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SchülerInnenrat

Der SchülerInnenrat wird seit dem Schuljahr 2003/2004 in der Schule Riedtli praktiziert. Es geht darum, den Schülerinnen und Schülern eine Stimme zu geben, um die Möglichkeit, Ent- scheide mitgestalten zu können und Toleranz und Verständnis zu lernen. Im weitesten Sinn geht es um das Lernen und Erleben der demokratischen Spielregeln.
Alle Schülerinnen und Schüler im Schulhaus Riedtli erhalten via Klassendelegierte eine Mö- glichkeit, die Schule mitzugestalten. Probleme und Anliegen von Einzelnen oder Gruppen wer- den aufgenommen, diskutiert und Vereinbarungen werden getroffen. Ziel ist es, die Gemein- schaft und das Wohlbefinden jedes Einzelnen zu stärken und zu fördern. Schülerinnen und Schüler sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung übernehmen. Dabei hat jede Schülerin und jeder Schüler das Recht angehört zu werden, das Antragsrecht.

Die Delegierten

Jede Klasse wählt zwei Delegierte, die sie an den Versammlungen vertreten. Von den Delegierten erscheint immer nur jemand an den Sitzungen. Wie sich die beiden Delegierten die Präsenzzeit im Parlament aufteilen, bleibt ihnen freigestellt.
Die Wahl zum/zur Delegierten gilt für ein Schuljahr und ist verbindlich.
Die beiden Delegierten erhalten für ihre Teilnahme im Parlament einen Vermerk im Zeugnis.

Aufgaben

1. Beschwerderecht

Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht eine Beschwerde vorzubringen. Der Schü- lerinnenrat muss jede Beschwerde aufnehmen und diskutieren, Pro und Contra, Vorteile ge- gen Nachteile. Bei Bedarf wird die Beschwerde weitergeleitet (an die Lehrerschaft oder die Schulleitung, an den Abwart oder die Eltern).

2. Konflikte

Im Parlament sollen Konflikte, die im Schulhaus und auf dem Pausenplatz auftreten, bespro- chen und es soll eine Lösung gesucht werden. Schülerinnen und Schülern, die sich bedroht fühlen, soll die Möglichkeit gegeben werden, sich über Ungerechtigkeiten zu beschweren und Schutz zu verlangen. Das gilt für den Pausenplatz und den Schulweg.

3. Anliegen

Im Schülerinnenrat werden Vorschläge und Wünsche formuliert, diskutiert und es wird darüber abgestimmt. Bei Mehrheitsentscheid wird eine Realisierung angestrebt. Der Einflussbereich gilt für die Schulzimmer, das Schulhaus und den Pausenplatz. Der Schülerinnenrat bestimmt auch über die Verwendung des Kredits.

4. Rückmeldungen

Im Schülerinnenrat werden Schulanlässe und gemeinsame Aktionen besprochen und kritisch kommentiert. Positive Rückmeldungen, Lob und Anerkennung werden gefördert. Alle Schüler- innen und Schüler haben das Recht via Delegierte ihr Anliegen vorzubringen und angehört zu werden. In Ausnahmefällen kann jemand auch einmal direkt an der Versammlung teilnehmen. Die Delegierten müssen grundsätzlich jeden Antrag ernst nehmen.

Traktanden

Anträge für die Traktandenliste müssen spätestens am Donnerstag um 15:30 Uhr bei der Lei- tung eintreffen (schriftlich mit Namensangabe). Später eintreffende Voten kommen erst eine Woche später auf die Liste. Die Leitung bestimmt eine Reihenfolge, die aber in begründeten Fällen geändert werden kann. Die Traktandenliste wird am Montag am Brett beim Eingang und in den Schulzimmern aufgehängt. Dadurch kann man sich vorbereiten.

Sitzungen

Die Gesprächsleitung übernimmt die Leitung. Die Sitzung wird gemäss der Traktandenliste durchgeführt. Bei der Schlussrunde kann jeder/jede Delegierte ein Feedback zur Sitzung geben, einen Hinweis auf ein kommendes Traktandum machen oder sonst ein Votum ab- geben. Die Sitzungen finden wöchentlich jeden Dienstag in der schulfreien Zeit statt und dauern 45 Minuten.

Protokoll

Von jeder Sitzung wird ein Protokoll erstellt. Alle Delegierten schreiben im Turnus ein Protokoll. Es wird während der Sitzung ein Entwurf erstellt. Am Mittwoch bekommt die Leitung die Rein- schrift des Protokolls. Das Protokoll wird in einem Ordner in der Bibliothek und in einem im Lehrerinnenzimmer abgelegt. Zudem wird an alle Delegierten eine Kopie via Klassenlehrerin abgegeben.

Informationsfluss

Die Delegierten informieren (wenn möglich am Donnerstag) die Klasse darüber, was an der letzten Sitzung besprochen wurde. Es bleibt der Klassenlehrkraft freigestellt, ob sie dafür Schulzeit zur Verfügung stellen will oder ob die Klasse während einer Pause im Schulzimmer bleiben kann. Die Leitung berichten an jeder Schulkonferenz im Team über den aktuellen Stand im Parlament.

Dieses Papier wurde von den Delegierten am Dienstag, den 9. September 2003 genehmigt. Es kann jederzeit von der Versammlung geändert werden.

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