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Kinder & Jugendliche

Kinder und Jugendliche können in vielen Bereichen noch nicht selbständig handeln und entscheiden. Es braucht daher jemanden, der ihre Interessen vertritt und ihre Rechte wahrnimmt. Es ist grundsätzlich Aufgabe der Eltern, ihr Kind zu vertreten und für eine angemessene Erziehung, Pflege und Ausbildung besorgt zu sein.

Am 1. Juli 2014 ist das neue Sorgerecht in Kraft getreten, welches die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall vorsieht. Verheiratete Eltern tragen weiterhin gemeinsam die Verantwortung für ihr Kind. Nicht miteinander verheiratete Eltern, die das Sorgerecht gemeinsam ausüben wollen, müssen eine entsprechende Erklärung abgeben. Die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit ist, diese Erklärung gleichzeitig mit der Kindesanerkennung gegenüber dem Zivilstandsamt abzugeben. Nach der Anerkennung des Kindes durch den Vater kann die gemeinsame Erklärung der Eltern auch bei der Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes abgegeben werden (Formular Erklärung). Bitte reichen Sie das von beiden Eltern unterzeichnete Formular vierfach bei der zuständigen Kindesschutzbehörde ein. Die Gebühr für das Verfahren bei der Kindesschutzbehörde beträgt Fr. 100.--.
Weigert sich ein Elternteil die Erklärung abzugeben, kann sich der andere an die Kindesschutzbehörde wenden; diese hat (in einem kostenpflichtigen Verfahren) die gemeinsame elterliche Sorge zu erteilen, sofern keine Gefährdung des Kindswohls besteht.

Seit dem 1. Januar 2015 haben sich die Eltern bei gemeinsamer elterlicher Sorge über die Erziehungsgutschriften für die Berechnung von künftigen AHV/IV-Renten zu einigen und eine entsprechende schriftliche Vereinbarung (Formular Erziehungsgutschriften) zu treffen. Geben die Eltern anlässlich der Anerkennung des Kindes vor dem Zivilstandsamt - was der einfachste Weg ist - oder zu einem späteren Zeitpunkt bei der Kindesschutzbehörde die Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge ab, so haben sie gleichzeitig eine Vereinbarung über die Anrechnung der Erziehungsgutschriften zu treffen. Können sich die Eltern im Rahmen der Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge noch nicht über die Anrechnung der Erziehungsgutschriften einigen, so ist die Vereinbarung innerhalb von drei Monaten der zuständigen Kindesschutzbehörde nachzureichen. Im Säumnisfall hat die Kindesschutzbehörde ein kostenpflichtiges Verfahren betreffend Anrechnung der Erziehungsgutschriften zu eröffnen. Näheres dazu ist im "Merkblatt Erziehungsgutschriften der AHV" zu finden, gemäss welchem die Ausgleichskassen und ihre Zweigstellen [www.ahv-iv.info] gerne Auskunft erteilen [Tel.-Nr. Zweigstelle Stadt Zürich 044 448 50 00].


Wenn sich aufgrund äusserer Umstände oder aus persönlichen Gründen bei der Betreuung und Erziehung Schwierigkeiten ergeben, können sich die Eltern – aber auch die Kinder und Jugendlichen – an Drittpersonen oder verschiedene Institutionen wenden, welche sie beraten und unterstützen.

Sollten die Bemühungen der Familie, anderer Bezugspersonen, der Schule, der Sozialzentren etc. nicht ausreichen oder von vornherein als aussichtslos erscheinen, um eine Gefährdung des Kindes abzuwenden, hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde tätig zu werden.

Sind die Eltern an der Vertretung ihres Kindes verhindert, ist ein gesetzlicher Vertreter zu bestimmen.

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