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Luftqualität

Seit Beginn der kontinuierlichen Luftschadstoffmessungen hat sich die Luftqualität in der Stadt Zürich deutlich verbessert. Dennoch sind weitere Massnahmen nötig, damit die Grenzwerte eingehalten werden können.

Die Luftqualität in der Stadt Zürich wird stetig besser. Dazu beigetragen hat insbesondere das in Kraft treten der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von 1986 und ihre laufenden Anpassungen und Verschärfungen im Bereich von Industrie und Gewerbe sowie Emissionsvorschriften für Fahrzeuge und Feuerungsanlagen. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die Erfolgsgeschichte des Zürcher Verkehrsverbundes, welcher durch den laufenden Ausbau im öffentlichen Verkehr wesentlich zur Minderung der Schadstoffemissionen beiträgt.

Weitere Massnahmen gefordert

Trotz Verbesserung wirkt sich die heutige Belastung mit Luftschadstoffen immer noch nachteilig auf Mensch und Umwelt aus. Es sind nach wie vor Anstrengungen für eine saubere Luft notwendig. Die Stadt Zürich legt hierzu im Massnahmenplan Luftreinhaltung entsprechende Schritte fest.

Vergleich der Stickstoffdioxidbelastungskarten der Stadt Zürich von 1990 und 2016
Die Stickstoffdioxidbelastung in der Stadt Zürich der Jahre 1990 und 2016 im Vergleich

Ein Vergleich der Stickstoffdioxid-Belastung von 1990 mit derjenigen von 2016 zeigt exemplarisch die Entwicklung der Luftqualität auf. Die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) können jedoch noch nicht überall auf dem städtischen Gebiet eingehalten werden.

Luftbelastung 2016

Auf einen deutlich zu milden Winter folgte 2016 ein überaus nasser Frühling. Richtig sommerlich wurde es erst in den Monaten August und September. Gesamthaft zeigte sich das Jahr 2016 eher von der durchschnittlichen Seite.

Die PM10-Belastung (Feinstaub) und die NO2-Belastung (Stickstoffdioxid) an der Messstation Stampfenbachstrasse lagen mit 16.2 µg/m³ und 31.4 µg/m³ auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Messungen (Vorjahr 17.8 µg/m³ und 33.5 µg/m³). Beim Stickstoffdioxid NO2 wurde der Langzeitgrenzwert jedoch weiterhin überschritten, beim Feinstaub PM10 konnte er eingehalten werden. Bei den Kurzzeitgrenzwerten kam es für Stickstoffdioxid NO2 zu keiner Überschreitung, für Feinstaub PM10 zu zwei Überschreitungen. Die Stampfenbachstrasse repräsentiert eine durchschnittliche Schadstoffbelastung im Stadtzentrum von Zürich.

Der verspätete Sommer sorgte für entsprechend tiefe Ozon-Belastungen. Insgesamt resultierten 2016 an der Stampfenbachstrasse 87 (Vorjahr 236) und am Stadtrand 184 (Vorjahr 413) Überschreitungsstunden.

Jahresauswertung Luftbelastung in der Stadt Zürich

 

Jahresmittelwert
µg/m³

Anz. Tagesmittel
über dem Grenzwert

Anz. Stundenmittel
über dem Grenzwert

Stickstoffdioxid NO₂31.40-
Feinstaub PM1016.22-
Ozon O₃--87

Luftbilanz

Die Luftqualität in der Stadt Zürich ist in den letzten zehn Jahren deutlich besser geworden.  Die Schadstoffbelastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub an den Hauptverkehrsachsen ist jedoch immer noch zu hoch. Damit besteht weiterhin Handlungsbedarf in diesen Gebieten.

Die «Luftbilanz» ist ein Bericht der Dienstabteilung Umwelt - und Gesundheitsschutz über die Luftqualität in der Stadt Zürich. Ein umfangreiches Netzwerk von Messstandorten ist die Basis. Der Bericht gibt detailliert Auskunft über die Entwicklung der Luftqualität in Zürich in den letzten vier Jahren. Die wichtigste Feststellung vorab: Die Massnahmen zur Beschränkung von Schadstoff-Emissionen in der Stadt Zürich zeigen Wirkung. Die Luftqualität hat sich in den letzten zehn Jahren in Zürich deutlich verbessert. Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Schwermetalle stellen praktisch kein Problem mehr dar. Bei anderen Luftschadstoffen werden weiterhin Grenzwert-Überschreitungen festgestellt, aber auch hier gibt es in den letzten Jahren positive Entwicklungen.

  

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