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Medienmitteilungen

Gesundheits- und Umweltdepartement

4. Juli 2019

Gut, aber noch nicht gut genug

Zürich unterwegs zur 2000-Watt-Gesellschaft

Die aktuelle 2000-Watt-Bilanz zeigt: Zürich ist auf dem richtigen Weg. Das Zwischenziel 2020 für den Energieverbrauch hat die Stadt bereits erreicht. Bei den Treibhausgasemissionen nähert sich Zürich dem Zwischenziel, allerdings noch zu langsam.

Die neuen Zahlen der Energiestatistik des Umwelt- und Gesundheitsschutzes Zürich zeigen, wo die Stadt Zürich auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft steht. Das Zwischenziel für 2020, nur noch 4000 Watt zu verbrauchen, hat die Stadt bereits erreicht. Im Mittel der letzten fünf Jahre beanspruchten die Zürcherinnen und Zürcher rund 3500 Watt pro Person. Das sind 1700 Watt weniger als im Jahr 1990. 

Bei den Treibhausgasemissionen sieht es jedoch weniger gut aus. Der Trend geht zwar in die richtige Richtung. Die Emissionen konnten seit 1990 um 1,8 Tonnen reduziert werden. Im Mittel der letzten fünf Jahre stiess die Zürcher Bevölkerung 4,4 Tonnen Treibhausgase pro Person und Jahr aus. Das Zwischenziel für 2020 liegt jedoch bei 4 Tonnen. Dieses Ziel lässt sich mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr erreichen. 

«Wir müssen noch besser werden»

«Wir sind gut unterwegs. Aber wir müssen noch besser werden», beurteilt Stadtrat Andreas Hauri den aktuellen Stand. «Wir müssen jetzt den Schwung der Klimadebatte nutzen, um das Klima zu schützen und für die nachfolgenden Generationen ein lebenswertes Zürich zu erhalten». 

Aktuell prüft die Stadt Zürich zahlreiche weiterführende Massnahmen, um die Umsetzung von Klimaschutzprojekten zu beschleunigen (vgl. Medienmitteilung vom 22. Mai 2019). Zum Beispiel ein «Anschubprogramm Heizungsersatz», um konsequent fossil betriebene Heizungen abzulösen. Geplante und neue Energieverbunde sollen ausgebaut, die stadteigene Fahrzeugflotte auf erneuerbare Energien umgestellt und die städtische Beschaffung sowie Verpflegung möglichst klimafreundlich gestaltet werden. 

Aber auch in den letzten zwei Jahren hat sich viel getan. Im Bereich Mobilität wurden die neue Velostation Europaplatz, das «Züri Velo», die Tramverbindung über die Hardbrücke und der Elektrobus «SwissTrolley plus» eingeweiht. Beim neuen Sportzentrum Heuried steht Energiesparen im Vordergrund. Die Wohnsiedlung Kronenwiese wurde im Minergie-A-Standard erstellt und produziert mehr Energie als sie verbraucht.

Zürcher Klimaheldinnen und Klimahelden

«Dass wir heute bereits so weit sind, verdanken wir auch der Bevölkerung», betont Stadtrat Andreas Hauri. Viele Zürcherinnen und Zürcher verzichten auf ein Auto, kaufen regional und saisonal ein, nutzen Tauschbörsen, Sharing-Plattformen, Reparaturwerkstätten und vieles mehr. Die aktuelle Plakatkampagne «Zürcher Klimaheldinnen und Klimahelden» der Stadt Zürich zeigt, wie jede und jeder im Alltag zum Klimaschutz beitragen kann. 

Die Zürcher Bevölkerung hat in den letzten beiden Jahren wichtige politische Weichen gestellt. Sie stimmte für den Ausbau der Fernwärmeversorgung, für die Verbindungsleitung Josefstrasse-Hagenholz und die Förderung umweltschonender Ernährung.

Thema: Umwelt

Organisationseinheit: Umwelt- und Gesundheitsschutz

Umwelt- und Gesundheitsschutz