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2000-Watt-Gesellschaft

Zürich will zur 2000-Watt-Stadt werden – zu einer Stadt mit hoher Lebensqualität, in der die Menschen Energie und Ressourcen nachhaltig nutzen. Und zu einer Stadt, die ihren Beitrag zum Klimaschutz leistet. Bis heute hat Zürich bereits einiges erreicht. Aber vieles ist noch zu tun. Zürich bleibt dran, gemeinsam mit Unternehmen, Institutionen und mit der Bevölkerung.

10 Jahre 2000-Watt-Gesellschaft

Am Energietag 2018 vom Bundesamt für Energie im Zürcher Volkshaus wurden am 22. Oktober die Herausforderungen der Städte im 21. Jahrhundert diskutiert. Die Stadt Zürich hat die Zielvorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft vor zehn Jahren per Volksabstimmung gesetzlich verankert und seither den Energieverbrauch deutlich gesenkt. Im Video wird die Strategie der Stadt erklärt, wie diese Ziele in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts erreicht werden sollen und welche Rolle neue Technologie- und Gesellschaftskonzepte wie Smart City dabei spielen.

Was ist die 2000-Watt-Gesellschaft?

Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft ist, Energie und Ressourcen nachhaltig und global gerecht zu nutzen. Nachhaltig bedeutet, dass der weltweite Energiekonsum nicht zunehmen darf und dass die Treibhausgasemissionen so weit reduziert werden, dass sich das Weltklima um höchstens 2° C erwärmt. Global gerecht heisst, dass allen Menschen gleich viel Energie und gleich viele Treibhausgasemissionen zustehen.

In Zahlen ausgedrückt: Jeder Mensch – egal ob in Europa, Afrika oder den USA – darf nicht mehr als 2000 Watt Energie-Dauerleistung in Anspruch nehmen und maximal eine Tonne CO₂ pro Jahr ausstossen.

Das will Zürich erreichen

2008 haben sich die Stimmberechtigten der Stadt Zürich in einer Volksabstimmung klar zur 2000-Watt-Gesellschaft und zur Nachhaltigkeit bekannt und diese in der Gemeindeordnung verankert.

Die Stadt Zürich hat sich damit zum Ziel gesetzt:

  • den Energieverbrauch langfristig auf 2000 Watt pro Person zu senken. Das Zwischenziel für 2050 ist 2500 Watt pro Person.
  • ihren CO₂-Ausstoss bis 2050 auf eine Tonne pro Person und Jahr zu reduzieren
  • erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu fördern
  • ihre Beteiligungen an Atomkraftwerken nicht zu erneuern 

Für die Zukunft gerüstet sein

Mit der 2000-Watt-Gesellschaft leistet Zürich einen Beitrag zum Klimaschutz und rüstet sich für die Zukunft, wenn Rohstoffe knapper und teurer werden. Nicht erneuerbare Energien wie Erdgas, Erdöl oder Uran kommen aus weit entfernten Ländern und decken heute einen Grossteil unseres Energieverbrauchs. Wasserkraft, Sonnenenergie oder Erdwärme hingegen sind bei uns vorhanden. Eine vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien und Abwärme bringt nicht nur eine Entlastung für die Umwelt. Sie macht Zürichs Energieversorgung auch unabhängiger vom Ausland und behält die Wertschöpfung in der Schweiz.

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