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Portrait

Die SKB ist eine Schule, die ausserordentlich stark von ihrem interdisziplinären Charakter geprägt ist. Die Vertreterinnen/Vertreter der einzelnen Berufsgruppen arbeiten Hand in Hand und gestalten den Förderprozess der Schülerinnen und Schüler gemeinsam.

Die Arbeit wird in allen Bereichen zielorientiert aufgrund der individuellen Förderplanung gestaltet. Die im Rahmen der Schulischen Standortgespräche (SSG) durch das interdisziplinäre Team und die Eltern/Erziehungsberechtigten festgelegten Förderziele bilden die Grundlage für die Arbeit der einzelnen Mitarbeitenden.

An der Tagessonderschule findet der Unterricht in Klassen mit je 4 bis 7 Schülerinnen und Schülern statt. Es werden Kindergarten-, Unterstufen-, Mittelstufen und Sekundarstufenklassen geführt sowie Klassen für Jugendliche, die ihre obligatorische Schulzeit abgeschlossen haben («Sonderschulung 15+»). Insgesamt besuchen stets zwischen 80 und 85 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Zürich und dem südlichen Kantonsteil die Tagessonderschule der SKB.

Die Therapien (Physio- und Ergotherapie, Logopädie und Psychomotorik) sind in den Stundenplan der Schülerinnen und Schüler integriert und die Hilfsmittelanpassung findet ebenfalls an der Schule statt.

Im Rahmen der Integrierten Sonderschulung werden in der Stadt Zürich und dem südlichen Kantonsteil zwischen 50 und 60 Kinder und Jugendliche durch Mitarbeitende der SKB unterstützt. Die Art der Unterstützung ist stark abhängig vom Modell (Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Sonderschule ISS oder Integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule ISR).

Die Tagessonderschule SKB – kurz erklärt

Karin Zollinger, Schulleiterin, informiert über die Ziele und Besonderheiten der Schule der Stadt Zürich für Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderungen.

0:03 Die SKB ist ein Kompetenzzentrum für Kinder und Jugendliche mit einer Körper- und einer Mehrfachbehinderung.
0:10 Das sind Kinder, welche zum Teil sehr, sehr schwer eingeschränkt sind.
0:14 Und es sind Kinder, bei welchen man auf den ersten Blick gar nicht viel erkennen kann von einer Behinderung.
0:20 Tatsache ist, dass diese Kinder an die SKB kommen, weil sie besondere Therapien, besondere pädagogische Förderung,
0:29 und zum Teil auch intensive Betreuung und Pflege brauchen.
0:32 Was die SKB sicher auszeichnet, ist, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit sehr gross ist.
0:39 Die Kinder sind in ein System eingebettet von Therapeutinnen und Therapeuten, Pädagoginnen und Pädagogen und Betreuungspersonal.
0:47 Aber auch das Sekretariat leistet einen wichtigen Beitrag mit den Kindern und Jugendlichen, sowie der Fahrdienst und der Hausdienst.
0:56 Wer immer mit diesen Schülern und Schülerinnen zu tun hat, mit ihnen arbeitet,
1:00 beteiligt sich auch an der Zielbildung, an den Förderzielen und an der Umsetzung der Massnahmen, um die Ziele zu erreichen.
1:09 Die Kinder werden nach Möglichkeit, die Eltern zwingend, in diesen Prozess eingebunden.
1:15 Am jährlichen schulischen Standortgespräch wird regelmässig zusammengefasst, wie der Stand der Entwicklung der Kinder ist
1:24 und wohin der Weg führen soll.
1:26 Dazu gehört natürlich die Frage, was braucht es von allen Beteiligten, damit die Ziele erreicht werden können.
1:34 Die Ziele orientieren sich stark am Alltag der Kinder und Jugendlichen.
1:40 Es geht darum, eine grösstmögliche Teilhabe in der Gesellschaft zu erreichen.
1:47 Zum an der Gesellschaft teilnehmen zu können, muss man im grösstmöglichen Mass kommunizieren können.
1:53 Man soll sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten auch bewegen und Bedürfnisse äussern können.
1:59 Die Ziele werden gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen und mit den Eltern erarbeitet,
2:06 um zu klären, was für ihren Alltag relevant ist.
2:11 Und alle Beteiligten bringen dann ihr Fachwissen mit, um die Kinder so gut wie möglich und so kompetent wie möglich
2:17 dahin zu bringen, wo sie hinkommen können, um ihre Chancen, ihre Potentiale zu nutzen.

Die integrierte Sonderschulung der SKB

Franziska Egli, Co-Fachbereichsleiterin Integration, erklärt den Bereich Integration an der Schule der Stadt Zürich für Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderungen.

0:03 Wir haben rund 30 bis 40 Kinder, welche nicht an der Tagessonderschule in die Schule gehen,
0:10 sondern die Regelschule in der Stadt Zürich besuchen.
0:15 Die Kinder können wohnortnah die Schule besuchen und haben den Vorteil,
0:21 dass sie dort gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Quartier in die Schule gehen können.
0:29 Diese Kinder werden durch die SKB betreut,
0:33 das heisst die SKB trägt die Verantwortung über diese Schüler und Schülerinnen.
0:38 Es sind Kinder, die einen Sonderschulstatus haben.
0:40 Das bedeutet, dass die SKB auch das Personal für diese Kinder zur Verfügung stellt.
0:47 Das heisst, wir haben Heilpädagoginnen und Heilpädagogen,
0:50 sowie pädagogische Mitarbeitende, sogenannte Assistenzen, welche die Kinder in der Schule begleiten.
0:55 Das heilpädagogische Personal schaut vor allem auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder,
1:01 welche eine Körper- und Mehrfachbehinderung haben.
1:04 Sie brauchen zum Beispiel Anpassungen im Unterricht,
1:07 oder man muss klären, wie der Turnunterricht anders gestalten werden kann
1:12 oder sie brauchen in den anderen Fächern zusätzliche Unterstützung.
1:16 Unsere Assistenzpersonen begleiten die Kinder vorwiegend während des Turn- und Schwimmunterrichts
1:24 oder während des Handarbeit- und Werkunterrichts.
1:27 Das sind die Fächer, bei welchen die Kinder für die Handlungen unterstützt werden müssen,
1:31 damit sie daran teilnehmen können.
1:34 Zudem ist die Sicherheit so gewährleistet.

Therapien an der Tagessonderschule SKB

Marianne Hofmann, Physiotherapeutin, berichtet über die verschiedenen Therapiebereiche an der Schule der Stadt Zürich für Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderungen.

0:03 Sich mitteilen zu können, kommunizieren mit anderen, handeln,
0:08 etwas bewirken, sich bewegen, sich fortbewegen können…
0:14 das alles sind Bedürfnisse, welche wir haben, auch unsere Kinder und Jugendliche hier an unserer Schule.
0:19 Diese Bedürfnisse sind miteinander verknüpft, sie sind nicht trennbar voneinander.
0:26 Wir in der Therapie beschäftigen uns mit diesen Bedürfnissen.
0:31 Wir sind ein Team von ca. 20 Therapeutinnen und arbeiten in verschiedenen Fachbereichen.
0:39 Das ist die Logopädie, Ergotherapie, Psychomotorik und die Physiotherapie.
0:48 Als Therapeutin hier zu arbeiten, heisst auch, dass man viel interdisziplinär zusammenarbeitet.
0:55 Wir tauschen sehr viel aus, wir suchen gemeinsam nach Lösungen, setzen gemeinsam Teilziele.
1:04 Immer mit dem übergeordneten Ziel, dass das Kind an der Gemeinschaft teilhaben kann,
1:11 in der Gesellschaft, in der Familie, im Klassenverband, in der Freizeit, auf dem Spielplatz, im Sportverein.
1:20 Das kann im konkreten Fall zum Beispiel heissen, dass das Kind lernt, einen Löffel zu halten,
1:27 ihn zum Mund zu führen und geführt zu essen lernt. Und so am Familientisch mitessen kann.
1:33 Für ein anderes Kind kann es heissen, dass es lernt, selbständig den Schulweg zu bewältigen,
1:39 den Fahrplan zu lesen, die ÖV zu benutzen, vielleicht trotz einer Gehbehinderung.
1:49 Wir arbeiten sehr alltagsnah in der Therapie.
1:54 Wir arbeiten deshalb nicht nur in den Therapieräumen,
1:57 sondern sind viel unterwegs im Schulhaus, in den Klassenzimmern.
2:01 Die Therapeutinnen sind auch beim Mittagessen und in der Pflege involviert.
2:05 Wir leiten an, instruieren Kolleginnen und Kollegen.
2:09 So erhalten wir auch wichtige Informationen aus den anderen Bereichen, welche wichtig sind.
2:18 Wir gehen auch nach Hause zu den Eltern
2:21 und schauen gemeinsam an, wie Situationen verbessert werden können.
2:27 Wie mit dem Einsatz von Hilfsmitteln die Pflege erleichtert werden
2:31 oder wie ein Rollstuhl über eine Treppe transportiert werden kann.

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