Global Navigation

Medienmitteilungen

6. Mai 2019

Vor der Hitze geschützt

Betriebliche und bauliche Massnahmen gegen die Hitze in Alters- und Pflegezentren

Die Stadt Zürich setzt in den Alters- und Pflegezentren kurzfristig 60 bauliche Massnahmen um. Damit wird in den Häusern im Sommer für kühlere Temperaturen gesorgt. Die baulichen Anpassungen liefern wertvolle Erkenntnisse für künftige Bauten und Bestandsanpassungen.

Zürich erlebte 2018 einen der heissesten Sommer seit Messbeginn. Extreme Tage hinsichtlich Wärme nahmen in den letzten Jahren eindeutig zu. Die sommerlichen Temperaturen haben besonders älteren Menschen zu schaffen gemacht. Hohe Temperaturen können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Verschiedene betriebliche Massnahmen und Handlungsanweisungen bestehen schon länger und kommen während Hitzewellen in den Alters- und Pflegezentren zum Einsatz. Dazu kommen verschiedene bauliche Massnahmen, die bereits umgesetzt wurden oder kurzfristig umgesetzt werden.

Betriebliche Massnahmen bei Hitze 

In den Alters- und Pflegezentren werden im Sommerhalbjahr betriebliche Massnahmen umgesetzt, um die Bewohnenden bestmöglich vor Hitze zu schützen. Beispielsweise lüftet das Personal nächtlich, setzt mobile Ventilatoren ein, überprüft die Flüssigkeitsaufnahme und sorgt mit nassen Tüchern und kalten Fussbädern für Abkühlung. 

Bauliche Massnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz 

Immobilien Stadt Zürich hat in Zusammenarbeit mit den Alters- und Pflegezentren einen umfangreichen Katalog von Massnahmen erarbeitet, welche die Bewohnerinnen und Bewohner besser vor den sommerlichen Temperaturen schützen. Von den rund 200 konkreten Massnahmen, die geprüft wurden, können kurzfristig 60 umgesetzt werden. Die Massnahmen setzen bei den folgenden Bereichen an: 

  • Optimierung des Sonnenschutzes (z. B. automatisierte Storen, Sonnenschutzfolien an den Fenstern)
  • Optimierung der Lüftung (insbesondere durch Nachtauskühlung)
  • Begrünung des Aussenraums (z. B. Aufstellen von Pflanzkübeln, Wasserelemente)
  • Minderung der internen Wärmequellen (z. B. Austausch der Beleuchtung durch LEDs, Austausch von Elektrogeräten)
  • Nachrüstung Free-Cooling (ermöglicht Kühlung mittels Erdsonden und einer Abwasserwärmepumpe, die die warme Luft an das Erdreich abgibt)
  • einfache Klimaanlagen in Gemeinschafts- oder Pflegeräumen

Wärmeschutz in Langfristplanung aufnehmen

Bei Neubauten wie dem jüngst fertiggestellten Alterszentrum Trotte (vgl. Medienmitteilung vom 6. Mai 2019) wurde dem sommerlichen Wärmeschutz bereits bei der Planung eine sehr hohe Beachtung geschenkt. Stadtrat André Odermatt betont, wie wichtig es ist, auch in den Bestandsbauten Massnahmen umzusetzen: «Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen vor der Wärme geschützt werden. Die nun vorliegenden Massnahmen tragen wesentlich dazu bei. Auch unterstützen sie die langfristige Planung für sinnvolle, kosteneffiziente und ökologische Lösungen für den Schutz vor Wärme.»

Thema: Bauen, Alter, Gesundheit

Organisationseinheit: Hochbaudepartement, Gesundheits- und Umweltdepartement