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Park Pfingstweid

Der Quartierpark Pfingstweid ist ein wichtiger Baustein der Freiraumversorgung für das Entwicklungsgebiet Zürich-West. Über die neu geschaffenen Fuss- und Velowege entlang des Gleisbogens und der Pfingstweidstrasse ist der Park gut an die übrigen Grünräume des Quartiers angebunden.

Der Park wurde auf dem Gelände des ehemaligen Familiengartenareals Pfingstweid, nach den Plänen der Landschaftsarchitektinnen Dominique Ghiggi und Carola Antòn realisiert. Neben dem Park soll auf dem Areal auch ein Primarschulhaus entstehen.

Die Gestaltung des Parks und die Anordnung von Park und Schule sind Ergebnis eines offenen Wettbewerbs aus dem Jahr 2009. Das Siegerprojekt nahm die bestehende Topographie des Areals auf und schlug einen gegenüber der Umgebung abgesenkten grünen Quartierpark vor, dessen räumlicher Abschluss entlang der Pfingstweidstrasse künftig von der Schulanlage gebildet wird.
Im Zentrum des Parks liegt eine grosse, durch Baumgruppen gegliederte Wiese und ein baumüberstandener Kiesplatz mit Wasserbecken. Dieser ist vom Gleisbogen über eine breite Treppe gut erschlossen.
Die Übergänge vom tiefer liegenden Parkniveau zur Umgebung wurden mittels Rampen, Treppen, terrassierten Böschungen und Mauern unterschiedlich gestaltet.
Entlang des Gleisbogens entstand eine terrassierte Böschung mit Spielmöglichkeiten und kleinräumigen Aufenthaltsbereichen. Die dort realisierten Kies- und Schotterbeläge lehnen sich in der Oberflächengestaltung an die Materialien des benachbarten Gleisfeldes an und bieten zudem gute Voraussetzungen für Spontanvegetation.
Den gegenüberliegenden Höhensprung zum City-West-Areal bildet eine Stützmauer, in der Abbruchbeton aus dem Zürcher Hauptbahnhof verwendet wurde. Sie ist durch Treppenaufgänge zur angrenzenden Bebauung und durch Sitzmöglichkeiten gegliedert. Der Höhenübergang zum künftigen Schulareal ist als terrassierte Rasenböschung gestaltet. An ihren Rändern führen Rampen auf das untere Parkniveau. In der westlichen Rampenmauer konnte unauffällig ein öffentliches WC realisiert werden.
Der Bereich der künftigen Schulanlage wird bis zum Bau der Schule von der Quartierbevölkerung als temporärer Freiraum genutzt. Zu diesem Zweck gründete eine Gruppe von Interessierten den Verein Kulturweid, der verschiedene Aktivitäten und Projekte auf dem Gelände koordiniert – von Kunst über Sport bis hin zu Urban Gardening.

Ende September 2013 gab der Gemeinderat der Stadt Zürich grünes Licht für einen Netto-Objektkredit von 7.8 Millionen Franken für den Quartierpark und den Zwischenausbau des Schulareals. Im bisherigen Projekt war auch ein Café-Pavillon an der chaussierten Platzfläche als besonders attraktives Parkelement vorgesehen. Diesem Vorschlag des Stadtrats ist der Gemeinderat nicht gefolgt und hat die hierfür vorgesehenen finanziellen Mittel gekürzt. Anstatt eines Cafés wurde im Park nun lediglich eine ZüriWC-Anlage realisiert.

Der Bau wurde im Frühjahr 2014 begonnen und rund ein Jahr später fertiggestellt. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am Samstag, 5. September 2015, statt.

  • Bauherrschaft: Grün Stadt Zürich
  • Landschaftsarchitektur: Antón und Ghiggi Landschaft Architektur GmbH, Zürich
  • Bauzeit: April 2014 bis Juni 2015
  • Der Hauptbahnhof im Park

    Während der neue Park entstand, wurde unweit davon für den Neubau der Europa-Allee ein Teil des Zürcher Hauptbahnhofs abgebrochen. So entwickelten die Landschaftsarchitektinnen das Konzept, einen Teil der Abbruchmaterialien aus dem Hauptbahnhof im neuen Park am Gleisbogen wiederzuverwenden.
    Für die Stützmauer zwischen Park und City-West Areal wurde Beton aus dem Rückbau von Bahnsteigen verwendet. Dabei wurden grössere Betonabbruch-Brocken in eine Schalung gelegt und mit Recycling-Beton gebunden. Somit findet sich ein Teil der zurückgebauten Gleisanlagen im neuen Park – der seinerseits am Gleisfeld liegt – wieder.
    Die Dächer der abgebrochenen Bahnsteige waren mit Kies bedeckt und begrünt. Die Kiesmischung wurde abgetragen und zur Pfingstweid transportiert, wo sie nun als Substrat für die Ansaat von Wildblumen dient. Dabei sind auch Dachbegrünungspflanzen als «blinde Passagiere» mit in den Park gekommen. Da sie im Park günstige Standortbedingungen vorfinden, werden sie sich bald zwischen den neu angesäten Wildblumen etablieren.
    Auch für die Betonfertigteile, aus denen die ursprünglichen Bahnsteigkanten gebaut waren, wurde eine neue Verwendung gefunden. Aufgrund ihrer Form und Grösse konnten sie als Stützelemente für den Höhenübergang zwischen dem künftigen Schulareal und dem Parkgelände eingesetzt werden.

    Flug über die Baustelle

    Stand der Bauarbeiten des Parks Pfingstweid im März 2015. Betonierung des Wasserbeckens und Pflanzung der ersten Bäume. Aufgenommen mit einem Multikopter, ohne Ton. Flugaufnahmen: www.facebook.com/schnitzelcopter Die Pfingstweid ist der erste Zürcher Park, der von einem Frauenteam gebaut wird: Carola Antón und Dominique Ghiggi, ant'on & ghiggi landschaft architektur: http://antonghiggi.com/ Mehr zum Park Pfingstweid: https://www.stadt-zuerich.ch/pfingstweid

    Weitere Informationen