prozent der Energie wird im Holzheizkraftwerk Aubrugg aus regionalem Holz aus der Landschaftspflege und aus Zürcher Wäldern erzeugt. Zur Abdeckung von Lastspitzen mit hohen Wärmebezügen in den kalten Jahreszeiten kommt ergänzend Gas (22 Prozent) zum Einsatz. Öl wird praktisch nicht mehr genutzt, doch könnte ERZ auf die Versorgung mit Öl umstellen, sollte Gas dereinst knapp sein. Somit ist die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Die Energie aus der Verbrennung von Kehricht sowie Holz ist 100 Prozent CO2-neutral. Die anzurechnenden CO2-Emissionsreduktionen des Holzheizkraftwerkes Aubrugg werden an die Stiftung KliK übertragen. Die Energie aus der Verbrennung von Kehricht gilt zur Hälfte als erneuerbar, weil der Kehricht einen entsprechenden Anteil biogener Abfälle enthält. Das sind Abfälle biologischen Ursprungs wie zum Beispiel Holz.

Der Treibhausgasfaktor «CO2-Äquivalante» der ERZ-Fernwärme wird mit einem spezifischen Rechner anhand des jeweils aktuellen Energiemixes berechnet. Das Ergebnis für das Jahr 2020 ist 0.021 kg CO2-eq / MJ bzw. 0.0756 kg CO2-eq / kWh. Durch den Einsatz von Fernwärme spart die Stadt Zürich gegenüber einem reinen Öleinsatz jährlich rund 214 000 Tonnen an CO2-Äquivalante ein. Weitere Informationen finden Sie im ERZ-Tätigkeitsbericht unter Kennzahlen / Fernwärme.

Im Rahmen der CO2-Kompensation von den fossilen Spitzenlastanlagen nimmt ERZ-Fernwärme am Emissionshandelsystem (EHS) teil, wie im Tarifblatt vermerkt (siehe Download unten). 

ERZ verfolgt konkrete Projekte, um die Fernwärmeversorgung komplett ohne fossile Energieträger wie Gas oder Öl sicherstellen zu können. Ein Beispiel dafür sind die Wärmespeicheranlagen (Bild unten).

Wärmespeicheranlage

Am Standort Hagenholz verfügt ERZ seit 2017 über eine Wärmespeicheranlage. Das Wasser in den Speichern wird mit überschüssiger Wärme erhitzt und zur Abdeckung von Spitzenlasten ins Fernwärmenetz gespeist. Unter anderem mit der Erstellung zusätzlicher derartiger Wärmespeicher verfolgt ERZ das Ziel, die Fernwärme bis 2040 komplett ohne Einsatz von Gas oder Öl zu betreiben.

Weitere Informationen

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